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[Review] WE CAME AS ROMANS - Understanding What We've Grown To Be

WE CAME AS ROMANS - Understanding What We've Grown To Be

Stil: Post-Hardcore
Label: Nuclear Blast Records
Songanzahl: 12 Songs
Webseite:

http://www.wecameasromans.com/

Wertung: 12,5/15
Reviewer: Alive | 12.9.2011
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Das polarisierendste Genre in der Metal- und Hardcore-Welt bekommt stetig neuen Zuwachs, während Bands, die gerade mal ihr zweites Album herausbringen, fast wie alte Hasen wirken. 

So zum Beispiel We Came As Romans, die vor allem durch ihre vergangene Europa-Headliner-Tour und durch ihre Teilnahme an der Never Say Die! Tour zuletzt für Aufmerksamkeit sorgten. 

Und davon gleich so viel, dass die neue Platte „Understanding What We’ve Grown To Be“ unter keinem geringerem Label als Nuclear Blast veröffentlicht wird.


Die neue Platte musikalisch zu beschreiben fällt an sich nicht schwer, denn die meisten Songs folgen dem gleichen Schema. Wildes Stakkato Riffing, massiver Einsatz eher ruhiger und orchestral-gesinnter Synthesizer (dementsprechend nicht unbedingt so, wie man es bei Electrocore Bands wie etwa Enter Shikari hat), heftige Growls im Einklang mit emotionalem Klargesang. Die Produktion ist, wie immer bei Joey Sturgis, absolute Klasse, druckvoll und laut, so wie es sich im Post-Hardcore Genre gehört.


Klingt nach 08/15, ist es aber nicht. Was We Came As Romans schon auf „To Plant A Seed“ ausmachte war die Atmosphäre, die auch auf der neuen Scheibe wieder einen großteil der Höreindrücke ausmacht. Ganz besonders bei „War Inside“, der durch seine Melancholie besticht, wird das deutlich. Wer rein brutalen Core sucht, wird hier nicht unbedingt fündig, auch wenn beispielsweise der Opener „Mis//Understanding“ schonmal ordentlich auf die Tube drückt und in den Strophen wirklich bretthart ist. Wo wir schon beim Opener sind – starke Refrains zu schreiben scheint für We Came As Romans kein Problem zu sein, Songs wie „Just Keep Breathing“ oder „I Can’t Make Decisions For You“ sind eingängig und hymnisch, aber niemals kitschig. So auch der Opener, der die Platte eigentlich recht gut wiederspiegelt. Mit „The Way That We Have Been“ und „War Inside“ gibt es aber auch Songs, die sich völlig der Melodie hingeben und die Härte fast völlig zurückschrauben. Ersterer erinnert durch seine Orchestrierung manchmal  beinahe an Sonata Arctica’s letzte Platte „The Days Of Grays“. Generell erinnert die häufig aufbrausende Melancholie in der Atmosphäre der Platte manchmal an eben dieses Album.


Alles in allem ist „Understanding What We’ve Grown To Be“ eine Platte für alle, denen Asking Alexandria zu „scenig“ und The Devil Wears Prada zu brachial ist. Man fokussiert ganz klar Emotion und Melodie, hat aber auch genügend Zeit, mal auszurasten. Gelungen ist die Platte allemal, auch wenn eine Spielzeit von 48 Minuten in diesem Genre fast etwas zu lang erscheint und man sich bei manchen Songs gerne schon mal fragt, ob man die eine oder andere Melodie nicht schon einmal auf der selben Platte gehört hat. Wer also eine emotionale Post-Hardcore Platte mit viel orchestral-Synth und einer lyrisch gesehen positiven Aussage sucht, der wird hier sicher fündig. 


“Tonight, when I look into the sky, I know, this is why I am alive“. Mit dieser Aussage schickt uns der Rausschmeisser zurück in die reale Welt, die man während des Genusses der Platte gerne mal verlässt. Alles richtig gemacht, We Came As Romans.
 

 


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