[Review] THAUROROD - Upon Haunted Battlefields
THAUROROD - Upon Haunted Battlefields
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THAUROROD werden jetzt schon als die nächste große Power Metal-Band gehandelt – obwohl die 6 Finnen grade einmal ihr Debüt-Album veröffentlicht haben! Dieses wird den Titel „Upon Haunted Battlefields“ tragen und am 24.9. via Napalm Records erscheinen.
Die Band wird sich aber nicht auf den (Vorschuss-)Lorbeeren ausruhen können, im Gegenteil: Ebenso im September geht es auf große Europa-Tour mit den Power Metal-Helden SABATON.
Und dass das ein Erlebnis wird, dürfte unbestritten sein, bzw. werden. Zumindest aus dem Presse-Bereich gab es für THAUROROD bisher nur gute bis sehr gute Kritiken, und daran dürfte auch nun ihr erstes offizielles Album nichts ändern.
Wie gewohnt von der ehemaligen IRON MAIDEN-Coverband konzentriert sich das neue Album auf eine gelungene Verschmelzung von Power und Pagan Metal-Elementen. Da fallen dem geneigten Hörer gleich Genre-Kollegen wie SONATA ARCTICA, die deutlich Einfluss auf das atmosphärische Keyboard haben, STRATOVARIUS, die besonders in den melodischen Lead-Gitarren und dem cleanen Gesang von Frontmann Markku hervorstechen, sowie ENSIFERUM ein, welche genauso wie THAUROROD ein episches und heroisches Ambiente erzeugen können.
Typisch für den Sound der Band ist gleich der Opener „Warrior's Heart“, der die eben genannten Elemente verbindet und besonders zu Beginn mehr nach Pagan Metal denn nach Power Metal klingt.
Zum Glück gelingen THAUROROD diese Mischung perfekt – es gibt genügend Negativ-Beispiele für Versuche von Genre-Mixen, die gründlich fehlgeschlagen sind.
So jedoch können die Finnen ganz klar ihren eigenen Sound erschaffen, der sie nur allzu deutlich von anderen Bands abgrenzt.
Man merkt, dass die Musiker seit ihrer Bandgründung 2002 dazugelernt haben: Die Songs sind mehr als nur stumpfes True Metal-Geklöppel ohne jeglichen Tiefgang, sondern komplex, aber zugleich zugänglich, wie es nicht viele Bands schaffen. Daraus ergibt sich eine für das Ohr sehr gefällige Mischung, die jedem Fan des Genres gefallen sollte und sicher auch darüber hinaus.
Solche Songs wie der eben erwähnte Opener „Warrior's Heart“, der eine Schlachthymne sondergleichen ist, oder der extrem eingängige Melodic Metaller „Shadows and Rain“ können auf Anhieb überzeugen. Mit solchen klasse Stücken sticht die Band aus der Welle der Power- und Pagan-Metal-Bands heraus und wird dem Ruf des neuen Sterns am finnischen Power Metal-Himmel vielleicht noch nicht ganz gerecht – was aber auch verdammt schwer ist - , kann aber eines der besten Debüt-Alben der letzten Zeit abliefern.
THAUROROD veröffentlichen mit „Upon Haunted Battlefields“ ein klasse Album typisch finnischer Prägung, welches bei näherem Hinhören aber mehr ist als „nur“ ein weiterer STRATOVARIUS- oder SONATA ARCTICA-Klon. Geschickt werden hier diverse Genres miteinander verknüpft, woraus tolle Ohrwürmer und zum Headbangen, aber auch zum Träumen anregende Stücke entstehen. Die Songs bestechen mit ihren hymnischen Melodie-Bögen und den unterlegten, nicht aufdringlichen, atmosphärischen Keyboard-Klangteppichen.
Sänger Markku ist wie geschaffen für die Musik von THAUROROD – eine klare Stimme, die aber nicht in Kotipelto-Höhen abschweift sondern angenehm bodenfest in mittleren Lagen agiert und dadurch mehr an Sänger wie Jorn Lande oder auch Joakim Brodén erinnert.
Kurzum: Ein großartiges Debüt-Album ohne Ausfälle!
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