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[Review] STORMWARRIOR - Heathen Warrior

STORMWARRIOR - Heathen Warrior

Stil: True Power Speed Metal
Label: Massacre Records
Songanzahl: 11 Songs
Webseite:

http://stormwarrior.de/main.htm

Wertung: 14/15 
Reviewer: Steelbound | 14.5.2011




 

Da haben uns Stormwarrior und ihr Label Massacre Records ja lange warten lassen! Nach gefühlten hundert Verschiebungen des Release-Termins (der erste war für den 17.12.2010 angesetzt), findet das Album am 27.5.2011 endlich den Weg in die Plattenläden der Republik.

Die Spannung stieg bei den Fans ins Unermessliche, und die große Frage ist: Können Stormwarrior den derart durch die Wartezeit gestiegenen Erwartungen standhalten?

Ihr Schelme habt ja doch schon auf die Wertung geschielt, also heraus damit: JA, sie können!


Stormwarrior-Typisch eröffnet ein Intro die neue CD „Heathen Warrior“. Nannte sich dieses auf früheren Alben noch „...and [irgendwas nach Wikingern klingendes einfügen]...“, beschreiten die Vorzeige-Deutschen neue Wege: Das Ganze auf Norwegisch, wenn mich Google Translate nicht täuscht! „...Og Hammeren Haeves Til Slag...“ heißt das Intro, und hat wohl irgendwas mit Hämmern und dem herabschlagen der selbigen zu tun, und schlägt (höhö) in die selbe Kerbe wie frühere Intros: Ein bisschen Wind, ein bisschen Sturm, eine kurze Gitarrenmelodie, die auf die folgenden 48 Minuten einstimmt.


Mit „Heathen Warrior“ geht’s ideal los: Eine unverfälschte Hymne auf den „Heathen Warrior“, bodenständige Rhythmen und Lyrics, während die Band wie immer an ihren Instrumenten brilliert. Kompromisslos schalten Stormwarrior in hoher Geschwindigkeit von Strophe auf Refrain um und fegen somit schon mit dem Opener alles weg. Sänger Lars Ramcke beweist, dass er es nach wie vor draufhat, auch wenn sein Gesang auf „Heading Northe“, 2008, etwas kraftvoller klang, während er heute stellenweise etwas schwachbrüstig rüberkommt. Das könnte aber auch an der Produktion liegen, die ebenfalls nicht ganz so druckvoll ausgefallen ist wie „Heading Northe“, was aber am Gesamtbild nicht kratzt. Nach wie vor spielen Stormwarrior ihren erdigen Melodic Speed Metal, der mit der neuen Produktion sogar noch etwas „undergroundiger“ erscheint als das glattgebügelte „Heading Northe“.


Fegt „Heathen Warrior“ alles weg, stampft der folgende Track „The Ride Of Asgård“ auch sämtliche Überreste ein: Mit mächtigen Drums und einem herrschenden Lars Ramcke zählt der Song zu den Höhepunkten der Scheibe, besonders in der Strophe und der Bridge entfaltet der Song seine Epik.


Auch „Heirs to the Fight“ und „Bloode to Bloode“ legen nochmal in Sachen Tempo einen drauf, bis mit „Fyre & Ice“ ein etwas rockigerer Song an die Reihe kommt. Mit einem treibenden Riff unterlegt, präsentiert sich Basser Yenz in der Strophe an den Vocals – auch seine Stimme passt gut zur Musik, ist etwas tiefer als Lars' Vocals und bildet somit den perfekten Gegenpart, was das Stück zu einem der besten auf dem Album macht. Ich würde sogar so weit gehen, Yenz von der Stimme her mit Rolf von Running Wild zu vergleichen.


Mit „The Returne“ folgt mein Lieblingssong des Albums: Episch, schnell, eingängig – hier verbinden Stormwarrior alles, was sie ausmacht. Eine solche Atmosphäre wurde zuletzt auf dem 2008er Song „The Revenge of Asa Lande“ geschaffen. Auch 2011 machen Stormwarrior alles richtig, das geniale Ende geht mir immer noch nicht aus dem Kopf, als Lars hingebungsvoll „We Will Return“ skandiert und dabei noch, wie gerne in den Texten der Band, ein „e“ hinten anhängt.


Auch an den folgenden Tracks ist absolut nichts auszusetzen. „Wolven Nights“, „Ravenhearte“, „The Valkyries Call“ und die obligatorische Hymne auf den Metal, „And Northern Steele Remaineth“, bringen jeden Fan der harten Klänge zum Mitsingen und/oder rhythmischen Kopfschütteln. Besonders „The Valkyries Call“ begeistert mit seinen langsamen, aber heftig stampfenden Drums und den dazu passenden Melodien.


Viel mehr kann man nicht sagen – Stormwarrior machen wie immer alles richtig, erschaffen ein homogenes Album, bei dem jeder Song ein Höhepunkt ist und jeder in irgendeiner Form begeistert. Bassist Yenz Leonhardt überzeugt zudem mit seinem guten Gesang auf „Fyre & Ice“ und „The Returne“ und stellt somit das i-Tüpfelchen dar. „Heathen Warrior“ ist vielleicht nicht ganz so stark wie das geniale „Heading Northe“, steht ihm aber in so gut wie nichts nach.

Auf Stormwarrior ist Verlass!

 

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