[Review] ELVENPATH - Elvenpath
ELVENPATH - Elvenpath
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2011 schicken sich die Frankfurter ELVENPATH an, die True-Metal-Szene zu erschüttern. Schaut man sich das ganze Drumherum des neuen, schlicht selbstbetitelten Albums an, sprich Artwork und Songtitel, scheint das den Herren sogar mehr zu gelingen als MANOWAR. Diese strotzen nämlich nur so vor Klischees, der Höhepunkt ist die „Truelogy“ mit Namen wie „Metalwar“ oder „Metalsteel“.
Erinnern wir uns an 2008 zurück, damals waren ELVENPATH noch nicht so drauf und haben mit „Spyrol“ ein einwandfreies Melodic-Metal-Album im Stile von HELLOWEEN abgeliefert. Das scheint die Band aber inzwischen abgeschrieben zu haben. Leider.
Denn: Wer braucht die viermilliardenfünfmillionendreihunderttausendvierhundertsiebenundsechzigste Band, die schon tausendmal vorher gehörte Musik spielt und das Ganze mit abgedroschenen Klischee-Texten unterlegt?
Dabei haben Songs wie „For our Liberty“ oder das melodische „Into the Future“ durchaus viel Potential, wenn die Band es bloß nicht mit schlechten Lyrics (die übrigens selbst MANOWAR übertreffen) versaut hätten. Auf „Spyrol“ gab es noch tiefgründige Texte, hier herrscht einfach nur Mittelmaß. Oder irgendetwas darunter.
Im Gegensatz zu „Spyrol“ hat sich alles verschlechtert: Texte, Musik, und der Gesang. Warum der Gesang sich verschlechtert hat? Weil die Band einen neuen Sänger angeheuert hat, Dragutin Kremenovic. Der macht sich stellenweise sehr gut, wackelt teils aber arg, vor allem in den höheren Lagen. Würde er bei seinen leicht aggressiven, mittelhohen Vocals bleiben, wäre das schön, aber leider haben sich ELVENPATH hier wohl einen verkappten Opernsänger an Bord geholt.
Ich will das Album nicht schlechter reden als es ist, aber es ist mir einfach unbegreiflich wie sich eine Band auf diese Art selber zugrunde richten kann. Natürlich werden die Songs auf Konzerten ganz gut ankommen, aber anspruchsvoll ist das nicht, vom Niveau her bewerben sich ELVENPATH hier beim ZDF Fernsehgarten. Musikalisch kann „Elvenpath“ durchaus überzeugen, auch wenn sich nach einiger Zeit etwas Langeweile einschleicht, vor allem bei solchen langen und doch gleichförmigen Stücken wie „War of Steel“. Würden die Frankfurter etwas mehr Abwechslung in ihre Musik bringen, könnten sie vielleicht wieder ein gutes Album abliefern – auch trotz der Texte. So aber bleibt hier etwas arg mittelmäßiges, was in der heutigen Musikszene kein Mensch mehr braucht.
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