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[Review] SERENITY - Death & Legacy

SERENITY - Death & Legacy

Stil: Symphonic Metal
Label: Napalm Records
Songanzahl: 16 Songs
Webseite: http://www.serenity-band.com/
Wertung: 14,5/15 
Reviewer: Sonata | 12.3.2011




 

Die österreichische Vorzeigeband Serenity meldet sich nach 3-jähriger Abstinenz mit einem neuen Werk zurück, welches auf den schönen Namen „Death & Legacy“ hört.
Diesmal widmen sich die Jungs den ganz großen Namen, die einen enormen historischen Wert besitzen. Das Ganze lässt sich also gut und gerne als Konzept bezeichnen. Ob dieses letztendlich gelungen ist, habe ich in ein paar Worten festgehalten.

In der Vergangenheit wurden Serenity immer wieder mit Kamelot verglichen, aber das lässt sich ja auch kaum vermeiden, wenn man den Versuch startet, sich als Newcomer Band zu etablieren. Newcomer sind Serenity wohl nicht mehr und ich bin auch der Meinung, dass sie mittlerweile ihren ganz eigenen Sound kreiert haben, der vor allem von der großartigen Atmosphäre lebt.
Eingeleitet wird „Death & Legacy“ von einem kurzweiligen Intro, welches wohl nur auf den eigentlichen Opener „New Horizons“ einstimmen soll. In jenem Song geht es um „Sir Francis Drake“, der sich aufmacht zu neuen Ufern, wie der Titel den meisten wohl schon verraten hat.
Dieser wird von einer epischen Orchestrierung eingeleitet und entpuppt sich fortan als stampfender Midtemposong. Im Vordergrund steht natürlich nachwievor Georg’s charismatische Stimme, die dem Ganzen einfach den Feinschliff verpasst.
Der Refrain ist wie zu erwarten war ein epischer Ohrwurm, obgleich er am Anfang noch relativ simpel wirken mag. Nach ein paar Durchläufen definitiv eine feste Größe auf diesem Werk. Hervorheben möchte ich den letzten Chorus, wo man das Tempo deutlich gedrosselt hat, um den Abschluss des Openers zu intensivieren. Das ist den Tirolern mehr als nur gelungen, da Gänsehaut nicht ausbleiben wird.
„The Chevalier“ stellt eines von drei Duetten dar und hier gesellt sich „Ailyn“ zu Georg, die den meisten durch die Gothic Metal Band „Sirenia“ bekannt sein dürfte.
Hier gefällt mir besonders der symphonische Beginn, der ziemlich emotional daher kommt. Höhepunkt ist trotzdem der Mittelpart, in dem „Ailyn“ ihr ganzes Können unter Beweis stellen kann, da sie diesen mit ihrer Stimme absolut zu veredeln weiß.
Grundsätzlich gefällt mir bei Death & Legacy vor allem die Tatsache, dass die Orchestrierung sehr echt wirkt und zu keinem Zeitpunkt übertrieben daher kommt.
„Changing fate“ ist ebenfalls ein Duett, wo „Amanda Somerville“ ihre Wahnsinnsstimme ins Spiel bringt. Es ist zugleich die einzige Ballade, die wir auf dem Album vorfinden. Lyrisch handelt der Song von „Elizabeth der I.“ Und die emotionale Nähe ist förmlich greifbar, da Georg und Amanda das Ganze sehr gut in Szene setzen.
Erwähnenswert ist aber vor allem der Rausschmeißer „My Legacy“. Der Song baut einen unglaublichen Druck auf, punktet mit einer ruhigen melancholisch angehauchten Bridge und geht dann schön in die Vollen, als der stampfende Refrain einsetzt. Dieser ist mal wieder eine absolute Glanztat und macht diesen Song sogleich auch zu dem besten, den die Jungs je veröffentlicht haben. Ich bin von der gewaltigen Atmosphäre, die „My Legacy“ aufbaut einfach überwältigt und bin auch beim 30. Durchlauf nicht mal im Ansatz davon genervt. Aber das gilt eigentlich für das gesamte Werk, denn das Konzept geht an allen Kanten und Ecken auf. Zu jeder Zeit wissen die Österreicher, wie sie die Geschichten der populären Personen musikalisch an den Mann bringen können. Man muss gar nicht mal so kleinlich auf die Lyrics achten, um den Themen des Albums folgen zu können. Auch die Spielzeit von 67 Minuten ist nicht als Schwachpunkt zu vermerken, da die Entdeckungsreise einem viel kürzer vorkommt und keine Sekunde überflüssig wirkt.

Fans der Band werden definitiv nicht enttäuscht sein, insofern sie dem Ganzen auch ein wenig Zeit geben, denn „Death & Legacy“ ist ein ganz schöner Brocken, den es zu entdecken gilt. Ist man dazu bereit, bekommt man eines der absoluten Highlights der letzten Jahre serviert und zugleich noch den bislang stärksten Output der Österreicher. Haben viele eine Steigerung nach dem Vorgängeralbum „Fallen Sanctuary“ für unmöglich befunden, sollten sie nun eines besseren belehrt werden. Das Warten hat sich definitiv gelohnt!

 

 


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