[Review] MADE OF HATE - Pathogen
MADE OF HATE - Pathogen
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Das Grundgerüst des Sounds der Band lässt sich durchaus als Melodic Death Metal bezeichnen, was nicht zuletzt auf die finnische Spielart der Gitarristen zurückzuführen ist. Auch der Gesang hält sich eher in Shout- und Growl-Bereichen auf, dennoch kommt die ganze Packung sehr melodisch rüber und der ein oder andere Song bleibt schnell im Ohr hängen. Stücke wie der Power-Metallische Opener "Friend", das Doublebass-lastige "Russian Roulette" sowie das mit Breaks sehr modern anmutende Titelstück "Pathogen" können auf Anhieb überzeugen und machen Spaß.
Das Problem der Band ist die Langeweile, die sich nach einigen Songs breitmacht. Das liegt vor allem an Sänger Mike, der kein allzu abwechslungsreiches Organ sein Eigen nennt und stattdessen nur recht stumpf zwar interessante Texte darbietet, seine Stimmlage aber auch kein Stück variiert. Das kann man zum Beispiel an einer leichten Probe erkennen: Skipt einfach mal die Lieder schnell durch und startet bei jeweils ca. 40 Sekunden. Klingt alles gleich! Selbst der Takt, die Geschwindigkeit oder die Gitarren-Riffs ändern sich nicht großartig.
MADE OF HATE versuchen, die oben genannten Genres miteinander zu verbinden, was ihnen zumeist auch gelingt – das heißt aber nicht, dass es gut ist. Die Songs haben für mich kein Eigenleben und werden in einer Szene, in der jeden Freitag zwanzig solcher Alben auf den Markt kommen, nicht herausragen können. Diese Mischung klingt zwar auf den ersten Hör wirklich interessant, aber nach mehrmaligem Hören ärgert man sich, "Warum können die jetzt nicht einfach mal bei diesem Genre bleiben?". MADE OF HATE haben Talent, kein Zweifel, und die Songs machen Live sicher auch Spaß – auf Scheibe auch, aber eben nur begrenzt - , aber ich möchte der Band die Empfehlung aussprechen, sich auf ein Genre festzulegen. In ihrem Falle wäre das melodischer Death Metal, der ihnen am Besten steht, und sollten die Ausflüge in thrashige Riffs und Power-Metallische Melodieführungen vermeiden. Ich könnte mir auch gut Klargesang vorstellen, zumindest partiell.
Wer weiß, welchen Weg die Band noch einschlagen wird? Ich nicht, aber sie könnten noch eine große Nummer werden, wenn sie noch am Songwriting arbeiten und auf mehr Abwechslung setzen.
So bleibt mit "Pathogen" ein ordentliches Album, welches nicht überragt, aber auch nicht abgrundtief schlecht ist. Der Vorgänger "Bullet in your Head" besser gefallen, aber insgesamt wandelt "Pathogen" auf dem gleichen Niveau.
Empfehlenswert für alle oben genannten Genre-Fans, wer Gefallen daran findet ist eine ganz andere Sache.
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