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[Review]: JORN - Dio

JORN - Dio

Stil: Heavy Metal
Label: Frontiers Records
Songanzahl: 13 Songs
Dauer: 66:20
Webseite: www.JornLande.com
Wertung: Keine Wertung
Reviewer: The Duke | 26.6.2010
 




Der Tod von Ronnie James Dio kam ziemlich überraschend für uns alle. So war die Heavy Metal Legende selbst bis zum Schluss noch sehr zuversichtlich den Kampf gegen den Magenkrebs zu gewinnen und zeigte sich verärgert darüber, dass man die Sommer Shows von Heaven and Hell (das Mob Rules/Dehumanizer Black Sabbath Line-Up unter anderem Namen um Verwechslungen mit dem Original Line-Up zu vermeiden), letzten Endes nun doch abgesagt werden mussten. Das der ehemalige Rainbow-Sänger bei Fans und Kollegen mehr als nur beliebt war, zeigt die Welle der Bestürzung und Anteilnahme nach seinem Tod. Sowas habe ich bei keinem anderen Heavy Metal Künstler davor gesehen.

Eine Meldung, die die Gemüter spaltete, kam nur wenige Tage nach seinem Tod. Jorn Lande, der neben seiner eigenen Band Jorn durch seine Mitarbeit bei Masterplan, Avantasia, Ark, Beyond Twilight und The Snakes bekannt wurde, wird im Juli
 ein Tribut Album mit Cover Versionen von Dio Songs veröffentlichen. Natürlich wurde Jorn Lande von vielen Fans vorgeworfen, Dio’s Tod auszunutzen um Geld zu machen. Für diese habe ich folgende Worte:


Das Album war seit 2008 geplant. Im Frühjahr 2009 einigten sich Jorn und der Label Chef von Frontiers Records darauf, das Album zu produzieren. Der Tribut Song „Song For Ronnie James“ wurde geschrieben noch bevor bekannt wurde, das Dio Krebs hatte. Und der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums wurde vor Dios Tod festgelegt. Und das er das Album auch wegen des Geldes aufnimmt ist klar. JEDER Musiker tut das. Denn ohne Geld kann man bekanntlich schlecht leben. Abgesehen davon glaube ich sowieso das Jorn ausgesorgt hat. Abgesehen davon wird er an dem Album nicht mehr verdienen, als an jedem anderen Jorn Album auch. Im Downloadzeitalter verdient man nicht mehr viel an Albenverkäufen. Dio war laut Jorn wie ein Mentor für ihn und wer sich mal das im Jahr 2008 erschienene „Lonely Are The Brave“ anhört, der wird das ganz deutlich erkennen. Er will einfach nur seinem Idol Tribut zollen. Und das hat selbst Tony Iommi so gut gefallen, das er Jorn dazu eingeladen hat, bei einem Festival in England mit Heaven and Hell einen Tribut Gig für Dio zu spielen.  Und wer so zynisch ist, dass er das nicht erkennt, tut mir leid.

 

Aber genug davon, kommen wir zur Musik. Das Album beginnt mit dem „Song For Ronnie James“, ein persönliches „Dankeschön“ von Jorn an Dio. Einer seiner besten Songs wie ich finde.. Ein Mid-Tempo Rocker, mit vielen Anspielungen auf Dio Songs und Alben, der sich im Gehörgang festsetzt und eine Weile da bleibt. Erinnert mich teilweise an „Stars“ von Dios „Hear N’ Aid Projekt, die Metal Variante von einem Projekt im Stil von „We Are The World“. Auf den Rest der Songs muss ich ja nicht eingehen, denn ihr werdet sie ja schon kennen und so viel hat Jorn an ihnen nicht wirklich geändert. Aber er hat eine durchaus guten Job gemacht und wird Dio auf jeden Fall gerecht. Wenn es jemanden gibt, der Dio eventuell bei Heaven and Hell ersetzen könnte, dann wäre es Jorn. Besonders gut haben mir seine Versionen von „Don’t Talk To Strangers“, „Lonely Is The World“. „Night People“ und „Sacred Heart“ gefallen. Auch Jorns Band muss ich hier loben. Der Mann hat ein Händchen für talentierte Musiker. Nur Jørn Viggo Lofstad von Pagan’s Mind vermisse ich. Aber das fällt auch nicht zu sehr ins Gewicht.

Fans von Jorn Lande werden sich das Album sowieso kaufen, aber auch allen Dio Fans kann ich das Album nur ans Herz legen. Ein gelungener Tribut an eine Legende des Metal, wie es sie kein zweites Mal gab.


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