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[Review] GHOST MACHINERY - Out for Blood

GHOST MACHINERY - Out for Blood

Stil: Melodic Power Metal
Label: Limb Music
Songanzahl: 11 Songs
Webseite: www.ghostmachinery.com/
Wertung: 13/15
Reviewer: Steelbound | 3.10.2010
 




Finnischer Power Metal!!! Das kann nur gut sein! Sorry, aber bei finnischem Power Metal bin ich echt blind, da gibt es für mich nichts schlechtes. Es gibt da vielleicht weniger interessante Bands, aber insgesamt vergöttere ich den Sound den jede zweite Kapelle aus Finnland auf CD bringt. Und auch die Finnen (hatte ich das schon erwähnt?) GHOST MACHINERY machen hier keine Ausnahme: Melodic Power Metal im schönsten STRATOVARIUS bis SONATA ARCTICA-Stil, mit weniger verspielten Keyboard-Melodien, an deren Stelle sehr viel epischere und atmosphärischere Keyboard-Klangteppiche treten. Insgesamt haben wir es hier also mit einem etwas erdigeren Album zu tun, welches aber dennoch in keiner Sekunde eine klasse Melodie vermissen lässt.

Daraus folgernd konzentriert man sich um Einiges mehr auf fette Riffs bzw. Riffwände, die den Hörer wegpusten, als seichte Gitarrenmasturbation.

Sänger Taage Laiho passt zu dem Sound der Band mehr als perfekt, er ist nämlich das klare Gegenteil einer Kotipelto- oder Kakko-Kopie. Seine Stimme ist in einer mittleren Höhe angesiedelt und erinnert teilweise gar an Joakim Brodén von SABATON, auch wenn dieser noch etwas brachialer zugeht.

Bereits der Opener "Face of Evil" veranschaulicht den Sound des Fünfers, mit eingängigen Riffs, der dahintersteckenden Keyboard-Unterstützung sowie dem fetten Refrain, der nicht mehr so schnell aus dem Ohr geht, präsentiert sich die Band von ihrer Schokoladenseite.

Auch der darauffolgende Titeltrack "Out for Blood" ist nur in der Lage, den Opener zu übertreffen. Wer sich etwas in der Melodic/Power-Szene auskennt, dem kann ich folgendes sagen: Die Band klingt exakt wie die Kollegen von BURNING POINT. Grandioser, bodenständiger Power Metal, der hier und da wirklich an SABATON erinnert, aber sehr viel melodischer daherkommt, und damit eine perfekte Brücke zum typischen Finnland-Power-Sound schlägt.

Hier kann jeder einzelne Song überzeugen, auch wenn die Band ein wenig variabler spielen oder komponieren könnte, da man so möglicherweise nicht besonders interessant für Hörer außerhalb des Genres sein könnte.

Aber wen interessiert's, wir sind ja Fans des Genres. Und für die ist das hier wirklich ein Leckerbissen. Songs wie das an AVANTASIA erinnernde "Fortune Teller", der mit AOR-Keyboards unterlegte fette Stampfer "Mask of Madness" oder das arg an SONATA erinnernde "Eternal Damnation" – hier trifft jeder Song den Geschmack des geneigten Hörers. Tolle Refrains in jedem Song, ein wunderbar wandelfähiger Sänger sowie eine positive Grundatmosphäre machen dieses Album zu einem Pflichtkauf.


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