[Review] EINHERJER - Norrøn
EINHERJER - Norrøn
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Ganze acht Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Blot“ kehrt die von vielen Fans geliebte Viking-Metal-Band EINHERJER mit einem neuen Album aufs Schlachtfeld zurück. „Was lange währt wird endlich gut“, so sagt zumindest das Sprichwort. Um beim Schlachtfeld zu bleiben: EINHERJER haben lange an der Entwicklung ihrer neuesten Waffe gearbeitet und sich im Vergleich zu „Blot“ stark weiterentwickelt. Ebenso hat die Band nicht das aktuelle Gedeihen der Szene verpasst und sich den Schlachttaktiken der Mit- bzw. Gegenstreiter angepasst.
Das beweist bereits der eröffnende Hammer „Norrøn kraft“, ein Song, der den offensichtlichen Vorbildern BATHORY Ehre erweist und an ihr Vermächtnis anknüpft. Auf knapp 13 Minuten werden sämtliche Register der epischen Folk/Viking-Musik gezogen, von stampfenden Drums über weihevolle Choräle bis hin zum obligatorischen ruhigen Folk-Part im Mittelteil, der mit einer fulminanten Instrumentierung aufwartet, bis es wieder mitten in den Kampf geht und die Stimme von Sänger Frode Glesnes die Kraft besitzt, den Weltenbaum zu entwurzeln.
Auch „Naglfar“ macht keinen Halt, mit Wellenklängen und mächtigen Hornstößen wird der leicht schwarzmetallische Song eingeleitet. Kraftvolle Shouts und garstiger Gesang verpassen diesem Song seinen Charakter. Dem entgegen stellt sich der bereits veröffentlichte Song „Varden Brenne“, was keine schlechte Wahl war, ist dieses Stück doch das eingängigste. Unkomplizierte Melodien bedeuten jedoch nicht gleich Anspruchslosigkeit, was EINHERJER hier untermauern. Leicht verträumt und sehr folklastig geht es auf dem letzten Stück, „Balladen om Bifrost“ zu. Wiederum nehmen die Chöre eine tragende Rolle ein, unterstützt vom schweren Drumming entwickelt sich hier ein Stück, welches seinen Namen verdient. Das ist eine wahre Ballade, ein Abgesang – musikalisch vielleicht auf das Album, welches nach diesem Track endet.
EINHERJER gewinnen diese Schlacht mit Leichtigkeit. Die Pause hat der Band mehr als gut getan, Arrangements und technische Fähigkeiten haben sich im Vergleich zu „Blot“ stark verbessert. Eines der besten, wenn nicht das beste Viking-Album 2011.
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