Axel Rudi Pell - The Crest
AXEL RUDI PELL - The Crest
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Axel Rudi Pell ist seit fast 30 Jahren ein festes Bestandteil der Deutschen Metal-Szene. Bekanntheit erlangte er erstmals mit seiner alten Band Steeler. Einen richtigen Namen in der Szene machte er sich aber erst als Solo-Künstler. Insgesamt hat er mittlerweile 17 Studioalben plus diverser Best-Ofs und Live-Alben veröffentlicht. Und er hat noch lange nicht genug. So kam dieses Jahr neben einer DVD sein 18tes Studio Album „The Crest“ raus. Pell selbst beschreibt das Album als ein Meisterwerk das alle Elemente in sich vereint, die seine Band zu dem gemacht hat, was sie heute ist.
Und schon beim ersten Durchhören kann man sagen, dass sich im Hause Pell nicht wirklich viel verändert hat. Anstatt auf Innovation wird hier auf Tradition gesetzt. Und das ist auf keinen Fall etwas schlechtes. Und an Songwriting-Ideen scheint es nicht zu mangeln. Double-Bass-Nummern gibt es leider keine, aber das tut dem Album auch keinen Abbruch.
So ist Mike Terranas Drumming gewohnt gut. Auch Hardline-Barde Johnny Gioeli glänzt auf diesem Album und zeigt, dass Pell damals eine gute Wahl getroffen hat und Johnny sich nicht hinter Jeff Scott Soto verstecken muss. Über Axels Gitarrenarbeit muss ich hier glaube ich kein Wort verlieren. Genial, wie immer. Der Mann ist wirklich übe jeden Zweifel erhaben. Ferdy Doernbergs Keyboard-Parts sind meistens schön im Hintergrund und tragen sehr zur Atmosphäre des Albums bei und werden nie zu aufdringlich. Auch Volker Krawczak ist am Bass gut hörbar, was ja, wie schon einige Male erwähnt, heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist.
Auf ein düsteres, geheimnisvolles Intro folgt das druckvolle „Too Late“ welches beweist, dass Double-Bass gar nicht immer nötig ist. „Devil’s Zone“ beginnt mit einem mittelalterlich klingenden Intro mit Akustik Gitarren, Keyboards und Johnnys Gesang. Keine Sorge, Pell ist nicht zum Blackmore geworden, denn der Anfang geht recht schnell in einen Epischen Stampfer über. Mehr muss ich glaub ich nicht sagen, da es den Song ja schon länger zum Anhören gibt. Mein Lieblingssong von diesem Album, „Prisoner Of Love“, ist ein Mid-Tempo Rocker der auch aus den 80ern Stammen könnte. „Dreaming Dead“ ist ein weiterer Mid-Tempo Epic, dessen Main-Riff mich ein bisschen an „The Rise Of Evil“ von Sabaton erinnert. Ich frag mich wie Pell es hinbekommt alle 2 Jahre diese Epischen Hämmer rauszuhauen.
„Glory Of The Night“ ist die obligatorische Ballade, die bestimmt in 9, 10 Jahren auf der nächsten „The Ballads“ Compilation erscheinen wird. Wie immer zum Niederknien. „Dark Waves Of The Sea (Oceans Of Time Pt. II: The Dark Side)” (rollt einem richtig leicht von der Zunge, nicht wahr?) ist, wie der Name schon sagt, die Fortsetzung von „Oceans of Time“, welches 1998 auf dem gleichnamigen Album erschienen ist. Und eine sehr gelungene noch dazu. Mitreißend mit genialen Melodie, wie sie nur Pell komponieren kann. Mit „Burning Rain“ tippt man dann noch mal das Gaspedal an und serviert den Fans einen treibenden Song. „Noblesse Oblige (Opus #5 Adagio Contabile)“ ist, anders als der Name es vermuten lässt, kein Shred-Fest á la Malmsteen, sondern eine ruhige, vom Piano begleitete Nummer. Sehr Gefühlvoll. Wo nimmt dieser Mann nur die ganzen Ideen her? Mit „The End Of Our Time“ bekommen wir zum Abschluss noch mal einen epischen Reißer.
Alles in allem kann man sagen, dass im Hause Pell alles beim Alten geblieben ist. Axel liefert hier mal wieder höchste Qualität ab. Einziger Minuspunkt ist die schon erwähnte Abstinenz der Double Bass Drums. Ich hätte gerne eine richtig schnelle Nummer gehabt. Aber das fällt insgesamt nicht wirklich ins Gewicht. ARP Fans werden dieses Album lieben.
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