PowerMetal4ever.de

[Review] WORK OF ART - In Progress

WORK OF ART - In Progress

Stil: AOR
Label: Frontiers Records
Songanzahl: 12 Songs
Webseite:

http://www.myspace.com/musicofworkofart

Wertung: 14/15
Reviewer: Sonata | 20.8.2011




Auch wenn es die Jungs von Work of Art bereits seit 19 Jahren gibt, erscheint am 26.08. dennoch erst ihr 2. Album, welches auf den schönen Namen „In Progress“ hört. Allerdings standen Robert Sall und Herman Furin bis 2007 auch allein da, ehe sie Vocalist Lars Säfsund für sich gewinnen konnten. Relativ schnell wurde eine Demo aufgenommen, woraufhin die AOR Szene aufhorchte. Somit konnte man auch die Aufmerksamkeit von Frontiers Records auf sich ziehen und das Debüt „Art Work“ veröffentlichen, welches für viel Wirbel sorgte. „In Progress“ soll nun einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen und die Songs noch etwas reifer wirken lassen.

Schon der Opener „The Rain“ lässt für jeden AOR Fan keine Wünsche offen. Tolle Keyboardmelodien gepaart mit genialen Riffs umranden die Ausnahmestimme von Sänger Lars. Dieser hat einen enorm hohen Wiedererkennungswert und weiß, wie er die Spannungsbögen innerhalb der Songs hoch halten kann. „The Rain“ klingt emotional und zaubert dem Hörer dennoch ein Lächeln auf die Lippen. So und nicht anders sollte guter AOR klingen.

„Nature of the Game“ setzt meiner Meinung nach sogar noch eins drauf und lässst im wunderbaren Chorus Gänsehaut aufkommen. Hier steckt ganz viel Liebe zum Detail drin und das zollt von höchstem Respekt, so sind die Jungs doch nur zu dritt. In dem Bereich habe ich selten eine Band zu hören bekommen, die derart viel Harmonie ausstrahlt. Positiv hervorheben möchte ich nochmal, wie genial sich Lars in die Songs „hineinsteigert“. Er weiß genau, wie er die Hörer in seinen Bann ziehen kann und versprüht unfassbar viel Charme mit seiner unverwechselbaren Stimme.

Natürlich darf auch nicht die typische Kitschballade auf einem AOR Album fehlen. Insgesamt gibt es 3 davon, aber ich picke nun „Once again“ raus. Natürlich geht es um die Liebe, aber wen soll das stören? Wenn ich derartige Alben höre, spielt das so oder so keine Rolle, insofern die Band zu unterhalten weiß und das Ganze gut nach außen hin verkauft. Das tun Work of Art definitiv! Der Song baut sich relativ langsam auf und überzeugt dann mit einem leicht melancholisch angehauchtem Refrain, der wie erwartet kitschig daher kommt, aber einfach toll klingt. Musik berührt einen nur dann, wenn man sich in das Geschehen reinversetzen kann und das ist hier der Fall. Work of Art punkten einfach mit ihrer lockeren seichten Art (Super Wortspiel!) und wirken an jeder Ecke und Kante echt!

Einen enorm tollen Abschluss bildet der Rausschmeißer „One step away“, der von einer schönen kraftvollen Pianomelodie eingeleitet wird. Hier geben die Jungs nochmal alles und bescheren dem ohnehin auf höchstem Niveau gehaltenen Album ein mehr als nur würdiges Finale. Hier fehlt es an nichts. Tolle sich langsam aufbauende Strophen, eine energische Bridge und ein Chorus, der Gänsehaut garantiert.

Work of Art legen mit ihrem Zweitwerk erneut eine verdammt starke Platte ab und lassen alle AOR Fans aufhorchen. Die Jungs stehen Größen wie Journey in Nichts nach, im Gegenteil! Sie schaffen es, kontinuierlich ein hohes Niveau aufrechtzuerhalten und halten eine gewisse Spannung innerhalb der Songs, die sich glücklicherweise auch nicht schnell abnutzen. Bei einer Spielzeit von knapp einer Stunde kommt nie Langeweile auf und somit gehören Work of Art definitiv zu den Anwärtern auf das Album des Jahres, was das AOR Genre angeht.

 

Nach oben






Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht: