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Black Sabbath - Mob Rules

BLACK SABBATH - Mob Rules

Stil: Heavy/Doom Metal
Label: Warner Bros. Music
Songanzahl: 9 Songs
Webseite:

http://www.black-sabbath.com/

Wertung: 13/15
Reviewer: Uli



 

Black Sabbath war es mit “Heaven and Hell” gelungen einen der größten Klassiker der Bandgeschichte darzustellen und hat bewiesen, das die Band auch ohne Ozzy Erfolg haben kann. Und das sahen die Kritiker auch so. Das Alben bekam gute bis sehr gute Kritiken und im selben Jahr ging die Band zusammen mit Blue Öyster Cult auf die „Black and Blue“ World Tour. Er wurde von Vinny Appice ersetzt. Im Julie 1980 spielte die Band vor 75.000 Fans im ausverkauften Memorial Coliseum eine Show zusammen mit Journey, Cheap Trick und Molly Hatchet. Leider musste sich die Band im August dann auch noch von Drummer Bill Ward aufgrund dessen Gesundheitszustand und Drogenkonsum trennen. Im Februar 1981 beendete die Tour um wieder zurück ins Studio zu gehen und einen Nachfolger aufzunehmen. Dieser sollte den Namen „Mob Rules“ tragen. Hören wir doch mal rein.

Erstmal sei gesagt das der allgemeine Sound auf diesem Album wieder etwas roher ist im Vergleich zu dem polierten „Heaven and Hell“. Das Album beginnt mit dem ruppigen „Turn Up The Night“ welches sehr an „Neon Nights“ erinnert aber nicht ganz an diesen herankommt. Trotzdem eine guter Auftakt mit einem eingängigen Up-Temop Stück der Band. Weiter geht es mit „Voodoo“, einem Mit-Tempo Stampfer der auch aus der Ozzy-Zeit Stammen könnte. Der Riff ist typisch Sabbath und der Song bekommt durch Vinny’s Drumming noch mal extra Druck. Starker Song. Aber bereits mit dem nächsten Song zementieren Black Sabbath jedoch ihren Ausnahmestatus in der Metal - Szene. Er geht erst ganz sanft mit Dio los, der Falsett (!) singt, bevor dann Tonni mit einem genialen Riff einsetzt, das gepaart mit Dios unglaublicher Stimme eine mystisch-düstere Stimmung erzeugt und einen Refrain hat, der das Publikum gerade zum mitgrölen auffordert. Stellenweise erinnert der Song an „Heaven and Hell“ vom vorherigen Album, kann es aber mit diesem locker aufnehmen.

„E5150“ ist ein Instrumentalstück, welches ein aus weiter Ferne erklingender Ruf direkt aus der Unterwelt wirkt. Am Anfang jedenfalls. Mit den Keyboards am Ende hat man den Effekt leider etwas versaut. Aber das macht das Album dann mit „The Mob Rules“, der wohl härteste Track des Albums, wieder wett. Es ist ein für Sabbath Verhältnisse ziemlich brachialer und druckvoller Up-Tempo Song mit Mörder-Riff, genial-brutalem Gesang von Dio und dem wohl besten Chorus des Albums. Scheiß auf Slipknot, Korn, Linkin Park und was sonst noch so „angesagt“ ist. Das ist Metal! Mit „ Country Girl“ geht es mindestens genau so gut weiter. Es ist ein im Rock and Roll verwurzelter Song mit einem der besten Riffs der Bandgeschichte. Tonni scheint es jedenfalls zu mögen. Deswegen spielt er es den kompletten Song über. Mit „Slipping Away“ liefert die Band dann leider wieder einen etwas schwächeren Mid-Tempo Track ab, der zwar ordentlich durch die Gegend stampft aber durch nichts heraussticht. Solide, aber auch nicht mehr.

„Falling Of the Edge of the World“ beginnt ruhig und sachte mit einer Geige und Dio der auch hier wieder sehr hoch und gefühlvoll singt. Es lädt zum träumen ein. Die dann einsetzenden Keyboards machen das ganze dann noch etwas bombastischer. Aber ehe man sich versieht endet das balladeske Intro mit einem Keyboard sound, der sich so anhört als ob man direkt in die Hölle fährt. Mit einem wuchtigen Mid-Temp Riff geht es dann weiter bis der Song noch mal aufs Gaspedal drückt und ein treibendes Riff wie aus dem nichts den eigentlichen Song einleitet, welcher sehr kraftvoll ist und abrupt endet. Der letzte Track heißt „Over and Over“ und ist eher ruhig. Iommis schwerfällig - bluesiges Riff wird perfekt umgarnt von Dios verzweifelt - traurigem Wehgesang, der eine sehr melancholisch - warme Stimmung erzielt und sich am Ende zur bombastischen Hymne steigert. Ein gute Wahl für den letzten Track.

Haben Sabbath das Unmögliche geschafft uns „Heaven and Hell“ getoppt? Ist es ein würdiger Nachfolger? Nein und Ja. Mob Rules ist ein überdurchschnittliches Album, kommt aber an Heaven and Hell nicht ganz heran. Aber ein würdiger Nachfolger ist es mit songs wie „Turn Up the Night“, „Sign of the Southern Cross“, „The Mob Rules“, „Country Girl“ und „Falling of the Edge of the World“ auf jeden fall. Die Band ging wieder auf World Tour und nahm dabei sogar ein Live Album mit dem Namen “Live Evil” auf. Langsam stellte sich bei den Fans ein Gefühl von Zufriedenheit ein und selbst die letzten mussten zugeben, das man mit Dio einen begnadeten Sänger und einen mehr als würdigen Nachfolger gefunden hatte. Dieses Gefühl hielt aber leider nicht lange an. Innerhalb der Band kriselte es schon etwas länger und die Probleme waren am Ende wohl so groß das Dio und Butler die Band dann im November 1982 verließen. Für Sabbath ging es dann erst mal längere Zeit bergab was ihre Popularität und die Ticketverkäufe anging. Aber wie dem auch sei. Mob Rules ist ein überdurchschnittliches Album.

 


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