[Interview]: IRON FATE - Jan (Bass) & Denis (Vocals)
IRON FATE aus Goslar sind ein grandioser Newcomer und Geheimtipp für Freunde des ehrlichen Metals - Sänger Denis schreit sich die Seele aus dem Leib wie ein junger Halford, während die Instrumental-Fraktion nach vorne donnert wie Priest zu "Painkiller"-Zeiten. Bereits das Debüt "Cast in Iron" erscheint bei Massacre Records und wird von der Fachpresse gelobt. Ich habe meine Fragen von Bassist Jan und Sänger Denis beantworten lassen.
Interview wurde geführt von Steelbound am 7.7.2010
Hi IRON FATE! Mit "Cast in Iron" liefert ihr euer Debüt ab. Beschreibe mal den bisherigen Werdegang der Band!
Jan: Hallo Chris. Ja, Iron Fate haben sich im Jahre 2005 in Goslar formiert. Nach zwei Line-Up Wechseln an der Gitarre hat sich die aktuelle Besetzung herauskristallisiert. Und das sieht wie folgt aus. Denis an der Front, Martin und Harms an den Sechssaitern, Sascha an den Drums und meine Wenigkeit am Bass. Nach einer Demo, ein paar Gigs als Supportband und Auftritten auf Festivals haben wir beschlossen ein Studio zu mieten und um eine amtliche Produktion aufzunehmen und nun sind wir hier. *lach*
Ihr fahrt in jeder Sekunde eurer Musik True Heavy Metal-Schiene. Wie geht ihr mit Vorwürfen um, die euch zu wenig Eigenständigkeit vorwerfen?
Denis: Wenn wir das Wort „True“ durch „Traditionell“ ersetzen können, stimme ich dir absolut zu. Nach meinem Verständnis haben wir mit Truemetal wie es beispielsweise, Hammerfall, Manowar oder Wizard auffahren, nicht viel gemeinsam. Wir haben keine Drachen, Schwerter und Kriegshymnen. Wenn unsere Musik Fans des Truemetals anspricht, so freuen wir uns natürlich darüber, aber Truemetal zu machen, beabsichtigen wir sicherlich nicht. Was die Eigenständigkeit angeht, erfinden wir das Rad natürlich nicht neu. Wir versuchen sie zumindest etwas zu restaurieren.
Wenn man möchte, kann man „Cast In Iron“ auch als ein Tribut an unsere Vorbilder sehen, die uns geprägt haben. Dennoch wollen wir auf keinen Fall eine Band oder Künstler kopieren.
Es sind einfach die Einflüsse der Bands, die manchen den Anlass geben uns vorzuwerfen, wir würden kopieren. Dem ist aber nicht so.
Was sind die thematischen Inhalte eurer Musik?
Jan: Wir erzählen Geschichten, die teils persönlicher Natur sind und teils ein wenig klischeelastig sind. Das Stück „Iron Fate“ ist ein gutes Beispiel für letzteres. Wie würde wohl eine Welt ohne Heavy Metal aussehen ? Fürchterliche Vorstellung, oder? Und damit das Ereignis mal wieder ein Stück in die Ferne gerückt wird, mussten wir diesen Song darüber schreiben, der by the way auch akkurat zum Headbangen einlädt. *grins*
Denis: Mir gefallen „Imagine A Better World“ und „Rage In A Cage“ am besten, weil ich den Songs zwei Seiten von mir zeigen kann.
Jan: Bei mir ist es Resurrection. Der geht einfach schön nach vorne.
Wie ist es zu einem Deal mit Massacre Records gekommen? Das ist ja ein sehr renommiertes Label, und ihr als Newcomer seid gleich dort untergekommen - ungewöhnlich!
Jan: Wir haben im Vorfeld die Produktion von „Cast In Iron“ gemacht und damit haben wir uns dann bei verschiedenen Labels beworben. Uns ist sehr wohl bewusst, dass Massacre Records eine enorme Hausnummer ist. Dementsprechend ist auch unsere Reaktion gewesen, als wir die Zusage von Massacre bekommen haben. Da mussten wir einfach zuschlagen.
Was plant ihr für die nächsten Jahre musikalisch? Werdet ihr an neuem Material schreiben oder touren? Wollt ihr weiterhin beim Power/Heavy Metal bleiben?
Denis: Wir sind schon dabei an neuem Material zu schreiben. Was die Stilrichtung angeht, wüsste ich nicht, warum wir sie ändern sollten. Unsere Leidenschaft liegt nun mal im Bereich der alten Schule – soll heissen US-Powermetal & NWOBHM inklusive einer eigenen Note. (Gut so! - Anm.d.R.)
Wer sind eure musikalischen Vorbilder?
Jan: *lach* Ich denke wenn man sich die Songs von „Cast In Iron“ anhört, wird man schnell merken, bei wem es sich um unsere Vorbilder handelt. Das ist in jedem Falle, Priest, Maiden, Jag Panzer usw. Das Zeug drehen wir uns seid frühster Kindheit in den Schädel. Und diese Einflüsse wollten jetzt einfach raus und sind eben auf dieser Scheibe gelandet.
Habt ihr vor "Cast in Iron" auch Demos gehabt?
Jan: Ja, zwischen 2005 und 2006 haben wir mal ein Demo mit 4 Track gemacht. Diese hat im „Heavy“ auch ne gute Bewertung in Form von 8 Punkten bekommen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Schreiber Martin Kosbab – Zillmann.
Wie lief die Produktion und das Songwriting des neuen Albums?
Denis: Es lief alles ziemlich geregelt und strukturiert ab. Die Songs wurden von Harms und meiner einer geschrieben, während Jan sich um die meisten Texte gekümmert hat. Danach gings ins Studio um in aller Ruhe die Produktion aufzunehmen und fertig zu stellen. Es war uns wichtig, dieses in aller Ruhe und ohne Druck zu tun, da wir ein cooles Debut abliefern wollten, was uns denke ich mal hiermit gelungen ist.

Gibt es etwas, was ihr in Zukunft besser machen würdet bei einem weiteren Album?
Jan: Sicherlich gibt es da einige Sachen. Wärend der Produktionszeit von „Cast In Iron“ haben wir ständig dazugelernt und uns auch musikalisch weiterentwickelt. Und diese Erfahrungen werden sicherlich auf einem weiteren Album zu hören sein. Die Lyrics, um nur ein Beispiel zu
nennen, werden in Zukunft etwas mehr Tiefgrund erfahren. Während ich vorher die meisten Texte allein geschrieben habe, arbeite ich jetzt mit Denis zusammen daran, denn er muss sie schließlich singen und das klappt ganz ausgezeichnet.
Danke für eure Zeit und die letzten Worte gehören euch!
Jan: Ach Chris, kein Thema. Hat uns sehr viel Spass gemacht. Wir bedanken uns auch bei dir für dein Interesse an Iron Fate.
Denis: Ich kann mich dem nur anschliessen, da Jan mir im Prinzip alles vorweg genommen hat *lach*
Hab vielen Dank und macht weiter so. Rock On !!!!
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