PowerMetal4ever.de

[Review] FIREWIND - Days of Defiance

FIREWIND - Days of Defiance

Stil: Power Metal
Label: Century Media
Songanzahl: 13 Songs
Webseite: www.firewind.gr/
Wertung: 13,5/15
Reviewer: Sonata | 17.10.2010




Die griechischen Power Metaller von Firewind melden sich nach etwas mehr als 2 Jahren schon wieder mit einem neuen Album im Gepäck zurück. Mittlerweile haben sie ja ordentlich zugelegt in Sachen Popularität, was nicht zuletzt den geglückten Konzerten als Support, aber auch als Headliner zu verdanken ist.

 

Bei den Arbeiten an „Days of Defiance“ haben sich Firewind ein wenig zurückgezogen und so bekam man eigentlich vorab nur die Information, dass ein neues Album in Arbeit sei und im Herbst erscheinen soll.
In einigen Tagen wird die Scheibe dann also endlich ihren Weg in die Läden finden und auch mir ist der neue Release natürlich nicht entgangen.

Ähnlich wie beim Vorgänger „The Premonition“ startet das Album mit einem Song, dem erstmal ein atmosphärischer Akustiktouch verliehen wird, ehe er in die Vollen geht. Allerdings kommt das Ganze nicht so ballernd daher, wie es noch bei „Into the fire“ der Fall war. „The Ark of Lies“ wirkt etwas grooviger und kann mit einer unvergleichlichen Gitarrenarbeit von Mastermind Gus G. überzeugen.

Apollo Papathanasio ist mittlerweile sowieso zu einer festen Größe avanciert und veredelt mit seinen aggressiven Vocals den Opener nach größter Kunst.
Allerdings muss ich eingestehen, dass mich der Song nicht so mitreißen kann, wie „Into the fire“, zumal eben genannter Song quasi zur Bandhymne schlechthin aufgestiegen ist in den letzten 2 Jahren. Das soll dem Album aber absolut keinen Abbruch tun.

„World on fire“ mag zwar an Groove verlieren, dafür gibt es hier wieder eher den dicken „Ballereffekt“ und in Sachen Härte bekommt man hier alles aufgeboten, was Firewind so im Petto haben. Relativ verwunderlich, dass dieser Track auch schon als vorab Single veröffentlich wurde, weil er eben ziemlich aggressiv daher kommt und den kommerziellen Einfluss nicht aufkommen lässt.

Die Gitarrenleads stechen hier besonders stark hervor, da sie für diese Band absolut prägnant sind. Auch die ruhigeren Strophen gefallen durchaus, wohingegen ich dem Refrain eine kleine Kritik aussprechen muss. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, da man doch schon deutlich auf die Bremse tritt. Anfangs lässt der Song einfach anderes vermuten und da „The Ark of Lies“ schon nicht der Brecher schlechthin war, kam das doch eher verwunderlich.

Prinzipiell kann ich eigentlich sagen, dass die Griechen hier den Versuch unternehmen, die Stärken der 2 vorangegangen Releases zu vereinen, was zum Großteil auch gelingt. So hätte „Embrace the sun“ auch locker auf „Allegiance“ stehen können und weißt klare Parallelen zu „Falling to pieces“ auf.

Allerdings bekommt man mit „Heading fort he Dawn“ auch ein feines Schmankerl serviert, welches ich in der Form von Firewind noch nicht gehört habe.
Die Band klingt zumeist eher düster oder eben ernst und so ein fröhlicher Uptemposong war dann ehrlich gesagt doch schon eine mehr als nur gelungene Überraschung. Tolle mitreißende Strophen und ein wahnsinnig toll inszenierter Refrain, wo mir Apollo wirklich besonders gut gefällt. Ich möchte auch nochmal die übermenschliche Gitarrenarbeit von Gus G. hervorheben. Was dieser Kerl Song für Song an Soli raushaut, wird der Bezeichnung „übermenschlich“ wirklich gerecht. Im Vorfeld verriet der Gründer der Band, dass er sich extra für dieses Album noch ein paar neue Techniken angeeignet hat, um den Soli noch einen Feinschliff verpassen zun können. Das ist ihm definitiv geglückt!

Wer bei „Cold as ice“ übrigens glaubt, Firewind haben sich erneut in die Gefilden der Coversongs begeben, liegt hier falsch. Zwar erinnert der Song im Refrain sogar ein wenig an jenen Song, den sicherlich jeder kennt, aber grundsätzlich ist es kein Coversong, sondern etwas Eigenständiges. Bemerkenswert finde ich hierbei, wie gekonnt Apollo’s Gesang in den Strophen eingesetzt wurde. Teils wurden seine Vocals gedoppelt, was an genau diesen Stellen einfach unglaublich genial klingt. Das Zusammenspiel aus Keyboard und Gitarre empfinde ich hier auch als besonders gelungen, zumal es fast schon ein wenig episch klingt.

Rausgreifen möchte ich noch den Song, der das Ganze Spektakel abschließt. „When all is said and done“ könnte ich mir vor allem bei einem Livepublikum bildlich super vorstellen. Im Chorus gibt es einen sehr einladenden Part, den die Fans mit Sicherheit übernehmen würden, was sich 100%ig als lohnenswert herausstellen würde. Ruhige fast schon melancholisch angehauchte Strophen lassen einen energischen Umschwung erstmal nicht vermuten, doch genau dieser geht dann von statten. Energisch kommt Apollo daher und leitet einen wirklich fetten Refrain ein, wo sich mir die Nackenhaare aufstellen, was ich natürlich positiv meine. Der „Epic-Faktor“ in diesem Song ist einfach ungemein hoch und stellt mit „Heading for the dawn“ das absolute Highlight dar, womit dieses tolle Album dann auch würdig abgeschlossen wird.


Bleibt eine Frage zu klären: Haben die Griechen es erneut geschafft, einen vorangegangenen Release zu übertrumpfen? Die Antwort ist „jein“. Zwar vereint „Days of Defiance“ größtenteils wirklich die Stärken von „Allegiance“ und „Premonition“ doch empfinde ich die Spielzeit einfach als zu lang, wo 1-2 Songs ruhig im Archiv hätten verschwinden dürfen. Dennoch war das Niveau bei „Premonition“ schon so gewaltig hoch, dass das definitiv kein Beinbruch ist.
Fans brauch nicht lange nachzudenken und auch allen Nichtkennern der Band lege ich diesen Power Metal Release WÄRMSTENS ans Herz!

 


Nach oben





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Estreyitha, 23.03.2012 07:00:41:
diese Frau Tauzher braucht wohl dningerd Geld und schreibt deshalb so dummes Zeug ohne den Kopf einzuschalten. Denn hat sie bestimmt nur, damit sie Ihre Haare nicht in der Hand tragen mudf. Pressefreiheit ist schon in Ordnung aber bitte keine Hetze wie wir schon einmal hatten. Auf solche Leute kf6nnen wir verzichten.



Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht: