[Review] WINTERSTORM - A Coming Storm
WINTERSTORM - A Coming Storm
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Das Internet ist doch schon etwas sehr praktisches. Zum Beispiel lernt man damit Bands kennen, die man vorher nicht kannte. WINTERSTORM zum Beispiel. Die Band hat bei metal.de bereits ein recht vorteilhaftes Review eingefahren zu ihrem neuen Album "A Coming Storm". Genialer Titel übrigens in Verbindung mit dem Bandnamen. Das Album ist ihr Debüt-Album, und dafür, muss ich sagen, tönt das Ganze schon mehr als annehmbar. Die Band vermischt geschickt Melodic/Power Metal-Elemente mit Folk/Pagan-Elementen, woraus ein sehr ansprechender Sound entsteht, und besonders wichtig: Einer, den es nicht schon hundertmal gab, die Band ist also keine langweilige Melodic Metal-Band mit kopierten Melodien. Im Gegenteil, die Melodien sind ja gerade das Starke am neuen Album.
Zumeist klingen diese nämlich nach melodischem Folk Metal, wie im Opener "The final Rise", der vom Intro "A Coming Storm" orchestral eingeleitet wird. Bei solchen Gitarren-Leads könnte man auch erwarten, dass der Sänger sicher gleich losgrowlt, aber bei der tollen Stimme von Sänger Alex, der ganz traditionell mit einem cleanen Gesangsstil die Songs veredelt, ist man doch angenehm überrascht. Zwar ist seine Stimme nichts besonderes, aber das sind wohl nicht viele im Genre – es zählt ja wohl nur, wie er singt. Und das macht er sehr gut, meistens etwas höher, aber auch nicht allzu extrem, und wenn es erforderlich ist mit angemessenem Gefühl und Dramatik in der Stimme. Alex ist jedoch nicht der Einzige - auf "Climb the Highest mountain" singt Drummer Seb ebenfalls richtig gut.
Besonders genial finde ich die mehrstimmigen Gesänge, die des öfteren eingesetzt werden und damit die Harmonie und Melodik auf die Spitze treiben.
Als ersten Anspieltipp kann ich getrost den Opener oder das richtig großartige "A Wizard's War" empfehlen. Lustig finde ich, wie die Band beim Interludium "March on the Peaks" von DIMMU BORGIR geklaut hat. Das sage ich jetzt etwas hart, aber bitte: Vergleicht mal "March on the Peaks" mit dem Intro von DIMMU's "The Serpentine Offering". Klingt sehr gleich. Ob Absicht oder nicht – es ist ein angenehmes Stück Ruhe, welches in den sehr folkigen Song "Winterheart" weiterleitet, der mich sehr stark an ENSIFERUM mit cleaner Stimme erinnern. Wirklich genial.
Ganz ohne ein Gemix kommt "Winterhumppa" aus. Der Name ist Programm und die Band schließt sich mit feucht-fröhlichen Melodien an Sauf-Bands wie KORPIKLAANI an. Das ist auch mal ein toller Song, den man gut zum Feiern laufen lassen kann, und der live sicher auch gut ankommen dürfte.
Insgesamt können aber alle Stücke des Albums überzeugen, allen voran das genannte "A Wizard's War", das sehr epische "Battlecry", das hymnische "Thirst for Revenge" und das Highlight "Winterheart"
WINTERSTORM liefern auf ihrem neuen Album einen lupenreinen Mix aus Folk und Power ab, der sicher auf viele Freunde stoßen dürfte. Das ist ein Debüt-Album, wie es im Buche steht, und wenn die Band so weitermacht, wird sie noch viel Erfolg haben. Ein richtig tolles Album!
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