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[Review]: EMPIRES OF EDEN - Reborn in Fire

EMPIRES OF EDEN - Reborn in Fire

Stil: Power Metal
Label: 7Hard Records
Songanzahl: 9 Songs
Dauer: 45:10
Webseite: www.myspace.com/empiresofeden
Wertung: 13,5/15
Reviewer: Steelbound | 29.6.2010




Das neue Album "Reborn in Fire" der ursprünglich australischen Power Metaller EMPIRES OF EDEN dürfte unzweifelhaft für große Aufmerksamkeit innerhalb der Metal-Szene gesorgt haben, spielen doch solche Größen wie Zak Stevens (SAVATAGE, CIRCLE II CIRCLE), Sean Peck (CAGE), Steve Grimmett (GRIM REAPER, LIONSHEART) sowie viele andere eine Rolle auf dem Album. Außerdem kann sich die Band damit rühmen, ein 30-köpfiges Orchester dabei zu haben, was nicht viele Bands aufweisen. Das kann man auch klar im sauberen, drückenden Sound hören, der sich deutlich von Instrumenten aus dem Computer unterscheidet.


EMPIRES OF EDEN gehen auf Stu Marshall zurück, der Fans besonders durch seine Arbeit bei den mittlerweile leider aufgelösten australischen Power Metallern DUNGEON bekannt sein dürfte. Der Gitarren-Held spielt hier zugleich Bass und hat auch das Orchester arrangiert. Ein zweiter Tobias Sammet? Durchaus, EMPIRES OF EDEN spielen einen ähnlichen Stil wie das sicher bekannteste Metal-Projekt und können auch mit Massen an tollen Gastsängern auftrumpfen. Letztere stammen vielleicht nicht alle aus der Crème de la Crème des Genres, aber ganz dicht dran. EMPIRES OF EDEN haben bereits 2009 ein Album veröffentlich, "Songs of War and Vengeance", welches ich mir seinerzeit zugelegt hatte, mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Aber auch dort waren schon mehrere Musiker beteiligt, unter anderem "Satan Himself" (steht so in der Info!), wobei diese Musiker doch nur eingefleischten Metallern bekannt sind. Bei "Reborn in Fire" kann man das kaum behaupten, ZAK STEVENS stellt den bekanntesten Sänger auf dem Album dar und kann neben Sean Peck von CAGE seinem Song deutlich seinen Stempel aufdrücken.


Der erste Song "Of Light and Shadows" wird jedoch von einem anderen alten Bekannten gesungen: Mike Vescera, welcher bereits bei YNGWIE MALMSTEEN sowie LOUDNESS Ruhm und Ehre erlangte. Mit diesem Stück wird auch gleich die Ausrichtung des Albums klar: Melodischer und zumeist pfeilschneller Power Metal, der sich nicht vor Vergleichen mit GAMMA RAY oder HELLOWEEN zu fürchten braucht, manchmal aber auch ins Genre des US-Power Metals abdriftet. Der Opener zumindest ist ein ordentliches Stück Musik. Vielleicht nicht direkt der beste Song des Albums, aber klar einer der Favoriten. Wenn's so weitergeht, haben wir hier eine klare Kaufempfehlung für jeden Fan des Genres!


Und es geht so weiter. "Enter the Storm" schlägt in die gleiche Kerbe, die der Opener bereits erarbeitet hat. Vertont wird dieses von Sänger Louie Gorgievski, der partiell durchaus an Bruce Dickinson erinnert und jedem Fan von hochmelodischem Power Metal gefallen dürfte. Er singt momentan in seiner Band CRIMSONFIRE.


Mit dem folgenden Stück "Total Devastation" bahnt sich ein richtiges Highlight an: Sean Peck! Der Herr aus den U.S.A. Singt, bzw. Schreit sich durch den Song, wie er es auch schon bei seiner Hauptband so wunderbar macht. Und wenn er es so gut macht, wie bei CAGE, reicht das schon für einen Hit. Textlich geht es wohl um das Ende der Welt, was wahrscheinlich nicht nur mich beim Hören an Szenen aus dem Film "2012" erinnert. Der Song selber geht grlücklicherweise nicht unter, sondern setzt sich ganz klar im Gehör fest und will nicht mehr weichen.


Auch nicht dem Stück "Prognatus ut obscurum" (Wörtliche Übersetzung: Gezeugt als Dunkel. Weiß jemand was besseres?), auf welchem der göttliche Zak Stevens zu hören ist. Und ich muss sagen: Die Stücke sind den Sängern wirklich wie auf den Leib geschneidert! Mr. Peck erhält einen alles zertrümmernden Power Metal-Song, während Mr. Stevens ein progressiv angehauchtes, aber sehr melodisches Heavy Metal-Stück singt. "Prognatus ut Obscurum" erinnert an, wie könnte es anders sein, CIRCLE II CIRCLE zu ihren besten Zeiten, aber auch SAVATAGE kann man heraushören. Okay, beide Bands klingen fast gleich, aber bei CIRCLE II CIRCLE überwiegt meiner Meinung nach der Progressive-Faktor.


Der Titeltrack ist im Mid-Tempo gehalten und kann als Halb-Ballade bezeichnet werden. Gesanglich sind hier Chris Ninni und Mike Zoias enthalten, welche mir beide gänzlich unbekannt sind. Sie überzeugen jedoch auf dem Track, besonders Chris mit einer sehr angenehmen und warmen Stimmlage sowie einer weiten Ton-Reichweite. Die folgenden beiden Songs "Beyond Daybreak" mit Steve Grimmet und "Death Machine" mit Louie Gorgievski sind beide schnelle, melodische Power Metal-Hymnen. Bei "Beyond Daybreak" kann besonders Grimmet mit seiner starken Stimme beeindrucken, während in "Death Machine" der Refrain sich schnell im Ohr festsetzt.


Auf "Searching Within" singt ein Herr Carlos Zema von einer Band namens OUTOWORLD, den ich auch nicht kenne, der aber scheinbar ein sehr guter Sänger ist und eher in einer mittleren Tonhöhe agiert, aber – wie er auch beweist – sehr hohe Töne draufhat. Das abschließende "Rising" ist ein Rausschmeißer in allerschönster Power Metal-Manier: Die Doublebass zieht ordentlich an und die Riffs dröhnen aus den Boxen. Stimmlich ist wieder Louie Gorgievski ganz vorne mit dabei und liefert einen ordentlichen Job ab. Ein guter Power Metaller, das Stück ist kein Highlight, aber ein guer Abschluss für dieses Album.


Als Fazit kann ich nur sagen: Gut gemacht! Mit "Reborn in Fire" legt Mastermind Stu Marshall ein starkes Stück melodischen Power Metals ab, welches ein Pflichtkauf für jeden Power Metal-Fan und darüber hinaus ist! Großartige Sänger hat der Mann auf der CD, welche zwar nicht am Thron von AVANTASIA kratzen kann, aber vielleicht eines Tages deren Platz einnimmt (*hust*besonders wenn Mr. Sammet sich zu weiteren Kommerzialisierungen innerhalb seiner Bands entschließt*hust*).


 


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