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[Review] RHAPSODY OF FIRE - From Chaos to Eternity

RHAPSODY OF FIRE - From Chaos to Eternity

Stil: Symphonic Power Metal
Label: Nuclear Blast Records
Songanzahl: 9 Songs
Webseite:

http://www.rhapsodyoffire.com/

Wertung: 14,5/15
Reviewer: Sonata | 11.6.2011




 

Nach knapp einem Jahr melden sich die italienischen Power Metaller von Rhapsody of Fire schon wieder mit einem neuen Album zurück. „From Chaos to Eternity“ beendet nun die „Dark Secret Saga“, die schon viele epische Schlachten mit sich brachte. Im Anschluss darauf wollen sich die Jungs in eine andere Richtung weg vom Fantasybereich bewegen. Man darf gespannt sein, wohin der Weg führen wird, aber fürs Erste wollen wir uns erstmal mit der aktuellen Platte auseinandersetzen.

Das Intro kommt wie gewohnt episch daher und Sir Christopher Lee schmückt das Ganze wie schon sooft mit seiner dunklen Stimme, die gekonnt zur Atmosphäre beiträgt und jeden Rhapsody Fan sofort in seinen Bann zieht.
Der Titeltrack geht direkt mal in die Vollen und eines fällt sofort leider negativ auf. Die Produktion ist für Rhapsody Verhältnisse SEHR schwach ausgefallen. Insbesondere die Drums klingen sehr drucklos, was nicht etwa an der Spielweise von Mr. Holzwarth liegt. Das Album ist allgemein viel zu leise abgemischt und verfehlt ein bisschen die Wirkung. Nichts desto trotz wird dieser Faktor locker ausgemerzt, da die Musik diesen Negativpunkt gekonnt zu überspielen weiß.

Rhapsody klingen frischer dennje, als hätte es beim komponieren und schreiben der Songs keine Grenzen gegeben. Um nochmal auf den Titeltrack zurückzukommen, jener schleicht sich in den Strophen erstmal langsam heran und artet dann schon fast in einem kleinen Feuerwerk aus. Fabio Lione wirkt noch leidenschaftlicher und der 2. Gitarrist tut der Band ebenfalls gut, da das Riffing allgemein dazu beiträgt, dass die melodische Seite von Rhapsody noch stärker hervorgehoben wird. Der Refrain ist mit Songs wie „Knightrider of Doom“ vergleichbar und geht wie gewohnt gut ins Ohr. Anders als „Sea of Fate“ bekommt man hier sofort eine richtig dicke Hymne serviert.

Mit „Tempesta di Fuoco“ haben die Jungs wohl den besten italienischen Power Metal Song geschrieben, der je existiert hat. Im ersten Moment mag das Ganze ungewohnt wirken, da man als Fan bislang nur Folkige oder balladeske Songs gewohnt war. Sicherlich ist der Folkanteil auch hier vorhanden, aber dennoch bewegt sich Tempesta eher in die uptempolastige Power Metal Richtung. Die Strophen sind enorm druckvoll, wobei ich mit druckvoll nicht die Produktion, sondern den Gesang meine. Ich fühle mich an ältere Zeiten erinnert, mir kommt vor allem der Song „Agony is my name“ ins Ohr und das heißt definitiv was gutes. Der Chorus klingt enorm frisch und lädt zum headbangen ein. Ich hab die Melodie quasi jeden Tag im Ohr und bin dennoch alles andere als gelangweilt, was diesen Track betrifft. Für mich definitiv das Highlight auf dem Album.

Bereits auf „From Chaos to Eternity“ zeigen Rhapsody mal eine etwas andere Seite von sich. Ich beziehe mich hierbei auf „I belong to the stars“. Der Song wirkt sehr modern, fast schon poppig, aber dennoch interessant. Einer der Songs, die beim ersten Durchlauf nicht so toll wirken, sich aber nach ein paar Umläufen prächtig entwickeln. Besonders der Chor liefert hier eine astreine Performance ab und lässt das ein oder andere mal Gänsehaut aufkommen. Gesanglich ist es wohl auch die Beste Leistung, die Fabio auf dem Album abliefert. Da fällt mir nur noch ein Wort ein: Grandios!

Zu guter Letzt ist natürlich der 20 Minuten Brocken noch erwähnenswert, welcher die große Schlacht zu einem Ende führt. Eingeleitet wird er mit einer Folkeinlage, die ein wenig an „Forest of Unicorns“ erinnert. Anschließend nimmt das epische Feuerwerk seinen Lauf. Die Strophen sind gigantisch, der Chorus vielleicht der genialste, den Rhapsody je komponiert haben. Im Mittelteil wird’s nochmal sehr dramatisch, da schwere Entscheidungen getroffen werden müssen (Ich möchte nicht zu viel zum Abschluss der Story verraten). Wer sich hier nicht emotional gefangen fühlt, sollte mal einen Psychiater aufsuchen...Definitiv ein verdammt würdiger Abschluss für eine gigantische Schlacht...

Fazit: Kauft euch das Album und fühlt es einfach. Mit jeder einzelnen Note werden euch die Emotionen ergreifen, davon bin ich überzeugt. Ich find solche Aussagen eigentlich immer dämlich, aber dennoch werde ich nun genau so eine treffen. Mit dem Abschluss der Dark Secret Saga haben sich Rhapsody selbst ein Denkmal gesetzt und das bis dato beste Album ihrer Diskografie abgelegt. Wer hier enttäuscht ist als Fan, hat irgendwas falsch gemacht, aber davon gehe ich mal nicht aus. Einziger Wehrmutstropfen bleibt die relativ dumpfe und schwache Produktion. Ich habe bei den letzten Paeth-Produktionen durchweg das Gefühl, dass da irgendwas nicht richtig läuft. Dennoch spricht hier die Musik für sich und setzt mal wieder ein GANZ dickes Ausrufezeichen.

 

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