[Review] GUARDIANS OF TIME - A Beautiful Atrocity
GUARDIANS OF TIME - A Beautiful Atrocity
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Ganze 7 Jahre sind vergangen, bis die Jungs von „Guardians of Time“ dazu in der Lage waren, ein neues Werk zu veröffentlichen. Nach dem 2004 veröffentlichten „Machines of Mental Design“ lief der Vertrag mit Massacre Records aus, aber man arbeitete trotzdem an einem neuen Album, welches auch so gut wie fertig war. Leider war es der Band damals vergönnt, ein neues Label zu finden und so wurde das Kapitel „Guardians of Time“ vorerst geschlossen. 2010 war es dann endlich soweit. Man konnte einen Vertrag mit Mayhem Music abschließen und so wurde nun das neue Album „A beautiful Atrocity“ veröffentlicht, welches das Konzept vom Vorgängeralbum fortsetzt.
Musikalisch wirkt das Album deutlich dreckiger, was den Sound angeht, aber grundsätzlich sind sich die Jungs trotzdem treu geblieben und Fronter Bernt überzeugt wie schon auf dem letzten Album mit seinen sehr vielseitigen Vocals.
Die Produktion gefällt mir nicht so gut wie auf „Machines of Mental Design“, was daran liegt, dass die Gitarren an manchen Stellen viel zu laut sind und die Stimme von Bernt übertönen. Allerdings gewöhnt man sich nach ein paar Durchläufen daran, weswegen das zu verkraften ist.
„Perverse Perfection“ bildet eine Mischung aus Clean Vocals und Growls. Der Refrain wirkt schon fast groovig und bleibt direkt im Ohr hängen.
„Heart of Darkness“ würde ich als typischen Power Metal Song mit eingänigem Refrain beschreiben. Allerdings spielt die Atmosphäre hier eine besondere Rolle, die dem ganzen einfach den Feinschliff verpasst. Das gilt allerdings für das gesamte Album.
Obwohl man auf Keyboards oder jegliche Effekte verzichtet, baut man eine unglaublich dichte Atmosphäre auf, die das Konzept rein musikalisch sehr gut rüberbringt.
Dennoch wird auch dieses Album ein paar Umläufe benötigen, ehe es sich komplett zu entfalten weiß, aber das sollten Fans der band bereits wissen, wenn sie an den Vorgänger denken. Nicht jeder Song kommt in Power Metal üblicher Ohrwurmmanier daher und braucht etwas mehr Aufmerksamkeit, um Anklang beim Hörer zu finden.
Gerade das macht das Album neben der tollen Atmosphäre aber auch aus. Man muss sich damit auseinandersetzen und die Entdeckungsreise dieses Konzepts immer wieder bestreiten, um alle Vorzüge des Albums aufsaugen zu können.
7 Jahre lang ohne Release und trotzdem nichts verlernt. So sieht es bei den Jungs von Guardians of Time zumindest aus und so kann ich das neue Album auch bedenkenlos allen Fans der Band empfehlen. Ebenso geeignet ist die Platte für Leute, die sich gern Zeit für etwas komplexere Musik nehmen, die an keiner Stelle an Melodie einbüßt und den Hörer nach ein paar Durchläufen auch belohnt, indem sie alle Stärken offenbart.
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