[Review]: PRIMAL FEAR - Live In the USA
PRIMAL FEAR - Live in the USA
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Primal Fear wird wohl immer eine Band bleiben, die man Liebt oder hasst. Die 1997 vom ehemaligen Gamma Ray Sänger Ralf Scheepers und Sinner Bassist/Frontmann Mat Sinner gegründete Band spielte auf ihren ersten 5 Alben Musik, die sich in etwa wie Painkiller von Judas Priest auf Steroiden anhört und machten auf dem 2005 erschienenen „Seven Seals“ einen Schwank Richtung Melodic Metal. Diese Einflüsse wurde mit dem Wechsel zu Frontiers Records immer stärker. In wie fern das zusammenhängt, wissen die Götter.
Jedenfalls bin ich eher Fan der „alten“ Primal Fear. Ihr erstes Live „Album“ veröffentlichte Primal Fear 2003 mit „History Of Fear“. Das Ding kam in DVD Form und enthielt den Wacken 2001 Gig und eine Show der „Black Sung“ Tour. Einzeln als CD gibt es das aber nicht, sondern nur als Beilage zur DVD. Ihr erstes richtiges Live Album veröffentlichte die Band dieses Jahr mit „Live in the USA“ bzw. „16.6. All Over The World“ am 2. Juni (ich weiß, ich hinke hinterher). Uns liegt die CD Version vor. Aufgenommen wurde die CD in Atlanta, New York und Los Angeles während der World Tour im letzten Jahr. Da Gitarrist Magnus Karlsson zu der Zeit Babypause machte, ist auf der Scheibe Voodo Circle/Silent Force Gitarrist und Mastermind Alex Beyrodt zu hören.
Das Album besteht zu Hälfte aus Songs von 16.6. und New Religion und Songs der ersten 5 Alben wobei Seven Seals und vor allem Black Sun (wie immer) nicht vertreten sind. Ich persönlich finde die Setlist eher schwach, was wie gesagt aber auch daran liegt, das ich eher Fan der ersten 6 Scheiben und weniger der letzten beiden Bin. Mit Songs wie „Battalions of Hate“, „Chainbreaker“ oder den Klassikern „Nuclear Fire“ oder „Final Embrace“ sind auf Fans der „alten“ Tage gut bedient. Wieso „Fighting The Darkness“ immer noch in der Setlist ist, wundert mich aber. Erstens nimmt es mit seinen 8-9 Minuten nur Platz weg und zweitens haben Primal Fear bessere Balladen als diesen Song wie z.B. „Tears of Rage“, „The Healer“ oder „Under Your Spell“. Hätte man nicht lieber einen dieser Songs nehmen können und dazu noch einen von der Black Sun, vorzüglich „Lightyears From Home“? Wieso haben die Jungs diese Granate nie Live gespielt? Auch stellt sich mir die Frage nach der Daseinsberechtigung von „Hands Of Time“.
Die Leistung der Band ist Klasse. Besonders Ralf Scheepers zeigt, das er nichts verlernt hat. Besonders diese Schreie bei „Sign Of Fear“ sind Hammer. Aber bei den alten Songs scheint er etwas zu schwächeln. ? Das war auf der „History Of Fear“ besser Und die Refrains sind selbst mit Background Gesang von Mat Sinner nicht so spektakulär wie auf den Alben. Hätte man hier nicht auf Chöre aus der Dose zurückgreifen können? Das Gitarrenspiel ist Klasse, obwohl ich mich anstelle von den Double-Leads bei einigen Songs eher die Variante mit einer Lead und einer Rhythmus Gitarre gewünscht. Vor allem bei „Nuclear Fire“. Die Rhythmus Sektion der Band haut auch gut rein. Aber von Mat Sinner und Randy Black ist man ja auch nichts anderes gewohnt.
Alles in allem eine Solide Live Platte die besonders den Fans des aktuellen Materials gefallen sollte. Die Setlist ist aber nicht ganz nach meinem Geschmack und einige Songs sind Live eben ohne Chöre und 3 Gitarristen Live nur sehr schwer umzusetzen. Unter diesem Problem litt auch schon die „History Of Fear“ DVD. Aber Fans der Band werden an der Platte ihre Freude haben.
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