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[Review] STAR ONE - Victims of the Modern Age

STAR ONE - Victims of the Modern Age

Stil: Progressive Metal
Label: InsideOut
Songanzahl: 9 Songs
Webseite: www.arjenlucassen.com/starone
Wertung: 14/15
Reviewer: Sonata | 17.10.2010




Ganze 8 Jahre hat es gedauert, bis Mastermind Arjen Lucassen uns ein neues Star One Album um die Ohren hauen konnte. Allerdings muss man natürlich auch dazu sagen, dass der gute Alleskönner in den 8 Jahren EINIGE andere Projekte unter seine Fittiche genommen hat. Da wären Guilt Machine zu nennen oder auch Stream of Passion sowie sein Hauptprojekt Ayreon. Also still hält dieser Mann seine Hände nur sehr selten…

„Victims of the Modern Age“ schimpft sich das neue Werk, welches erneut als Konzeptalbum zu betrachten ist. Allerdings zieht sich kein roter Faden durchs Album, sondern jeder Song erzählt quasi eine Geschichte für sich. Arjen Lucassen hat sich hier erneut von einigen postapokalyptischen Filmen beeinflussen lassen, sodass alle Sci-Fi Freunde natürlich nicht zu kurz kommen und das macht dieses Projekt, ähnlich wie Ayreon auch einfach aus.
Schon das Intro ist wieder eine Kunst für sich und zieht den Hörer sofort in seinen Bann. Wunderbare Atmosphäre, tolle Keyboardklänge, die erahnen lassen, was mit dem Opener auf einen zukommt.
Dieser stellt gleich mal unter Beweis, was für eine fette Produktion Mr. Lucassen hier wieder auf die Beine gestellt hat. Wahnsinnig düstere Gitarren, die ich in solch einer harten Form bei all seinen Projekten wirklich noch nicht gehört habe. Sehr stampfend, ohne dass das melodiöse dabei verloren geht. Im Vordergrund steht allerdings mal wieder das Keyboard, wobei es die Gitarrenarbeit zu keiner Zeit störend zu übertönen versucht. Es schafft eher wieder eine einmalige Atmosphäre, die ich lediglich bei den Projekten des Allrounders zu hören bekomme.
Das einzige, was sich übrigens wie ein roter Faden durchs Album zieht, ist die über alles erhabene Gesangsleistung der 4 Protagonisten. Vor allem Sir Russel Allen möchte ich hier ganz stark hervorheben. Was dieser gute Mann schon im Opener raushaut, sucht seines gleichen…Eine gewaltige Stimme, die er bei solch einer Musik so stark zum Ausdruck bringen kann, dass es einem die Gänsehaut auftreibt. Der Refrain ist zweifellos ein reiner Ohrgasmus, der auf einen niederströmt. Ich muss nämlich allen Ernstes zugeben, dass mich das Debüt seinerzeit nicht wirklich packen konnte. Der Opener war relativ stark und der Rest erschien mir ehrlich gesagt fast schon belanglos für Arjen Lucassen Verhältnisse. Naja, ziemlich egal, wenn ich auf „Victims of the Modern Age“ blicke.
Besonders hervorheben möchte ich auch das Zusammenspiel der Sänger, welches vor allem am Ende von „Digital Rain“ sehr deutlich wird. Hier herrscht eine Harmonie, als würden die Herrschaften schon zig Jahre miteinander performen.
Hin und wieder werden auch ein paar gekonnte Growls von Dan Swanö eingesetzt, die vor allem bei dem gigantischen Keyboard Solo in „Human see, Human do“ zum Vorschein kommen.
Prinzipiell fährt man auf dem Album über die gesamte Spielzeit hinaus dieselbe Schiene. Allerdings geschieht das mit solch einer musikalischen Finesse, dass so oder so keine Langeweile aufkommt. Durch das gelungene Zusammenspiel der Sänger wirkt die Platte auch ziemlich homogen und ausgereift. Kein Part wirkt überflüssig oder falsch platziert. Ein bisschen absetzen tun sich höchstens das stampfende „24 hours“ und der Longtrack „It all ends here“. Hier wird in Sachen Tempo ein Abstrich gemacht, was dem Gesamtpaket allerdings absolut zugutekommt, zumal jene Songs auch einfach genau richtig platziert worden sind.
Besonders Damian Wilson und Russel Allen scheinen perfekt miteinander zu harmonieren, was einfach in so gut wie jedem Song deutlich wird. Zumeist teilen sich die Beiden Strophe oder Chorus, was eben auch eine tolle Ergänzung darstellt. Damian Wilson hat eher eine sehr sanfte und ruhige Stimme, wohingegen Russel Allen wie ein Brett daher kommt und alles in Grund und Boden singt. Allerdings kommt der weibliche Part mit Floor Jansen natürlich auch nicht zu kurz. Wann immer sie zum Einsatz kommt, ist es ein Gewinn für dieses Album. Besonders der markante Refrain bei „Human see, Human do“ geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf, wo die gute Frau einfach ihr ganzes Können aufblitzen lässt.
Auch die Instrumentalisten sind in den Gefilden von Arjen Lucassen keine unbekannten Gesichter mehr. So zeichnete sich erneut Ed Warby an den Drums aus, während für die Keyboardsoli wieder Joost van den Broek gewonnen werden konnte.

Alles in allem ist das Debütalbum in meinen Augen schon fast eine Beleidigung für seine Fortsetzung und so kann ich „Victims of the Modern Age“ auch bedenkenlos allen Ayreon Anhängern empfehlen, da sich das Ganze ähnlich präsentiert, wenn auch heavier.
Man bleibt seiner Linie insgesamt zwar treu, lässt aber innerhalb der Songs immer wieder geniale Instrumentalpassagen aufblitzen und über den Gesang habe ich wohl schon genug Worte verloren.
Arjen Lucassen weiß einfach, wie man was gekonnt einzusetzen hat und so präsentiert er uns mit „Victims oft he Modern Age“ einen absoluten Kracher, der allen Progfans, die es auch mal ein bisschen härter und abgedrehter mögen definitiv in die Hände fallen sollte. Die Höchstpunktzahl vergebe ich nur aus dem Grund nicht, weil ich dem Ganzen noch Luft nach oben schenke. Ansonsten natürlich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Kenneth, 23.03.2012 13:05:15:
Mich wundert, dass diese Frau Tauzher nicht auch ffcr die d6sterreich cierhsbt, denn da ist ja mindestens alle zwei Tage etwas fcber Hundebisse und deren Folgen zu lesen.

Kommentar von Daniel, 04.11.2010 22:12:30:
Sau starkes Album!



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