[Review] TASTERS - Reckless 'Till The End
TASTERS - Reckless 'Till The End
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Nuclear Blast rekrutierte zuletzt nicht nur die bereits in der Szene etablierte Band We Came As Romans, sondern auch die Italiener Tasters (ehem. Taster’s Choice). Insbesondere über Youtube wurde im Vorfeld geklagt, Nuclear Blast sei nicht mehr Metal, der Sänger der Tasters sähe aus wie Captain Jack Sparrow in Emo-Verkleidung. Befassen wir uns also mal mit der Musik, die die Italiener mit ihrem neuen Label abwerfen.
Nuclear Blast spricht von einem „dreckigen Gangbang aus Bring Me The Horizon, Asking Alexandria und We Came As Romans”. Klar, mit solch “wichtigen” Bands aus dem Genre zu werben, zieht dementsprechend auch die passende Kundschaft an.
Letztlich spielen Tasters aber eine Mischung aus deftigem Metalcore und Modern Metal. Der Opening Track „Katherine’s Got A Secret“ lässt die Frage erstmal noch offen, in welche Richtung die Tasters mit der neuen Platte gehen, einzig markant sind die laut produzierten, druckvollen Riffs, die man auf der Platte noch ein paar Mal zu hören bekommen wird. Insgesamt ein schöner Midtempo-Track – aber irgendwie zündet das ganze nicht so richtig, erst nach ein paar Durchläufen fängt man an, sich an den Song zu gewöhnen.
Anders bei der Single-Auskopplung „Please Destroy This World“, die man, neben „Sleeping With Spirits“, zu den Highlights des Albums zählen kann. Auf Anhieb überzeugt der rasante Mix aus Hardcore-Beats und Synthies, die kontrastreichen Vocals zwischen Screams und sehr emotionalem Klargesang geht direkt ins Blut – und überzeugt von der ersten Sekunde an.
Womit wir beim Gesang wären – denn der unterscheidet sich im klaren Bereich enorm von den meisten Genre-Kollegen und kommt erwachsener und reifer daher als meist üblich – so kann man den Klargesang eher mit Bands wie Soilwork oder Mercenary vergleichen.
So wirkt die Platte häufig sehr authentisch, gerade beim Melodic Hardcore-lastigen „Shadows“ kochen die Emotionen. Die refraintechnische Finesse finden Tasters bei „Sleeping With Spirits“, der Song spielt viel mit Electro-Beats und Synthies, ist dabei aber schnell und mündet in einen grandiosen Refrain, der Gänsehaut bereitet.
Insgesamt ist „Reckless Til The End“ ein gelungenes Label-Debut, das authentisch genug ist um einen Großteil der Presse und hoffentlich auch einen Großteil der Metal und Hardcore Welt zu überzeugen. Durch Produktion und Vocals wirkt die Platte sehr eigentsändig und baut eine gewisse melancholische Atmosphäre auf, die sich durch die ganze Platte zieht, auch wenn die Songs teilweise durchaus unterschiedlich klingen.
Achja, zum Artwork… wer die Lyrics der Platte versteht, der versteht auch dieses nicht unbedingt schöne Bildchen, was den Tasters als Artwork dient… Tja, Frauen regieren nun einmal die Welt…
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