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[Review] WITHIN TEMPTATION - The Unforgiving

WITHIN TEMPTATION - The Unforgiving

Stil: Gothic Metal
Label: Sony Music
Songanzahl: 12 Songs
Webseite: http://www.within-temptation.com/
Wertung: 13/15 
Reviewer: Obsidian | 25.3.2011




4 Jahre ist es her, dass "The Heart of Everything" veröffentlicht wurde. 4 lange Jahre. Within Temptation standen zwischen Albumaufnahmen zu "The Unforgiving" und der Schwangerschaft/Geburt ihres (und Robert Westerholdt's) zweiten Kindes im Jahre 2009. Und jetzt erblickt besagtes "The Unforgiving" das Licht der Welt und trägt ein seltsames Gesicht (komisches Cover).

 

Und als geneigter Fan darf man durchaus seine Ansprüche stellen, denn sie werden erfüllt. Nahezu komplett. Epischer, eingängiger, besser produziert, kompositorisch ausgereifter - Within Temptation tat die vierjährige Pause hörbar gut. In den letzten Jahren hat die Niederlande ja quasi ein Patent auf Symphonic Metal angemeldet. Delain, Imperia, After Forever - Namen, die einem bekannt sein sollten. Doch was diese Interpreten nicht haben: Sharon den Adel.

 

Die Frau, die sich das Singen angeblich selbst antrainiert hat, klingt, wie viele Sängerinnen in diesem Bereich gerne mal klingen möchten. Ausdrucksstark und authentisch. Das zeichnet sich auch auf dem neuen Album ab, ohne, dass dieses davon lebt bzw. der Rest der Band in den Hintergrund gerät. Würde "Faster" oder "Shot in the Dark" diese Tragik der Instrumente abgehen, sähe auch Frau den Adel kein Land. Dabei büßen die Musiker aus Waddinxveen keineswegs an Härte ein, sondern legen im Gegensatz zum Vorgänger nochmal eine Schippe drauf. Die Gitarren sind weniger Beiwerk und vielmehr zusammen mit den Keyboards tonangebend. Hinzu kommen großartige Refrains, die Songs wie "Faster", "Iron" oder "In the Middle of the Night" zu Mitsingnummern umfunktionieren. Insgesamt kommt das Werk auf eine Länge von gut 55 Minuten, ohne dabei auch nur im Ansatz zu langweilen. Within Temptation halten den Spannungsbogen permanent oben. Jeder Song hat seine eigenen Facetten, die ihn in den Kopf brennen und nicht mehr entwischen lassen. Darüber hinaus hat man mit "Sinéad" noch eine ergreifende Halbballade geschaffen, die trotz rockiger Gitarren sehr melancholisch bzw. verträumt rüberkommt.

Lyrisch verarbeiten die Holländer ein Werk Steven O’Connell's, das Cover stammt von Romano Molenaar. Übrigens, fügt man die Tracklist zusammen, kommt folgendes dabei raus: "Sinéad, why not murder me faster in the middle of the night on the stairway to the skies with iron, fire and ice? Don’t get lost it’s your demon’s fate and you know where the edge is, so take that shot in the dark."

 

Nicht nur für Gothic- und Symphonic Metal Fans eine absolute Kaufempfehlung, auch aufgeschlossene Metal-Fans mit Faible für hochklassigen weiblichen Gesang dürfen hier bedenkenlos zugreifen. Reue ausgeschlossen.

 


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Daniel, 28.03.2011 18:22:36:
Gutes Review, passt denk ich ganz gut. Ich bin auch absolut begeistert vom Album. Verstehe dann sogar fast nicht, warum "nur" 13/15 ^^



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