[Review] MESSENGER - See You In Hell
MESSENGER - See You In Hell
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Aus der Düsternis erhebt sich eine neue Bedrohung, um die Länder des Lichts zu unterdrücken. Doch fünf Krieger sind auserkoren, die Mächte des Bösen zurückzuschlagen und in die Finsternis zu verbannen... diese fünf Krieger kämpfen unter einem Banner: MESSENGER!
Ja, Entschuldigung für diese pathetische Einleitung, aber bei den Jungs aus Neunkirchen fällt einem nichts anderes ein: Artwork, Musik, Songtitel und -texte schreien einfach nur „Klischee!!!“. Aber wenn MESSENGER was anpacken, dann richtig. So kann ihr typischer Power Metal mit leichtem True-Metal-Einschlag sofort überzeugen, und das nicht nur auf Platte. Live hat die Band bereits eine beträchtliche Anzahl an Konzerten hinter sich, von der Fanschar ganz zu schweigen. Diese basiert hauptsächlich auf Songs des ersten Albums der Band, „Under the Sign“. Wie viele Fans werden es erst nach diesem zweiten Album, das auch noch über Massacre Records veröffentlicht wird? Meinetwegen sehr viele, denn MESSENGER verdienen nichts anderes. Ihre Musik ist definitiv sehr traditionell, klingt aber nicht altmodisch oder unmodern. Dazu tragen die immer wieder vorkommenden Growlingparts und die sehr angenehm dynamische Gitarrenarbeit bei. Sänger Siegfried Schüssler macht einen ausgezeichneten Job und verleiht den Songs mit seinem kraftvollen Organ die abschließende Energie. So gehen Songs wie „See you in Hell“ sofort ins Ohr und dürften vor allem live einige in die Luft gestreckte Arme und schüttelnde Köpfe nach sich ziehen. Textlich verlässt man sich auf Ähnliches wie die Labelkollegen von MAJESTY: Warriors wohin das Auge blickt, was Titel wie „The Dragonships“ oder „Lindisfarne“ verdeutlichen.
Heimlicher Höhepunkt des Albums ist das knapp achtminütige „Falconlord“, das mit starken Melodien und einem hymnischen Refrain an HIGHLAND GLORY erinnert. Doch auch die anderen Songs sind durchgängig auf hohem Niveau, es ist kein Ausfall zu verzeichnen. Spaßig wird es noch beim letzten Song, einer Coverversion des HELLOWEEN-Evergreens „Dr. Stein“. Hier zeigt Sänger Siegfried wiederholt seine variable Stimme, die sogar nicht allzu weit von Michael Kiske entfernt ist.
MESSENGER erfinden das Genre nicht neu, frischen es aber etwas auf und blasen neues Leben in die sonst etwas wankende Szene. Mit „See you in Hell“ liegt hier ein eingängiges, spielfreudiges Album vor, welches jeder geneigte Power-Metal-Fan im Regal stehen haben sollte.
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