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[Review] TÝR - The Lay of Thrym

TÝR - The Lay of Thrym

Stil: Pagan Metal
Label: Napalm Records
Songanzahl: 10 Songs
Webseite:

http://www.facebook.com/tyrband

Wertung: Diverse
Reviewer: Diverse | 22.5.2011





Bei Heri Joensen, Mastermind von TÝR, mangelt es offenbar nicht an Kreativität: 2009 „By the Light of the Northern Star“ mit seiner Band, 2010 das Projekt HELJAREYGA und bereits 2011 ist er wieder mit TÝR und einem neuen Album am Start.

Das nennt sich „The Lay of Thrym“, und dreht sich, wie könnte es anders sein, typisch für die Band um nordische Sagen. Bereits der Opener „Flames of the Free“ schließt nahtlos an das Vorgänger-Album an, was auch zugleich die Richtung fürs komplette Werk vorgibt: Technisch anspruchsvollen, aber dennoch sehr ohrwurmtauglichen Pagan Metal mit cleanen Vocals.

Diese stammen natürlich ebenso von Heri, welcher seine Sache – wie immer – grandios meistert. Wie ich kürzlich mit einem Freund feststellte: Der Mann klingt, als sei er noch zwanzig. So eine kraftvolle und doch zugleich wohlklingende Stimme haben nur die Wenigsten, aber Heri ist an der Spitze ebenjener.


Regierte auf früheren Alben der Band noch die Progressivität, ist sie heute zugunsten einfacherer Strukturen fast annähernd über Bord geworden worden und drückt sich vielmehr durch hintergründige Spielereien und teils interessante Melodien aus, als, wie früher, durch allgemein sehr kompliziert strukturierte Songs. Das kommt der Band aber nur zugute, da sie damit gleich beim ersten Hördurchlauf begeistern, aber auch nach 10 Durchläufen nicht langweilen, da es immer neues zu entdecken gilt und gibt.


Wo wir schon von der angenehmen Stimme Heris sprachen, diese kommt besonders im balladesken Song „Evening Star“ zum Vorschein. Eine solch emotionale Ballade hat man schon lange nicht mehr gehört, TÝR verstehen es, sich auch abseits der harten Stücke gut zu präsentieren. Doch natürlich überzeugen auch die anderen Stücke, vom hymnischen „Take your Tyrant“ bis zum epischen „The Lay of Thrym“.


Am neuen Werk gibt es nichts auszusetzen, bis auf die Tatsache, dass die Songs teils zu gleichförmig klingen, das ist aber kein großes Manko, da TÝR nach wie vor Wert auf Abwechslung legen, dies aber aufgrund der vereinfachten Strukturen nicht mehr ganz so einfach ist.

Ein tolles Album ohne Aussetzer, aber auch ohne richtige Höhepunkte.


Steelbound - 13/15  

 



 


Die Band Týr veröffentlicht am 27. Mai ihr sechstes Studioalbum, das auf den Namen "The Lay of Thrym" hört. Die vier Färöer waren schon immer für epische Schlachtgesänge, mehrstimmige Chöre und klaren melodiösen Gesang bekannt. Um soviel vorwegzunehmen: Týr bleiben ihrer Linie treu und knüpfen an das vorangegangene Album an.

 

Eröffnet wird das neue Werk nicht etwa mit einem langweiligen Intro sondern gleich mit einem typischen Týr-Song. "Flames Of The Free" wäre ein perfekter Song um in eine Schlacht zu marschieren. Kraftvolle klar definierte Riffs unterbrochen durch melodiöses Shred-Zwischenspiel der Gitarre. Der Song findet sofort Anschluss an das letzte Album "By The Light Of The Northern Star".

 

Weiter geht es mit zwei weiteren Hymnen, " Shadow Of The Swastika" und "Take your Tyrant".

Bestimmend ist auch hier der klare und abwechslungsreiche Gesang von Henri Joensen neben schnellen und harten Riffs. Außerdem sind auch hier, wie in fast jedem Týr Song schnelle Soli zu finden. "Take your Tyrant" hat eine sehr einfache Songstruktur und einen sich oft wiederholenden Chorus, was ihm zwar ein gewisses Maß an Ohrwurmqualitäten zuspricht, jedoch kann man sich an dem Song auch leicht "satthören".

"Evening Star" ist eines der wenigen langsameren Lieder, wobei diese in der Mitte oder gegen Ende meist deutlich an Tempo zulegen.

"Hall of Freedom" und "Fields of the Fallen" lassen sich wieder zusammenfassen als Schlachtenlieder mit epischem Ausmaße und oft auftretenden mehrstimmigen Chören.

Der schnelle Refrain von "Hall of Freedom" bleibt selbst nach einmaligen Hören als Ohrwurm bestehen.


Das siebte Lied "Konning Hans" hat ein langsames Intro, begleitet mit gezupfter Gitarre. Später kommt emotionaler Gesang hinzu und macht den Song zu einer kraftvollen Metal-Ballade.


Der achte Song "Ellindur Bóndi Á Jadri" ist ein ebenso kraftvoller Song wie viele vorangegangene, nur eben nicht auf Englisch sondern auf Färöisch.


"Nine Words of Lore" ist nach dem Ausflug auf Färöisch wieder in Englischer Sprache. Nichts neues, nichts herausragenden, kommt einem vor wie alles bereits gehört.


Der Titeltrack des Albums "The Lay Of Thrym" beginnt in verträumter Atmossphäre die später wie gewohnt von schnellen Riffs und singenden Gitarrenmelodien abgelöst wird. Als "Krönung" des Albums hat man hier wie es scheint eine geballte Ladung von allem was Týr ausmachen eingebracht, was alles vorangegangene nochmals toppt, aber vielleicht auch schon totgehört wurde.


Fazit: Týr haben mit ihrem sechsten Studioalbum "The Lay of Thrym" mühelos an den Vorgänger angeknüpft. Kraftvoller, oft mehrstimmiger klarer Gesang, dominante Riffs, melodiöse Gitarren und in fast jedem Song ein ordentliches Shred-Solo. Das sind ihre Markenzeichen, die bei vielen Zuspruch ernten wie auch bei mir, doch bin ich der Meinung, dass eine wirkliche Entwicklung nicht zu hören ist, was der Musik guttun würde, denn manche Lieder kann man wirklich sehr schnell tothören.

Silence - 12/15

 

 

 

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