[Review] AXEL RUDI PELL - Ballads IV
AXEL RUDI PELL - Ballads IV
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In regelmäßigen Abständen gibt es neues Material für Metaller, die mal mit Freund oder Freundin einen gemeinsamen Abend verbringen wollen, denen aber Kuschelrock-CDs zu weichgespült und sonstige Metal-Alben zu unsensibel sind. Urheber der Lösung für dieses Dilemma: Axel Rudi Pell, seines Zeichens Gitarrist der gleichnamigen Band und Songschreiber allererster Güte, wie er zuletzt mit „The Crest“ bewies. Zwischen den „normalen“ Alben gibt es jedoch immer mal wieder in regelmäßigen Abständen eine sogenannte „Ballads“-CD. 1993 angefangen, ist der gebürtige Wattenscheider inzwischen bei der vierten Ausgabe dieser Sammlung von eigenen Balladen und gecoverten Songs (die in der ursprünglichen Version nicht unbedingt eine Ballade waren) angekommen.
Auch hier sind wieder diverse famose Songs vertreten, wie man mit einem Blick auf die Tracklist erkennt, brandneu ist die in eine Ballade umgewandelte Komposition „Holy Diver“, eigentlich von... na, das muss ich wohl kaum erwähnen. Auch bereits veröffentlichte Cover wie „Love Gun“ (Kiss) und „In The Air Tonight“ (Phil Collins) tauchen auf, diese gesellen sich prima zu Eigenkompositionen wie das vom letzten Album stammende „Glory Night“.
Unbestrittener Höhepunkt ist jedoch das zehnminütige Epos „The Curse of The Damned“ vom 2006er-Werk „Mystica“, das teilweise doch in etwas schnellere Gefilde ausbricht. Das macht aber nichts, denn das wird von sehr emotionalen Stücken wie das altbekannte „Hallelujah“ an Ruhe wieder aufgewogen. Besonders der grandiose Gesang von Sänger Johnny Gioeli verleiht den Songs den letzten Schliff.
Insgesamt ist „Ballads IV“ ein sehr emotionales Album, welches tief in die Seele Axel Rudi Pells blicken lässt, aber kein durchgängiges Romantik-Album ist, sondern auch mal mit filigranen Soli zum Staunen bittet. Also: Nicht nur für Abende vorm Feuer (wie das Cover andeutet), sondern auch mal zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Eine sehr schöne und hochwertige Kompilation!
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