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[Review] WE SET THE SUN - Christmas Has Been Yesterday

WE SET THE SUN - Christmas Has Been Yesterday

Stil: Metalcore
Label: Redfield Records
Songanzahl: 12 (14) Songs
Webseite:

www.myspace.com/wesetthesun

Wertung: 12/15 
Reviewer: Alive | 21.5.2011




We Set The Sun, diesen Namen liest man momentan häufig, denn die Jungs aus Wesel versuchen immer häufiger im Vorprogramm bekannter Bands oder auch auf kleineren Festivals sich einen Namen zu machen. Jetzt hat die Band über ihr Label Redfield Records ihr Debut Album „Christmas Has Been Yesterday“ auf den Markt gebracht. Doch was taugt die Platte?


Letztlich spielen We Set The Sun eine ziemlich simple Mischung aus Deathcore, Post-Hardcore und Pop mit einer kleinen Briese elektronischer Musik. Wer da jetzt sofort an Bands wie Asking Alexandria denkt, liegt mit seiner Einschätzung gar nicht so falsch, denn genau in diese Richtung führt uns bereits der Opener „Cody“. Deathcore-Riffs und dissonante Gitarrenklänge treten uns entgegen während sich brutale Growls, jammernde Screams und Klargesang die Klinke in die Hand geben. Und schwups, sind wir beim komplett klaren, poppigen Refrain angelangt, dem Elektro-Passagen unterlegt sind. Was folgt nach ein paar Minuten? Na klar, ein ellenlanger, „brutaler“ Breakdown.


Die meisten Songs auf der Platte folgen genau diesem Schema. Ein Grund, das Album als unoriginell, geklaut, langweilig abzustempeln? Keinesfalls, denn die simple Grundidee des Albums ist (meistens) verdammt gut umgesetzt. Beim Video-Song „Buried At Sea“ oder beim Titeltrack zum Beispiel zeigt sich, wie gut die Mischung aus Brutalo-Core und emotionalen Clean-Refrains bei We Set The Sun funktioniert. Die Refrains erinnern im übrigen häufig auch gerne mal an A Day To Remember, was die Sache aber keinesfalls runterzieht.


Ein wenig Abwechslung soll es dann aber doch geben dachte sich die Junge Truppe und brachte noch ein paar besonders extreme Songs auf die Platte. Während „Hitting The Bottle“ und „Everything, Except Agony“ zwei kristallklare Deathcore-Mosher sind, in denen dann vollständig auf Klargesang verzichtet wird, wurde mit „No More Let Downs Pt. 2” sogar eine Piano-unterlegte Powerballade aufs Album gebracht, dessen Wirkung aber leider sehr fraglich ist. Auch das Piano-Midtro „No More Let Downs Pt.1“ ist eher überflüssig als auflockernd, da es so gar nicht zum Rest der Platte passen mag. Und spanische Klänge in „Francisco Pizarro Es El Conquistador Del Peru“ sollen wohl witzig oder sonst was wirken, sind sie aber nicht.


Der Platte tun diese Faktoren aber keinen Abbruch, denn Sie macht wirklich Spaß, ist teils sehr brutal und teils sehr emotional, und genau das soll eine Platte aus diesem Genre auch sein. Genrefreunden würde ich ans Herz legen sich mal das Video zum Song „Buried At Sea“ anzuschauen und mal in die Platte reinzuhören, verdient hat es die junge Band allemal.

 

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