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[Review] A SKYLIT DRIVE - Identity on Fire

A SKYLIT DRIVE - Identity on Fire

Stil: Post-Hardcore
Label: Fearless Records
Songanzahl: 12 Songs
Webseite:

www.myspace.com/askylitdrive

Wertung: 13/15 
Reviewer: Alive | 16.4.2011




Zwei Jahre nach ihrem letzten Album “Adelphia” meldet sich die amerikanische Post-Hardcore Formation A Skylit Drive mit ihrem neuen Output “Identity On Fire” zurück. Bekannt ist die Band vor allem für ihren Sänger, der durch seine hohe Stimme immer wieder auch genre-intern polarisiert. Mittlerweile haben sich A Skylit Drive eine breite Fanbasis aufgebaut und versuchen mit ihrem neuen Album diesen Stand zu halten. 


Mit dem Intro „Carry The Broken“ starten wir mit Gangshouts und Synthie-Atmo ins neue Album, bevor wir gewohnten Klängen lauschen dürfen, denn Opener und zugleich die erste Single des Albums gibt direkt die Richtung vor in die A Skylit Drive diesmal steuern. „Too Little Too Late“ ist ein spritziger Rocker im Stile von „Those Cannons Could Sink A Ship“ und schleicht sich ohne großartige Aggression, sondern eher mit einer eingängigen, aber schönen Melodie in die Gehörgänge. „XO Skeleton“ schlägt in die gleiche Kerbe und erweist sich abermals als Ohrwurm. 


A Skylit Drive zeigen sich softer als auf den letzten beiden Alben und versuchen insbesondere durch straighte Rocksongs und Melodien zu überzeugen, auch wenn die gescreamten Vocals sehr offensichtlich vorhanden sind und schätzungsweise 30-40% der Vocals einnehmen. Auch die Produktion, die zwar klar aber (vermutlich absichtlich) nicht sonderlich druckvoll ist, trägt dazu bei, die Rock-Atmosphäre zu wahren. Beim spritzigen „Conscience Is A Killer“ zeigen sich durch den Rhythmus sogar leichte Punk-Einflüsse. 


Ausnahmen gibt es natürlich, und so zeigen sich bei der zweiten Single, “Ex Marks The Spot”, die typischen Post-Hardcore spuren, denn der Song wird direkt mit einem Breakdown und Gangshouts eingeleitet, besticht aber ebenfalls durch viel Klargesang und Melodien.

Der wohl düsterste Song des Albums sollte diesmal wieder der Titeltrack sein, und so zeigt sich „Identity On Fire“ mit harten Riffs und düsteren Synthie-Effekten, um dann in den irgendwie schleppend-hymnischen Refrain überzugehen. Generell experimentierten A Skylit Drive diesmal mehr mit Synthie-Effekten als mit orchestralen Parts wie auf „Adelphia“, beim schnellen „Fuck The System“, dem ernsten „Your Mistake“ und dem Rausschmeisser „If You Lived Here You’d Be Home“ stellen sich Synthie/Trance Melodien auch gerne mal in den Vordergrund, was aber keinesfalls negativ auffällt und ohnehin nicht so übertrieben ist wie bei Bands wie Abandon All Ships oder His Statue Falls.


Neben „Too Little Too Late“ zählen „The Cali Buds“ und „500 Days Of Bummer“ zu meinen Favoriten, da dort die Melodiegebung besonders gelungen ist und generell eine positive Atmosphäre erzeugt wird. Lyrisch geht es auf „Identity On Fire“ meist um persönliche Probleme, wobei „The Cali Buds“ beispielsweise ein Song ist der auch das Thema Freundschaft behandelt.


Alles in allem gelingt es A Skylit Drive im Jahre 2011, ein homogenes, rockiges Werk abzuliefern und erfreuen uns mit vielen schönen Melodien und Songs, die zum mitsingen anregen. Die Songs wirken eingängig, das Album an sich ist aber überhaupt nicht eintönig und weist eine hohe Suchtgefahr auf.


Anspieltips: Too Little Too Late,  XO Skeleton

 

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