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[Review] EMMURE - Speaker of the Dead

EMMURE - Speaker of the Dead

Stil: Metalcore
Label: Victory Records
Songanzahl: 15 Songs
Webseite:

www.myspace.com/emmure

Wertung: 12/15 
Reviewer: Alive | 4.5.2011




 

Emmure, dieser Name ist in der Metalcore Szene in aller Munde, ob Freund oder Feind, um Emmure kommt man heute nicht mehr herum. Zuletzt gelang es der Band, die einen Stil irgendwo zwischen Metalcore und Deathcore spielt und mit Rap-Parts aus dem HipHop und 2Step-Einlagen verfeinert, sich als Support Act für diverse Acts einzuschreiben, zuletzt waren Sie auf der Never Say Die Tour zu sehen wo Sie unter anderen mit Parkway Drive spielten. Das 2007er Debüt-Album „Goodbye To The Gallows“ zählt für viele als eines der besten Metalcore Alben des Jahrzehnts und trug enorm zum jetzigen Bekanntheitsgrad der Band bei. Demnächst kommen Emmure auf der „The Mosh Lives“ Tour als Headliner wieder nach Deutschland, mit ihrem 2011er Album „Speaker Of The Dead“ im Gepäck. Was die Scheibe kann und ob Sie ein Fortschritt nach der etwas lustlosen „Felony“ von 2009 ist, erfahrt ihr hier!


Um die Musik auf „Speaker Of The Dead“ kurz zusammenzufassen: Moshparts, Breakdowns, 2Step-Beats, tiefe Growls, hohe Screams, Rap. Wie immer also? Fast.

Emmure setzt auf der neuen Platte auf die altbekannte Formel, wirkt aber homogener und straighter als auf „Felony“. Man setzt auf kurzweilige Songs mit einer oftmals sehr kurzen Spielzeit und versucht, durch diverse Effekte, der lyrischen Thematik die sich oftmals mit Street-Fighter oder Comic-Geschichten befasst und durch die „Kälte“, die die Songs vermitteln, was nicht zuletzt an den Rap-Parts liegt, eine gewisse Straßen-Atmosphäre zu erzeugen.


Brutale Moshpit-Hymnen bestimmen das Gesamtbild der Platte, vor allem das Dreierpack „Dogs Get Put Down“, „Demons With Ryu“ und „Solar Flare Homicide“ überzeugen auf voller Länge und zeigen durch ihren Flow und den unverkennbaren 2Step-Einfluss eine gewisse Eigenständigkeit auf und machen schlichtweg Spaß. Aber auch die eher langsamen, schleppenden Breakdown-lastigen Songs wie der durch Synth-Atmo gestützte Opener „Children Of Cybertron“, das stampfende „Area 64-66“ oder auch „Drug Dealer Friend“ wissen zu überzeugen.


Emmure lag es aber auch daran, Songs auf die Platte zu packen die etwas aus dem Gesamtbild herausbrechen, so etwa das im Chorus fast schon doomige, ja fast epische „Bohemian Grove“, das ausgesprochen rockige „A Voice From Below“ und das balladeske „Last Words To Rose“ fügen sich letztlich in das trotzdem homogen wirkende Werk ein.


Die ersten 12 Songs am Stück zu hören ist eine wahre Freude, zwar bringt Emmure hier nicht die Vielfalt vor dem Herren zu Stande, aber das erwartet der Emmure-Fan auch nicht unbedingt. Leicht problematisch zu sehen sind die Songs „My Name Is Thanos“ und „Lights Bring Salvation“, die keine wirklichen Aspekte zum Gesamtbild hinzufügen und etwas gesichtlos wirken. Das hätte man sich bei der ohnehin schon vergleichsweise hohen Spielzeit von 38 Minuten auch sparen können und direkt mit dem stampfenden Outro „Word Of Intulo“ abschließen können.


Dennoch: Emmure polarisieren, wer aber schon immer etwas mit ihnen anfangen konnte, der sollte auch mit „Speaker Of The Dead“ seine Freude haben, zumal das Album ohnehin eine Steigerung zur 2009er „Felony“ darstellt. Appetit auf die kommende Tour macht die Scheibe in jedem Fall!

 


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