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[Review] COMMUNIC - The Bottom Deep

COMMUNIC - The Bottom Deep

Stil: Progressive Metal
Label: Nuclear Blast Records
Songanzahl: 9 Songs
Webseite:

http://www.communic.org/

Wertung: 14/15
Reviewer: Steelbound | 16.7.2011




COMMUNIC – Der Name lockte vor einigen Jahren noch keine Hund hinter dem Ofen hervor, doch schon mit dem Debüt-Album „Conspiracy in Mind“, das bereits über Nuclear Blast Records veröffentlicht wurde, erspielte man sich eine große Fanschar. Diese verstärkte sich auf den folgenden zwei Alben nur noch mehr, das dritte, gerne als „make it or break it“-Album bezeichnete Werk, im Falle von COMMUNIC „Payment of Existence“, wurde ein eindeutiges „make it“-Album und wies somit auf eine glorreiche Zukunft der Band hin. Diese beginnt jetzt, mit dem Release des vierten Albums „The Bottom Deep“.

Ein schneller Blick aufs Cover lässt bereits über die Ausrichtung der CD sinnieren – bisher waren die Artworks von einer gewissen „Moderne“ geprägt, das neue Frontbild stellt jedoch vielmehr ein verstörendes Mischwesen aus Mensch und Tier dar – gewöhnungsbedürftig und, wie man COMMUNIC kennt, sicher mit einem tieferen Sinn. Das wird sich aber sicher noch im Interview enthüllen, jetzt geht es erst Mal um die Musik. Hat die sich auch verändert? Nein, zum Glück bleiben die Norweger bei ihrem progressiven Metal mit teilweise eingestreuten Power Metal-Verweisen. Einzig und allein der Sound wurde leicht geändert, klingt nun etwas erdiger und nicht mehr so kalt wie auf den vorherigen Alben der Band. Das macht jedoch keinen großen Unterschied, COMMUNIC bleiben COMMUNIC.


Und das beweist die Band direkt mit dem ersten Stück des Albums, „Facing Tomorrow“. Gewohnt komplexe Strukturen „begrüßen“ da den Hörer, während der Refrain, ebenfalls typisch für die Band, Richtung Power Metal geht und recht melodisch und eingängig einen wiederkehrenden Halt für den Hörer bietet, damit dieser sich nicht in den Abgründen der Musik verliert.

Der Eingängigkeit setzt „Flood River Blood“ mit seinem sehr harmonischen Chorus die Krone auf, bis „Voyage of Discovery“ eine wahre Reise darstellt und all dies perfektioniert, was COMMUNIC so groß gemacht hat: Ruhige Passagen, tiefgründige – und nicht unbedingt positive – Texte, eine ständige Schwankung der verschiedenen Emotionen; COMMUNIC (bzw. Sänger, Gitarrist und alleiniger Songschreiber Oddleif Stensland) verstehen es, Songs für die Ewigkeit zu schreiben.


Der vielleicht „traditionellste“ Song des neuen Albums ist „Destroyer of Bloodlines“, der bereits vorab veröffentlicht wurde und doch stark nach dem letzten Album der Band klingt. Das ist aber alles andere als schlecht, haben die Norweger doch auch früher schon ein Händchen für tolle Songs bewiesen.

Herzstück der CD ist das 7-Minütige „Wayward Soul“, ein wahrhaft übermenschlicher Song. Wunderschöne, schwermütige Melodien, gepaart mit der bisher besten Gesangsleistung von Oddleif Stensland. Normalerweise vermeide ich so etwas, aber ich behaupte, dass das der beste COMMUNIC-Song ist, der auf einer Stufe mit Songs wie „At Dewy Prime“, „Silence Surrounds“, „Conspiracy in Mind“ oder „Stone Carved Eyes“ steht – oder sogar darüber. Unbeschreiblich.

Zum ersten Mal lassen sich COMMUNIC zudem auf ein Outro ein, das jedoch nicht ausladend oder schwülstig klingt, sondern bloß mit Gitarren- und Streicherklängen und Oddleifs Stimme dieses Album perfekt ausklingen lässt.


Auf „The Bottom Deep“ agieren die drei Norweger weitaus gefühlvoller als auf den Vorgängern, ergänzen damit ihren Sound jedoch um eine weitere Note. Ob sie ihren Sound damit perfektioniert haben, weiß ich noch nicht – wer weiß, was die Zukunft bringt – , doch eines weiß ich sicher: „The Bottom Deep“ ist ein grandioses Album geworden, ein Highlight dieses Jahres. Auf COMMUNIC ist Verlass!

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