[Interview] PATHFINDER - Arkadiusz E. Ruth

Die Polen Pathfinder sind eine angenehme Abwechslung von dem, was normalerweise aus dem Land zu uns herüberschallt. Zwischen Behemoth und ähnlichen Krachkapellen bahnen sich Pathfinder mit ihrem epischen und bombastischen Metal einen Weg direkt in die Ohren der Power-Metal-Fans. Mit "Beyond the Space, Beyond the Time" veröffentlicht die Band über ihr neues Label "Sonic Attack" ihr Debüt-Album. Kann das überhaupt mit einem Nachfolger noch übertroffen werden?
Wir sprachen mit Bandleader Arkadiusz. E. Ruth über das neue Album, andere Dimensionen und das professionelle neue Video zu "The Lord of Wolves".
Interview von Steelbound am 8.4.2011
Hi Arkadiusz, ich hoffe, alles ist klar! Worüber bist du gerade am glücklichsten?
Hi Chris, danke, alles läuft gut. Ich bin froh, dass alles betreffend Pathfinder genau so gut gehen, wie ich es vor dem Aufnehmen von „Beyond the Space, Beyond the Time“ erwartet hatte. Wir haben einen Video-Clip gedreht, bei einem Label unterschrieben, und am wichtigsten: Unsere Musik bereitet tausenden Leuten Freude und das ist wirklich das allerbeste für einen Musiker.
Ihr veröffentlicht euer Album „Beyond the Space, Beyond the Time“ nun über ein Label.
Ja, wir haben bei Sonic Attack unterschrieben, da diese ein erfahrenes Team haben. Wir haben nach einem Label gesucht, dass die ganzen geschäftlichen Sachen für die Band erledigt, Vertrieb, Publishing etc., und das auf eine sehr innovative und frische Art und Weise. Wir wollten ein Label, dass in die Zukunft des Musikgeschäfts schaut, und das ist Sonic Attack. Wir sind Musiker, nicht Geschäftsmänner.

Worum geht’s auf „Beyond the Space, Beyond the Time“? Was wollt ihr mit den Texten erreichen?
Das Album ist ein Konzept wie ein Buch, aber alle Songs – alle Kapitel – und Charaktere sind bloß Entwürfe, Entwürfe, die dem Hörer helfen sollen, in diese konzeptuelle Welt zu reisen, ihre Fantasie zu benutzen, seine eigenen Visionen während des Hörens zu kreieren – seinen eigenen Traum zu träumen.
Ich glaube fest an unsere Träume und die Kraft unseres Verstandes und unseres Willens, besonders unseres Willens. Allgemein geht es auf dem Album um eine Zeitreise, eine Reise in andere Dimensionen und andere Welten. Die Träume sind der Schlüssel zu diesen Welten.
Ich kann dir sagen, dass der Protagonist in „Pathway to the Moon“ stirbt. Jetzt stell dir vor: Du schläfst und du träumst einen schönen Traum oder einen Albtraum, und du stirbst wirklich, dein reales Leben ist vorbei. Und jetzt, was wäre wenn unsere Gedanken, unser Verstand, unser Bewusstsein dort bleiben, wo unser Leben endete und der Traum begann? Ich möchte unseren Hörern freie Hand geben, damit sie ihre eigene Welt kreieren können in ihrer eigenen Fantasiewelt. Sie sollen bei der Musik entspannen können, ohne irgendwelche politischen, religiösen, unsere graue Welt betreffenden Themen. Unser zweites Album wird die Fortsetzung sein.
Unsere Nachricht an die Fans soll mit den Texten sein: Traut euch, zu träumen!
Das ist eure erste offizielle CD. Eure Fähigkeiten an den Instrumenten sind erstaunlich, seid ihr gelernte Musiker oder habt ihr euch das selber beigebracht?
Slavek, unser Keyboarder, hat Orgel studiert, ich habe Bass und Piano studiert. Der Rest der Band hat sich alles selber beigebracht. Ich denke, Musiklehrer etc. bringen dir bloß die Systematik des ganzen bei, und nicht mehr. Musikschulen produzieren tausende Roboter, die alle den gleichen Stil haben, das gleiche Gefühl erzeugen mit der gleichen „Artikulation“. Mein Tipp für junge „Rockmen“: Geht nur für die Theorie in die Musikschule, nehmt euer Instrument und schaut euch eure Helden in Youtube-Tutorials an und lernt, lernt lernt, jeden Tag ein paar Stunden.
Auch die Produktion ist sehr gut. Das ist auch eher ungewöhnlich für ein Debüt-Album. Wie habt ihr so einen guten Song für eine so junge Band hinbekommen?
Danke Chris, die ganze Produktion geht auf meine und Karols Kappe – das war unser erstes Mal! Aber bevor wir das Studio buchten, wussten wir schon genau, wie alles im Ende klingen sollte und welche Prozesse wir in Anspruch nehmen sollten und welche nicht. Allerdings hat uns in Sachen Sound der Sound-Ingenieur Mariusz Pietka vom MP Studio großartig unterstützt.

Ihr werdet oft mit Rhapsody of Fire, Dragonforce und Blind Guardian verglichen. Würdest du zustimmen oder siehst du da Unterschiede (… bis auf, dass ihr besser seid)?
Haha, ich glaube nicht, dass wir besser sind. Musik kann nicht wirklich schlechter oder besser sein. Natürlich kann sie unterschiedlich sein, z.B. unterschiedliche Genres. Was soll ich sagen? Es ist wirklich eine große Ehre für uns mit solchen Legenden verglichen zu werden. Okay, ich höre schon Parallelen, und da Menschen einfach gerne vergleichen, so sei es!
Kürzlich habt ihr euer neues Video zu „The Lord of Wolves“ veröffentlicht. Das ist wirklich sehr gut und professionell ausschauend ausgefallen. Habt ihr das selber gemacht oder hattet ihr einen Regisseur?
Danke, ja, das ist zu 100% unsere eigene Produktion. Um ehrlich zu sein, die ganze Produktion, Casting, Realisierung, 3D Rendering etc. wurde alles von 3 Personen gemacht: Mir, Magda Wojciechowska und Piotr Adamowicz. Das war wirklich eine super Zeit und wir hatten viel Spaß, diesen kleinen Film zu machen.
Plant ihr Konzerte hier in Deutschland?
Klar! Nach der Promo-Zeit fürs Album in Europa wollen wir eine kleinere oder größere Tour in ganz Europa starten. Momentan haben wir nur eine Show in Deutschland gebucht, die wird in Freiburg (Sachsen) am 7.5.2011 stattfinden. Hoffentlich sieht man sich da um Deutsches Bier und Polnischen Vodka zu trinken, haha!
Zum Ende: Eure Nachricht an eure deutschen Fans.
Traut euch zu träumen, hört auf eure Herzen und befreit euren Willen!!! Wir sehen uns auf den Konzerten!!
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