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[Interview]: Thunderstone


Thunderstone zählen in Finnland mittlerweile zu den etablierten Power Metal Bands und auch hierzulande konnte man einige Fans dazu gewinnen. Zuletzt machte ihnen nur die Tatsache, dass der Sänger die Band verlassen hatte einen Strich durch die Rechnung, doch mit Rick Altzi konnte man schnell einen adäquaten Ersatz präsentieren. Schon im Herbst letzten Jahres erschien ihr neues Werk „Dirt Metal“ in Finnland und nun steht die Platte auch in ganz Europa in den Läden. Grund genug, den Jungs mal ein paar Fragen zu stellen.

Interview wurde geführt von Sonata




 
Es hat ja einige Zeit gedauert, bis es endlich ein Releasedate für Europa gab, was euer neues Werk Dirt Metal betrifft. War die Suche nach einem geeigneten Label schwierig?
 
 
Ich denke, wir hätten schneller ein neues Label finden können, aber die Lizenzvereinbarung mit der Produktionsfirma und Sony Music, die das Album in Finnland veröffentlicht hatten, war relativ kompliziert. Naja, wir wollten definitiv ein Label, wo wir uns zuhause fühlen können und bei SPV sind wir auf jeden Fall in guten Händen bei einer richtig guten Plattenfirma!
 
Als ihr mit Rick Altzi den neuen Sänger vorgestellt habt, gab es direkt auch mal ein Vocalsample von „Forevermore“ mit ihm. Mir hatte das seinerzeit sehr gut gefallen und daher frag ich mich heute noch, ob ihr diesen Song evtl. mal komplett mit ihm veröffentlichen würdet?
 
 
Wir haben keine Pläne irgendeinen der älteren Songs neu aufzunehmen, aber man weiß ja nie. Vielleicht endet er irgendwann als Bonus Track auf einem kommenden Album.
 
 
Dirt Metal klingt etwas rotziger und heavier als der Vorgänger, ist auch nicht mehr ganz so Keyboardlastig, zeigt aber nach wie vor eure Wurzeln. War es euch wichtig, auch den Sound der Band nach den Abgängen etwas zu verändern?
 
 
Rotzig ist genau richtig! Ich denke, es wird im britischen Englisch in einer anderen Satzform verwendet, aber ich verstehe absolut, was du meinst und ja, Ich denke, das beschreibt “Dirt Metal” sehr gut. Ich glaube, wir gingen die ganze Zeit in diese Richtung -wenn auch teilweise unbewusst- denn schon auf “Evolution 4.0” kam das durch, aber letztlich erlaubte uns der personelle Wechsel eine Menge Spielraum, ohne das es zu große Erwartungen gab.
 
 
Wie würdet ihr selbst euer neues Album „Dirt Metal“ beschreiben in Relation zu euren vorigen Werken?
 
 
Ich denke, dass es der Höhepunkt einer Entwicklung ist, die schon auf dem 2. Album ihren Ursprung findet. Das erste Album war eher so typischer Power Metal, wie man ihn eben kennt. Mit jedem weiteren Album haben wir uns immer weiter vom Debüt entfernt zu einem dreckigeren Style, der letztlich in “Dirt Metal” mündete.
 
 
Bisher sehe ich keine Planung für eine Tour, wird da demnächst was kommen?
 
 
Natürlich hoffen wir das! In Anbetracht der personellen veränderungen innerhalb der Band, haben wir auch unsere Geschäftspartner zum größten Teil gewechselt. Das heißt im Klartext, dass wir immer noch Leute suchen, die mit uns in Sachen Tour etc. zusammenarbeiten würden. Aber wir lassen es euch sofort wissen, wenn sich da was auftut!
 

In diesem Zusammenhang stelle ich mir auch die Frage, ob ihr eventuell mal Lust hättet, eine Live CD/DVD aufzunehmen? Die Live Qualitäten von euch sind ja absolut vorhanden.
 
 
Danke! Ich kann dir da wohl zustimmen, haha! Da wir nächstes Jahr unser 10-jähriges Jubiläum feiern, wäre es natürlich super, etwas Besonderes zu machen. Bislang haben wir nichts konkretes diskutiert, aber eine Live CD ist natürlich möglich. Wir haben allerdings auch viel Material für eine DVD, also weißt du nie, was sich so ergeben wird...
 
Wie kam es damals eigentlich dazu, dass ihr beim finnischen Vorausscheid für den Eurovision Song Contest teilgenommen habt?
 
 
Die finnischen Wettbewerber wurden eingeladen von der finnischen Rundfunkanstalt und daher bekamen wir eine Einladung per Anruf, als wir gerade in New York waren. Ich denke, dass Pasi dafür letztendlich verantwortlich war, da er für Lordi einige Backing Vocals übernommen hatte, als sie das Jahr davor den Contest gewannen.
 
 
Stellt es für euch eigentlich kein Problem dar, dass Rick neben Thunderstone auch noch in 2 anderen Bands tätig ist? Es ist ja immer relativ schwierig zu handeln, dass sich die Planungen da nicht überschneiden etc.
 
 
Wir haben das diskutiert, als wir ihn fragten, ob er Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns hätte und er sagte uns, dass es kein Problem darstellen würde, was die Aktitivtäten mit seinen anderen Bands betrifft. Soweit war es also noch überhaupt kein Problem und ich denke, das bleibt so.
 
 
Gab es nach den 2 Abgängen [Keyboard und Gesang] eigentlich an einen Punkt, wo das Bestehen der ganzen Band auf der Kippe stand oder war immer 100%ig klar, dass Thunderstone definitiv weiter machen wird?
 
Es war wirklich ein sehr emotionaler Moment, als ich, Nino und Mirka in Nino’s Studio saßen und Kari, unser Keyboarder uns quasi gerade eben verlassen hatte. Pasi hatte uns früher in jener Woche verlassen und wir hatten bereits eine Tour gebucht, die 3 Monate andauern sollte. Natürlich waren da Zweifel, aber ich war felsenfest davon überzeugt, dass wir die Tour weiter durchziehen können, um den Leuten auch zu zeigen, dass wir dieses Problem von uns wegschieben können. Ich glaube, dass wir immer eine richtig gute Band hatten und obwohl sich die Trennung von den 2 Jungs wie eine Scheidung anfühlte, fühlten wir, dass es definitiv weiter gehen wird. Und ich bin froh, dass wir uns so entschieden haben, denn mit “Dirt Metal” haben wir meiner Meinung nach unser bislang stärkstes Album hervorgebracht.
 
 
 
Wie sehen denn allgemein die Planungen für Thunderstone in der Zukunft aus?
 
 
Wie ich bereits sagte, feiern wir nächstes Jahr unseren 10-jährigen Geburtstag. Hoffentlich wird es bald auch endlich eine Tour geben, sodass wir schön viel trinken können und anschließend stellen wir ein mobiles Studio irgendwo in den finnischen Wäldern ab, um neues Material zu schreiben. Und dann...naja, die Idee überlass ich dir!
 
 
 
Vielen dank für das Interview, ich wünsche euch viel Erfolg für die Zukunft! Die letzten Worte gehören dir.
 
Vielen dank für den ganzen Support der letzten Jahre. Ich hoffe ihr genießt “Dirt Metal so sehr, wie wir es tun. Passt auf euch auf and get dirty!
 





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