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[Interview] HELLOWEEN - Dani Löble (Drums)

Interview mit Drummer Dani Löble

Interview wurde geführt von Steelbound // 23.10.2010


Die deutschen Power Metal-Legenden HELLOWEEN werden am 29.10.2010 ihr neues Album „7 Sinners“ veröffentlichen, wir hatten die Chance, vorher mit Drummer Dani Löble über das Album zu sprechen. Bevor wir jedoch auf das Album zu sprechen kommen, jammert mir Dani erstmal die Ohren voll: „Alle im Stress. Alle müde, die Vorbereitungen für die Tour laufen auf Hochtouren, Album promoten, Interviewreisen, so ein Album zu promoten im Stile von HELLOWEEN nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch.“

 

Tja, HELLOWEEN sind auch nicht mehr die jüngsten, aber gute Alben abliefern, das können sie noch. Oder? „Ne, echt absolut gar nicht! (lacht) Wir sind voll happy! Wir sind wirklich zufrieden.“

Wie vielleicht dem ein oder anderen bereits aufgefallen sein dürfte, ist „7 Sinners“ verdammt vielfältig ausgefallen, wie uns Dani auch bestätigt, aber geplant sei das alles nicht gewesen.

„Wir planen eigentlich nie in der Art "Jetzt brauchen wir 'nen Stadion-Rocker wie "Where the Sinners Go"" oder "Jetzt brauchen wir 'nen Thrasher wie "Long Live the King"" etc...

Durch die verschiedenen Charaktere der Songwriter entstehen solche Songs, das macht so eine Band wie HELLOWEEN aus, und sowas kannst du nicht planen. Sowas passiert einfach, und davon ist dann auch abhängig, ob die Platte gut oder schlecht wird. Wir wollten einfach mal ein "roughes" Ding, nicht mehr so glattpoliert, wie die letzten Alben geklungen haben, sondern einfach mehr Heavyness, einfach wilder im Stile von "Walls of Jericho", na? Ich will jetzt keinen Vergleich ziehen, jedes Album ist eigen, wir wollten aber schon im Stile von "Walls of Jericho" eine Kerbe schlagen. Wir haben auch die Produktionsbedingungen darauf eingestellt, und das Endresultat ist ein würdiger Nachfolger.“

 

Ein Nachfolger von „Walls of Jericho“? Von der Härte ganz klar, auch Dani betitelt „7 Sinners“ als das härteste Album der Bandgeschichte. „Ja, definitv. Also, man könnte von den Geschmäckern her die "Walls of Jericho" und die "7 Sinners" gegeneinander antreten lassen, aber sie gehört definitiv zu den härtesten Scheiben.“

Dazu passend musste natürlich auch ein ordentliches Coverartwork her. „Wenn du so 'ne harte Scheibe machst, dann brauchst du natürlich nicht mit pinkfarbenen Happy Happy Helloween-Kürbissen um's Eck kommen, ne? Da brauchst du schon ein Gewand, welches dem harten Sound ebenbürtig ist.“
 


Das wurde eindeutig geschafft, denn laut Dani ist es „ein Brückenschlag vom Cover zur Musik“.

„Besonders der Schriftzug, in welchen wir die ganzen Klingen eingearbeitet haben, das rotierende Klingenblatt und die Farbkombination unterstreichen schon sehr die Heavyness des neuen Albums. Ich könnte mir jetzt auch kein anderes Artwork zu dem Sound vorstellen.“

Wenn man schon die Härte des neuen Albums anspricht, bleibt auch der Gedanke an das softe „Unarmed“ nicht weit, mit welchem man vor nicht allzu langer Zeit versuchte, HELLOWEEN-Klassiker in diverse andere Musikrichtungen zu transportieren. Die Härte von „7 Sinners“ habe aber nichts mit der „Weichheit“ von „Unarmed“ zu tun.

"Unarmed" war für mich eigentlich eines der geilsten Helloween-Alben, aber nach dieser Geschichte war schon geplant, dass wieder ein normales Heavy Metal-Album an der Reihe ist. Nur wollten wir diesmal eben nicht schon wieder so ein glattgebügeltes Ding machen, sondern ein sehr "roughes". Die Idee wär so oder so dagewesen, ein bisschen "back to the roots" – aber mehr weiterentwickelt – zu gehen. Natürlich, von "Unarmed" zu "7 Sinners" ist das schon ein extremer Kontrast, aber wir haben nicht versucht, irgendwas extra hart zu machen durch dieses Unarmed-Album.“

 

Dani kann sich aber leicht nochmal so etwas wie „Unarmed“ vorstellen, auch wenn das sicher nicht nochmal geplant ist.

Klar, jederzeit. Tut mir jetzt Leid für die Fans die jetzt zu Hause sitzen und sich die Tomaten ins Gesicht legen (was bitte? - d. Red.), aber ich steh zu dem Album und ich hab auch sehr geile Kritiken zu dem Album gelesen. Wir mussten uns für Unarmed aber diese Vielfältigkeit, die auf dem Album enthalten ist, erst mal wieder erspielen, ich habe 15 Jahre lang nicht solche Grooves gespielt. Ich musste mich sehr gut darauf vorbereiten. Und diese Vorbereitungsphase mit neuen Erlebnissen, die hat die ganze Band durchgemacht. Das "Unarmed"-Album hat dieses neue Album eigentlich erst durch die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, möglich gemacht.“

 

Auch die Texte auf „7 Sinners“ sind nicht ohne (Hintergrund), was scheinbar ein geliebtes Thema von Dani ist, denn er vermag wirklich einiges dazu zu erzählen.

Jo, "Are you Metal" ist natürlich ein ganz toughes Statement, damit wollten wir einfach unterstreichen, dass wir noch Metal sind.

"Long Live the King" ist ein kleines Tribut von Andi an die Bands seiner Jugend. Zum Beispielt Ronnie James Dio oder Judas Priest. Wobei ich sagen muss, wir wollten keinen Tribut-Song für RJD machen, der Song und der Text sind schon lange vor Ronnies Tod gestanden. Also da distanzieren wir uns, da wollen wir gar nicht mitmachen, auf dieser Tribute-Welle.

Was gibt's denn noch so... "If a Mountain could Talk", da geht's mehr so darum, was ein Berg – der ja von Anfang an bei war bei der Menschheitsgeschichte – uns erzählen könnte, was wir so alles getrieben haben. Also auch ein recht kritischer Text über die Menschheit, unsere Geschichte, unser Handeln. Genau so in "You Stupid Mankind", da geht's sozusagen darum, wie die Menschheit sich gegenseitig zunichte macht. Ich kenn keine andere Spezies auf der Welt, die sich gegenseitig so das Licht ausschaltet, wie wir selber.

 

"World of Fantasy" – wenn du auf die Welt kommst, sagt dir ja gleich jeder, was du tun sollst und was nicht. Du kommst gleich in dieses "soziale Netz" herein (I Want Out! - d. Red.). Und was da eben zu kurz kommt, ist dein Talent. Und dieser Text sagt eben aus, du sollst deiner Fantasie, deinem Talent folgen.

In "Where the Sinners Go" geht es um den Egoismus der Leute, heutzutage auf dieser Welt. Sozusagen "Jeder ist sich selbst der Nächste".

"Raise the Noise" find ich ist ein total geiler Text. Finde ich sehr lustig, mal ein Kontrast zu alldem.

Es geht um Außerirdische, die einen Planeten besetzen wollen, der ist aber schon besetzt von bösen anderen Außerirdischen. Diese anderen Außerirdischen, die schon da sind, die stehen sehr auf Pop-Musik und tun sich schwer mit komplexen Texten oder Zusammenhängen allgemein. Wie gesagt, sie stehn auf Pop-Musik, sie treffen sich dann immer in Stadien, da spielen dann Pop-Bands.

Dann gibt's da noch diesen Flöter, der spielt da auch, und der spielt sehr komplexe Melodien, und davon fallen diese Außerirdischen eben in Ohnmacht. Dann kommen die anderen Außerirdischen und kassieren die alle ein, und erpressen sozusagen die Regierung: "Ihr könnt hier die Ohnmächtigen alle haben, aber dafür verpisst ihr euch.".

Ein total geiler Text, drum ist in diesem Song auch dieser Flöter zu hören.“

 

 

Erwähnenswert wäre sicher auch noch „Who is Mr. Madman?“ auf dem SAXON-Fronter Biff Byford als Into-Redner zu hören ist, und welcher eine Forführung des „Perfect Gentleman“ ist.

„"Who is Mr. Madman" ist eigentlich 'ne Weiterführung von "Perfect Gentleman". Dieser Perfect Gentleman hat eben ausgiebig gefeiert, einen auf Dicke Hose gemacht, und wenn du sowas als Lebensgrundlage hast, dann kannst du schnell wahnsinnig werden. Und der Text handelt dann davon, wie du in so ein Sanatorium kommst, wie du mit Medizin beeinflusst wirst.

Bist du verrückt, bist du's nicht? Bist du verrückt weil du nicht in irgendein Schema passt, machen dich die Medikamente verrückt? Von diesem Paradoxon zwischen Medizin und Wahrheit handelt dieser Text.“

 

Auch wenn es im Presse-Schrieb stand, kann sich Dani nicht an kleinere Ausfälle im Studio auf Tenriffa erinnern: „Ach, welche Ausfälle denn?“

Es seien wohl ein Mischpult und ähnliche Sachen bedingt durch einen Stromausfall abgeschmiert. „Ach, da kann ich mich schon gar nicht mehr dran erinnern, das war dann aber auch nicht so schlimm.“ Dennoch war es verdammt entspannend für die Band, auf Teneriffa aufzunehmen, auch wenn man sich natürlich nicht davon ablenken lassen sollte.

Dennoch war etwas Ruhe sicher gut für die Band, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass man bald mit STRATOVARIUS auf Tour geht, und da all seine Kraftreserven brauchen wird. Auf die Frage, welche Songs er besonders gern live spielen würde, sucht sich Dani auch die härtesten raus: „Ja, das sind dann diese sehr harten, schnellen Songs wie "Are you Metal?" oder "Who is Mr. Madman?". Da bin ich auch schon gespannt auf die Reaktionen der Fans, wie die das neue Material finden.“

Es wird auch wieder ähnlich wie bei der „Hellish Rock Tour“ ablaufen, erzählt uns Dani: „Ja, auf jeden Fall, die werden mehr als nur eine halbe Stunde spielen, sicher mindestens so eine Stunde bis Eineinviertel Stunden!“

Abschließend kommen wir noch auf den am Tag des Interviews veröffentlichten Clip zu „Are you Metal?“ zu sprechen, bei welchem sich die Band ganz klar von der Filmreihe „Saw“ hat inspirieren lassen. „Ja, das erschien uns allen sehr passend auch zum Sound des Albums.“

 

Als letzte Worte wünscht uns Dani allen Glück, Gesundheit und was auch immer damit zu tun hat. Außerdem sollen die Fans natürlich in den Laden rennen, und sich das Album zu kaufen.

Wer sich nicht sicher ist, (...wird gesteinigt) kann sich das Album auch bereits auf der HELLOWEEN-Myspace Seite im Ganzen anhören.






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Mariu, 23.03.2012 08:08:08:
</a>Donnerstag, 28.10.2010Hallo Leute, finde ich toll, dass ihr diese Aktion habt.Ich liebe Dr. Stein von Helloween. Sie sind echt klasse. Wfcrde mich sehr fcber ein Shirt von Ihnen in Grf6dfe XL feeurn.Beste GrfcdfeNicole

Kommentar von Steelbound, 27.01.2011 17:52:21:
Hey kleiner Timmy! Erstmal ein Hurra auf die Anonymität des Internets! Aber solche Kommentare wie den deinen kannst du dir wirklich sparen! Denn wenn ich mir deine Schreibweise anschaue, muss ich davon ausgehen, dass du sogar gerade mal 13 Jahre alt bist! Das würde auch erklären, dass du nicht weißt, was Ironie ist! Halte dich in Zukunft fern von hier!

Kommentar von Tim, 27.01.2011 17:35:30:
Hey kleiner Steely! nach deinen Kommentaren zu urteilen bis du ein noch feuchter Bursche hinter den Ohren. Kiske als Arschloch zu stempeln und andere Kommentate lassen tief Blicken. Von solchen "Magazinen" und Kommentaren wie hier kann man nur abraten!

Kommentar von Steelbound, 02.11.2010 17:11:05:
Na du bist mir ja einer. Kiske isn Arschloch und zudem n Kacksänger und Hansen is an der Gitarre okay, aber auch kein Gott. Muhahahaha.

Kommentar von ulps, 02.11.2010 14:07:03:
So'n Schmarrn....Helloween warn mal viel viel besser....und die Texte sind wieder einmal purer Krampf. Seid Hansen und Kiske weg sind besteht die Band fast nur aus "in eine Legende reingeborene Stümper".

Kommentar von Peter, 24.10.2010 00:55:19:
cooles interview , hörte mir die scheibe auf ihrere myspace seite an und es ist umwerfend ! Kann nur eins sagen : Kaufen kaufen kaufen ! ;)

Kommentar von Danny, 23.10.2010 20:40:57:
Fantastisch das du nach den Texten gefragt hast, dass fehlt mir häufig bei vielen Interviews.

Kommentar von Lenz, 23.10.2010 17:24:19:
hab reinheghört, HAMMERTEIL !!! wer da nicht luftgitarre spielt und bangt bei, ist nicht zu helfen. :D



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