[Review] THE DEVIL WEARS PRADA - Dead Throne
THE DEVIL WEARS PRADA - Dead Throne
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Trommel-artiges Drumming, verzerrte Gitarrenriffs, eine immer lauter werdende, düstere Melodie – und dann eine Explosion von Brachialität, dazu höllische Growls und teuflische Screams – und nein, wir sind hier nicht bei Behemoth oder ähnlichem, nein, wir sind mitten im Opening Track der neuen Scheibe der christlichen Metalcore Band The Devil Wears Prada. Von dieser Explosion an Härte und Dunkelheit mitgerissen, schleppt uns im Sauseschritt durch den Titeltrack, der nach gut 3 Minuten in einem Scream-Chor endet und uns ohne Verschnaufpause direkt in den zweiten Song „Untidaled“ schickt, der direkt in die gleiche Sparte schlägt.
Aber mal halblang, es wird Zeit, etwas Licht ins Dunkle zu bringen. So tun es The Devil Wears Prada nämlich auch in ihren Lyrics, sind sie doch christlich beeinflusst.
Es scheint, als hätten die Jungs aus den Staaten mit Roadrunner Records im Rücken ihren Grips angestrengt und eine astreine Mischung aus der letzten Platte „With Roots Above And Branches Below“ und der weltweit hochgelobten „Zombie EP“ geschaffen. Bretthart und düster, durch die oftmals, auch in Form von Refrains, auftauchenden Clean-Parts, irgendwie trotzdem noch emotional, und insgesamt einfach ein reiner Hörgenuss.
Die Referenzen heissen anno 2011 As I Lay Dying und Co, kaum einer mag mehr auf die Idee kommen The Devil Wears Prada noch als Post-Hardcore taggen zu wollen. Denn auf „Dead Throne“ gibt es astreinen Metalcore, und das mit einem gewaltigen Schub Death Metal und auch Symphonic Metal, denn oftmals werden die Synthesizer dazu benutzt, eine fast Dimmu Borgir ähnliche Atmosphäre zu erzeugen (ganz besonders im Titeltrack). Die Tracks besitzen auch keinen kitschigen Ansatz, selbst Songs, die mit komplett klar-gesungenen, eingängigen Refrains punkten wollen (v.a. „Vengeance“, „Born To Lose“, „Constance“, „Holdfast“) haben immernoch genug Eier, um auch von „richtige Metallern“ (jaja, ich benutze diese leicht überhebliche Aussage jetzt einfach mal) mit Ehre gehört werden zu können. Und es kann auch gut passieren, dass sich diese Refrains mal tagelang im Kopf festsetzen, ganz besonders beim heroisch-hymnischen „Constance“.
Sowas brauchen Tracks wie „R.I.T“ oder „Pretenders“ allerdings nicht. Hier gibt’s einfach auf die Fresse.
Besonderheiten bilden zudem die „Kansas“, ein atmosphärisches Instrumental, und der traurig-jammernde „Chicago“, der sich musikalisch irgendwo zwischen Post-Rock und Hardcore der Marke Defeater einordnet.
Die Produktion und die Spielart mancher Songs tun ihr übriges. Wie soll die Kooperation aus Adam Dutkiewicz und Joey Sturgis auch bitte nicht gelingen? Klar, aber nicht klinisch kommt die Produktion daher, die Riffs sind laut und kraftvoll, kratzen sich aber auch gerne mal in richtiger Metal-Manier durch die Songs. Zudem erinnert die Rhythmik mancher Songs beinahe an Thrash Metal, so z.b. bei „Untidaled“ und „Forever Decay“.
Ansonsten gibt es natürlich die Metalcore-Trademarks in Form von kraftvoll-schmetternden Breakdowns, denen, zwecks Atmosphäre, auch gerne mal eine klirrende Keyboard-Melodie unterlegt wird (siehe „R.I.T“).
Was bleibt noch zu sagen? Eigentlich nicht viel, es genügt, The Devil Wears Prada zu einer absolut sauberen Leistung zu gratulieren. Der Fokus auf Härte, allerdings mit Berücksichtigung guter Melodien, ist in diesem Fall nämlich der absolut richtige Weg für die Jungs. Weiter so!
Anspieltips: Born To Lose, Constance
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