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Blaze Bayley - Promise & Terror

BLAZE BAYLEY - Promise and Terror

Stil: Heavy Metal
Label: Plastic Head
Songanzahl: 11 Songs
Webseite:

http://www.blazebayley.net

Wertung: 13/15
Reviewer: Uli



 
Der Name Blaze Bayley dürfte besonders Iron Maiden Fans ein begriff sein. Für alle, die ihn nicht kennen, hier nochmal seine Geschichte: Bruce Dickinson hatte im Jahr 1993 Iron Maiden verlassen, um sich mehr auf seine Solo-Karriere zu konzentrieren. Im Jahr 1994 fand dann ein großes Vorsingen statt um Bruces Nachfolger zu bestimmen. Gewonnen wurde das ganze von Blaze Bayley, der bis dahin bei Wolfsbane gesungen hatte. Und bei den Fans kam er in etwa genau so gut an wie Tim Owens bei Judas Priest. Blaze war im Gegensatz zu Bruce, den man als Tenor einordnen kann, ein Bariton. Heißt seine Stimmumfang war nicht so groß wie der von Bruce. Die tiefen Töne konnte er treffen, aber mit den hohen hatte er Probleme. So musste z.B. „Run To The Hills“ komplett von der Setlist gestrichen werden wenn die Band mit ihm auf Tour war. Das und die Tatsache, das die Jungs bei den beiden Alben die sie mit Blaze veröffentlichen herum experimentiert haben haben dafür gesorgt, das Blaze es recht schwer hatte. So verließ er nach 5 Jahren die band im Februar 1999 auch schon wieder. Er hörte aber nicht auf Musik zu machen, sondern gründete seine eigene Band namens „Blaze“. Im Jahr 2007 wurde „Blaze Bayley“ daraus als sich die komplette Band von ihm verabschiedete und er ein komplett neues Line-Up zusammenstellen musste. Im Februar wird der von vielen Maiden Fans verschmähte Brite sein fünftes Album namens „Promise and Terror“ herausbringen. Hören wir mal rein.


Eins gleich Vorweg: Wer mit Blaze Bayley schon früher nichts anfangen konnte, braucht sich auch diese Scheibe nicht zu holen. Verändert hat sich musikalisch nämlich nicht wirklich viel. Das Album geht den Weg weiter, denn die Band mit „The Man Who Would Not Die“ eingeschlagen hat. Es ist gewohnt düster, vielleicht noch etwas düsterer als der Vorgänger, was wohl auch damit zusammenhängt das Blazes Frau im Jahr 2008 an einem Herzinfarkt starb. Was man hier geboten bekommt ist Heavy Metal, mal sehr schnell und treibend, mal sehr langsam und melancholisch, teilweise ein bisschen progressiv aber definitiv nicht schlecht. Blaze und seine Jungs haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Gute bis sehr gute Riffs, sehr eingängige Melodien und hier und da sogar einige Passagen die sich prima zum mitsingen eignen.

Besonders hervorzuheben ist das flotte „Watching The Night Sky“, dessen Text sich wohl auch auf den bereits angesprochenen Tod seiner Frau bezieht. Wirklich ein sehr, wie soll ich es ausdrücken, ergreifender Song denn ich wirklich gern mal Live erleben möchte. Auch das sehr atmosphärische „Comfortable In Darkness“ wird bestimmt einen guten Live-Song abgeben. Hier kommt Blazes Stimme sehr gut zur Geltung. „Time To Dare“ könnte auch auf einem der beiden Maiden Alben von Blaze gewesen sein. Sehr starker Song mit einigen Tempowechseln. Auch die beiden Up-Tempo Killer „Madness And Sorrow“ und „Faceless“ können mit starken Refrains und gutem Riffing punkten. Besonders angetan hat es mir auch das fast balladeske „Surrounded By Sadness“, das als Intro für das progressiv angehauchte „The Trace Of Things That Have No Words“ gedacht ist. Alles in allem eine sehr gute Mischung aus Solidem Heavy Metal. Die Produktion ist sehr gut. Jedes Instrument ist hörbar und Blaze geht in der Musik nicht unter. Die Musiker, die sich Blaze für seine Band gesucht hat, sind alle samt sehr begabt und beherrschen ihr Handwerk. Jeder gibt hier wirklich alles. Und ich muss nochmal Blaze Stimme loben. Der Man hat es echt drauf. Ich kann aber auch verstehen warum einige Leute ihn nicht mögen, es ist wirklich Geschmackssache und man muss schon mit seiner tiefen Stimme umzugehen zu wissen. Aber ich glaube sowieso das man Blaze entweder liebt oder hasst. Irgendwas dazwischen gibt es nicht.

Blaze ist es tatsächlich gelungen das Niveau des Vorgängers sogar nochmal zu überbieten. „Promise & Terror“ ist wirklich ein gelungenes Album voll von purem, arschtretendem Heavy Metal. Davon brauche wir heutzutage mehr.

 


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