[Review] SAMAEL - Lux Mundi
SAMAEL - Lux Mundi
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Neue Wege schlägt unser Magazin mit diesem Review ein. Mit "Lux Mundi" von Samael bin ich so frech, andere Geschmäcker anzusprechen bzw. zu uns zu locken. Erreicht ist das Ziel ja bereits, wenn ihr drauf geklickt habt, also brauche ich ja eigentlich keine weiteren Worte mehr zu verlieren, oder? Falsch, denn das neue Album der Schweizer Metal-Chamäleons ist durchaus die Worte wert, die ich im kommenden verlieren werde.
Als offizieller "Passage"-Nachfolger wird "Lux Mundi" also angepriesen, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich bewegen sich Samael wieder einen großen Schritt in Richtung Vergangenheit, verzichten weitestgehend auf "Above"'sche, schwarzmetallische Strukturen. Dabei aber agieren sie härter als auf jenen Industrial Metal Vorgängern. Man kann ihnen kaum vorwerfen, auf der Stelle zu stehen, so viel ist sicherlich klar.
Ob sie sich damit Freunde machen? Klar ist, dass es Fans der Band mittlerweile gewohnt sein müssten, dass Vorph und seine Mannen von Album zu Album gerne mal ihren Stil "korrigieren". Überraschend kommt das also wohl eher selten. Ungeachtet dessen ist es die Stärke dieser Band, sich zu verändern, dabei aber auch stets sie selbst zu bleiben. Bandtypische Rythmen, Keyboardmelodien und Vorph's unverkennbarer Gesang - gepaart mit Erfahrung in Sachen Songwriting ergibt sich "Lux Mundi" daraus. Trotz der Vielschichtigkeit des Openers "Lux Ferre" oder von "Let My People be" fallen viele der Songs irgendwie eingängig aus. Orchestrale Elemente wie in der Vorab-Single "Antigod" oder fast schon Rammstein-ähnliche Keyboardklänge tragen sicherlich einen großen Teil dazu bei.
Was die Platte verdammt stark macht, ist der Abwechslungsreichtum und die eigene Identität von Samael, die sie auch hier wieder gekonnt wahren. Ich würde mich schwer daran tun, zwei Songs zu finden, die sich gleichen. Das spricht natürlich für die Schweizer und die Qualität des vorliegenden Albums. Zur gleichen Zeit ist die Sache aber auch irgendwie erschreckend. So präzise und variabel kennt man heutzutage nur wenige Bands. Dabei schleichen sich hin und wieder winzige Längen ein, im Gesamtbild macht "Lux Ferre" allerdings eine verdammt gute Figur.
Prädikat: Empfehlenswert!
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