[Review] HELLOWEEN - 7 Sinners
HELLOWEEN - 7 Sinners
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Bei HELLOWEEN kann man wohl getrost von "Metal-Legenden" sprechen, und ebenjende veröffentlichten vor wenigen Wochen ihr neues Output "7 Sinners". Für mich war das sozusagen die Antwort auf GAMMA RAY's "To the Metal", welche im Januar erschien. Ob "7 Sinners" besser ist, oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden, aber ich denke mal, man kann schon Parallelen zwischen den beiden Alben ziehen, und zwar nicht nur vom Stil her.
Ich beziehe mich hier auf die Tatsache, dass GAMMA RAY mich mit ihrem aktuellen Album enttäuscht haben, und wenn ich ehrlich bin, haben das HELLOWEEN auch.
Aber das ist kein Wunder, schließlich war "Gambling with the Devil" eine saustarke Scheibe, da ist es schwer, einen angemessenen Nachfolger zu kreieren.
Schon alleine das Herangehen an die Musik hat sich verändert. Man legt nun viel mehr Wert auf Härte, oder wie Drummer Dani im Interview es nannte, "Roughness". Das hört man der Scheibe durchgehend an, besonders wenn einen die Gitarrenwände mal wieder wegfegen, eine Doublebass-Attacke nach der anderen des Hörers Lauscher penetrieren (im positiven Sinne!) oder ein brachiales Riff auf das andere folgt. Dennoch vergisst man im Hause HELLOWEEN nicht seine Melodic Metal-Wurzeln und stellt mit dieser schönen Mischung aus extremer Härte und Melodie so eingängige wie auch arschtretende Kracher wie "Are you Metal?", "Where the Sinners Go" oder "Long Live the King" her.
"Are you Metal?" dürfte 99% der Metal-Szene inzwischen bekannt sein, da die Band mit diesem Slogan sowie dem grottigen Video dazu ordentlich Kampagne betrieben hat. Der Song hat's aber auch verdient, denn wie der in die Vollen geht und voll auf die 12 haut, ist er einer der besten Metal-Songs der letzten Jahre. Aber auch der stampfende Opener "Where the Sinners Go" steht dem in nichts nach und stimmt grandios auf das Album ein.
Das stimmungsvoll von Biff Byford im Intro eingesprochene "Who is Mr. Madman?" ist wiederum ein ordentlicher Kracher, der live jeden zum Schwitzen bringen sollte, und auch das Dr.Stein-Artige "World of Fantasy" stellt HELLOWEEN von ihrer besten Seite dar.
Natürlich vergisst man nicht, auch Balladen einzubringen ("The Smile of the Sun") oder sozialkritische Themen anzuschneiden wie auf dem prätentiös betitelten "You Stupid Mankind".
Insgesamt liefern HELLOWEEN ein ordentliches, meiner Meinung nach ein wenig zu hartes Album ab, welches nur knapp an der Großartigkeit von "Gambling with the Devil" vorbeischießt, aber dennoch jedem Metal- und insbesonderes Power Metal-Fan ans Herz zu legen ist.
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