[Review] TAROT - Spell of Iron MMXI
TAROT - Spell of Iron MMXI
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25 Jahre sind vergangen, seit die Finnen von Tarot ihr Debütalbum „The Spell of Iron“ auf den Markt geworfen haben und um ihr 25-jähriges Bestehen angemessen zu feiern, wurde diese Perle doch glatt mal komplett neu eingespielt und mit dem moderneren Sound der Band aufgewertet.
Der Sound ist wie schon auf den letzten Werken wieder ENORM stark und druckvoll, da können sich einige genre-interne Bands was von abschneiden. Größen wie Avantasia oder Blind Guardian haben es mit ihren letzten Werken nicht wirklich auf die Reihe bekommen, so eine deftige Produktion auf den Tisch zu legen.
Man könnte schon fast behaupten, dass „Spell of Iron MMXI“ eine komplett neue Platte ist, weil das neue Soundgewand mit dem alten kaum noch zu vergleichen ist.
Klar, man erkennt schon, um welche Songs es sich handelt, aber im Großen und Ganzen ist der Sound doch um einiges düsterer und atmosphärischer.
Dazu kommt, dass Tommi Salmela auf dem Debüt seinerzeit noch gar nicht in der Band war und aufgrund dessen natürlich auch keine Vocals beisteuern konnte.
Richtig stark finde ich die beiden Herren an den Vocals bei dem Stück „Back in the fire“, wo die Power hinter dem Song förmlich greifbar ist. Das Ganze ballert enorm druckvoll aus den Boxen und weiß den Hörer mit sofortiger Wirkung in seinen Bann zu ziehen. Die Strophen bewegen sich noch relativ schnell voran, wohingegen der Refrain das Ganze etwas ausbremst, was aber das Gesamtbild in diesem Song gut abrundet. Besonders das kleine Gesangsduell im Mittelpart gefällt mir sehr gut. Marco und Tommi harmonieren sehr gut miteinander, was sie auch schon auf „Gravitiy of Light“ unter Beweis gestellt haben. Tommi ist an den Vocals eine klare Verstärkung.
Das Instrumental „De Mortui Nil Nisi Bene“ hat ein komplett neues Gewand bekommen im Vergleich zum Original. Der Song wurde seinerzeit noch von der E-Gitarre dominiert und diesen Part übernehmen im Remake die Akustikgitarren und trompetenartige Keyboardklänge. Das Ganze wirkt deutlich orientalischer als es beim Original der Fall war und weiß trotz der relativ seltsamen Klänge zu überzeugen.
Auch die Neuauflage des Klassikers „Wings of Darkness“ ist einfach klasse geworden. Knackige Riffs gepaart mit diesen beiden Ausnahmesängern und dem härteren Sound von Tarot anno 2011 machen das Remake zu einem deutlich besseren Hit als seine Vorlage.
Alles in allem kann man auf das Original von 1986 ganz beruhigt verzichten und sich lieber dem Remake annehmen, welches von vorn bis hinten beste Unterhaltung bietet und Soundtechnisch in die gleiche Richtung wie „Gravity of Light“ geht.
Der neue Touch bringt was frisches mit sich und interepretiert die Songs teilweise komplett neu, was das Gesamtwerk wie oben bereits angedeutet schon fast wie ein neuartiges Album wirken lässt. Fans vom Original werden nicht drumherum kommen, anzuerkennen, dass das Remake einfach um Klassen besser ist und Fans der Werke ab 2003 werden so oder so alles andere als enttäuscht sein.
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