[Review]: KALEDON - Legend of the Forgotten Reign, Chapter 6: The Last Night on the Battlefield
KALEDON - Legend of the Forgotten Reign, Chapter 6: The Last Night on the Battlefield
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Die Epic Power Metaller aus Kaledon sind zurück. Ihr langes Konzept „Legend of the forgotten Reign“ kommt mit Teil 6 „The last night on the battlefield“ nun scheinbar zu einem Ende. Ich denke, dass der Zeitpunkt gut ist und die Band sich im Anschluss dann auch mal selbst eine neue Pforte öffnen sollte. Nicht weil die Musik dadurch negativ beeinflusst wird, aber in einem gewissen Maße ist man innerhalb eines Konzepts doch schon eingeschränkt. Der neue Vocalist Marco Palazzi gab auf dem letzten Werk sein Debüt in der Band und gefiel mir auch auf Anhieb um Längen besser als sein Vorgänger. Nun wollen wir mal schauen, ob er sich beim 2. Anlauf evtl. stimmlich noch mal verbessert hat, wobei ich ihn schon auf dem letzten Werk als sehr stark einschätze.
Besonders stark sind Kaledon immer, wenn sie aufs Gaspedal drücken und da wäre natürlich sofort der bärenstarke Opener „The Way to home“ zu nennen. Kurzes Introgeplänkel innerhalb des Songs, aber schon kurz darauf setzen die Vocals ein. Klasse, was Marco da wieder abliefert. Man bekommt quasi direkt den Refrain serviert, der sofort einen guten Eindruck hinterlässt. Schön episch mit ein bisschen Chor unterlegt wird hier absolut nichts falsch gemacht.
In die gleiche Kerbe schlägt auch der Song, zu dem bereits ein Video veröffentlicht wurde. „Surprise impact“ ballert schön aus den Boxen und bietet erneut ein episches Feuerwerk, welches auf den Hörer los gelassen wird. Genau da müssen Kaledon meiner Ansicht nach ansetzen.
Leider gibt es da nämlich auch Schattenseiten, die vor allem beim Song „Coming back to our land“ deutlich werden. Der Song plätschert nur vor sich hin und begeistert leider an absolut keiner Stelle. Zudem befindet er sich kontinuierlich im Midtempobereich und besticht wie gesagt zu keiner Sekunde mit irgendwelchen zündenden Ideen.
Dennoch zeigen Kaledon auch mit Songs wie „Power in me“, dass Midtempo nicht immer nur langweilig und öde sein muss. Hier funktionieren vor allem die starken Riffs sehr gut und auch die Strophen machen Lust auf mehr. Der Refrain mag unspektakulär wirken, setzt sich aber trotzdem relativ schnell im Ohr fest.
Auch das kurze „Sorumoth“ ist eine Erwähnung wert. Hier wird große Atmosphäre in den Vordergrund gestellt. Zudem bestehen die Strophen aus richtig starken Growls, die von düsterer Atmosphäre unterstrichen werden. Was dann folgt, lässt sich gut und gern als Refrain bezeichnen und stellt mit dem Gesang von Marco Palazzi wieder einen schönen Kontrast dar. Der Song befindet sich quasi genau in der Mitte und da passt er auch perfekt hin und bietet im Vergleich zum Rest mal was völlig anderes für Kaledon Verhältnisse.
Besonders hervorzuheben ist auch der verdammt starke Abschluss, den „May the dragon be with you“ einleitet. An und für sich ist der Song nur knappe 3 Minuten lang, da das Ende nur von Erzählern bestimmt wird. Dies tut dem Song aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Er bringt alles auf den Punkt, schnelle relativ aggressive Strophen und mal wieder ein sehr epischer Refrain, der eine leicht düstere Atmosphäre aufweist. Toller Abschluss für ein grundsolides Album, welches sich nach ein paar Durchläufen durchaus stark präsentiert
Letztlich werden Fans definitiv nicht enttäuscht sein, denn Chapter 6 steht dem 5. Teil in nichts nach und vor allem Sänger Marco Palazzi, als auch Alex Mele zeigen einen verdammt guten Job. Stellenweise erinnert das Album sogar an Celestys „Vendetta“, was nur als Kompliment aufzufassen ist. Für Neulinge könnte „The last night on the battlefield“ mehr sein, als nur ein kurzer Zwischenstopp. Daher durchaus mal reinhören, denn das Album kann was.
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