[Review] XORIGIN - State of the Art
XORIGIN - State of the Art
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Xorigin (ursprünglich „Orange Crush“) sind eine weitere Band aus der AOR Schmiede von Frontiers Records. Gegründet wurden sie bereits 1999, wo man sich aber noch mit dem Studium der Musik an einer Uni auseinandersetzte. So blieb wenig Zeit, um sich den eigenen Projekten wirklich zu widmen. 12 Jahre später sieht die Welt allerdings anders aus und man kann sich mit einem Debütalbum schmücken, welches den Titel „State of the Art“ hört.
„Can’t keep running“ beginnt atmosphärisch und geht dann in die Vollen. Hier wird ein unglaublicher Druck aufgebaut und insbesondere die Produktion wirkt sehr natürlich und echt. Tolle Gitarrenarbeit gepaart mit gekonntem Keyboardeinsatz beschert dem Opener einen guten Start. Sänger Johannes Stole kommt aus der klassischen Rockschiene, hat aber grundsätzlich eher eine sanfte und warme Stimme. Die passt zur Musik von Xorigin allerdings wie angegossen.
Mit „Gina“ haben die 2 Jungs in meinen Augen auch einen richtigen Hit fabriziert. Von der ersten Sekunde an ist man gefesselt und möchte am liebsten sofort mitsingen, was der recht einfach gehaltene Chorus auch gut möglich macht. Die Strophen grooven ordentlich und die Beiden zeigen all ihre Stärken im Zusammenspiel. Live würde der Song mit großer Wahrscheinlichkeit ein richtig gutes Bild abgeben. Genau solche Songs habe ich in den letzten Jahren vermisst, was den AOR Bereich angeht. Komplexe Songs sind selbst in dem Genre fast schon zur Gewohnheit geworden, aber gerade einfache Songs wie dieser lassen das Herz höher schlagen.
Natürlich erhält auch hier eine Ballade Einzug in Form von „In the blink of an eye“. Bei AOR Balladen gibt es nur zweierlei Dinge. Entweder treiben sie dir vom ersten Moment an Gänsehaut auf oder sie sind einfach nur schwach. Xorigin erfüllen wie zu erwarten war ersteres. Der Refrain setzt sich sofort im Ohr fest und treibt AOR Anhängern mit Sicherheit Tränen in die Augen. Ich habe in letzter Zeit viel durchschnittlichen AOR gehört und war auch von der neuen Journey nicht so angetan, weil sie in Sachen Innovation eher schwach wirkte.
Allerdings haben auch Xorigin ihre Schwachpunkte, was bei einem Debütalbum allerdings nichts verwunderliches ist. So gibt es hier und dort ein paar Songs, die die Spannung nicht wirklich hoch halten können. Unter anderem „Crying for you“ wirkt auf Dauer ein wenig einschläfernd und befindet sich nun mal am Anfang des Albums, wo die Erwartungen noch etwas höher sind. Einige Songs könnte ich noch herauspicken, die wirklich großartig sind, aber das Gesamtpaket ist noch nicht zu 100% stimmig und lässt noch Luft nach oben zu. Somit haben die Beiden noch Arbeit vor sich, um den Weg für das 2. Album zu ebnen.
Dennoch halte ich „State of the Art“ für ein sehr gelungenes Debüt, wenn man sich mal vor Augen führt, dass die „Band“ zu zweit operiert. Jedem Melodic Rock Fan kann ich nur ans Herz legen, mal reinzuhören, da das Album durchaus einiges kann.
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