Crystal Viper - Defenders Of The Magic Circle: Live In Germany
CRYSTAL VIPER - Defenders of the Magic Circle: Live in Germany
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Die polnischen Melodic Metaller CRYSTAL VIPER haben mit ihrem 2008 erschienen Album "Metal Nation" an Bekanntheit zugelegt, was dem Album auch sehr gerecht kam. Melodische Lead-Gitarren wechselten sich ab mit majestätischen True Metal-Sounds, über denen Sängerin Marta trohnte.
Man könnte sagen, dass ein Live-Album nach gerade mal 2 Alben (2007 noch "The Curse of the Crystal Viper") extrem verfrüht ist. Ja, natürlich ist die Band stolz, einen Mitschnitt von MANOWAR's Magic Circle Festival – wie der Titel schon sagt -, zu veröffentlichen, aber normalerweise sollte man mit so etwas warten. So sind hier auch nur 6 Live-Songs enthalten. Hätte man noch auf das kommende Album gewartet, dass auch noch 2010 erscheinen soll, und von der Tour dann ein Live-Album gemacht, wäre man sicher in der Lage gewesen, den Fans einige Songs mehr anzubieten. So ist das ganze ein wenig unnötig, auch wenn die Scheibe mit 4 Studio-Songs aufgewertet wird, zu denen sich "The Secrets of Black Water" zählt, ein Song vom baldigen Album, "The Wolf and the Witch" von der gleichnamigen 7", "Stronghold under Siege" und "Obsession", eine Cover-Version von VIRGIN STEELE.
Das Teil startet mit dem Intro "Breaking the Curse" und legt mit dem Titeltrack des 2008er Albums, "Metal Nation", los. Okay, richtig loslegen kann man das nicht nennen, da die Band, und besonders die Fans eher verhalten agieren, wobei ersteres sich schon beim nächsten Song legt, letzteres aber das ganze Album über bestehen bleibt. So sind die Fans sehr leise, was vermutlich nicht an dem Mix liegt. Ein reines CRYSTAL VIPER-Konzert wäre besser gewesen, ich denke mal, dass sich bei diesem Gig hier auch Viele eingefunden haben, die die Band nicht einmal kennen. Festival eben.
Mit "Legions of Truth" haut man jedoch richtig gut in die Vollen und tritt deutlich in die Spuren von MANOWAR, und das nicht nur vom Titel her. CRYSTAL VIPER spielen hier wirklich fehlerfrei und Marta feuert das Publikum gut an, was allerdings nicht wirklich zieht, was sehr schade ist. Selbst bei einfachsten "Hey! Hey!" spielen, hört man keine Audienz heraus. Auch die restlichen Live-Songs sind stark, aber mit der Zeit hört sich alles etwas zu gleich an, besonders die Ausnutzung der True-Schiene ist etwas übertrieben. Ich bin mir sicher, dass die Band live wirklich stark ist, aber auch bereits auf "Metal Nation" wurde es schnell langweilig.
Dennoch muss ich sagen: Ich finde Sängerin Marta echt genial. Normalerweise finde ich weibliche Power Metal-Fronter sehr schlecht, weshalb ich den meisten Bands dieser Art nicht mal eine Chance gebe. Bei Marta ist das ganz anders, sie ist keine Träller-Suse wie die ganzen Bands im Stile von EPICA – damit möchte ich nicht sagen, dass ich diese schlecht finde, aber ich beziehe mich auf die ganzen Folge-Bands, die aufkamen, als vor einigen Jahren dieser Female-Fronted Metal sehr beliebt war. Nein, Marta ist anders. Sie ist eine echt Power-Frau, als nächste Verwandte würde ich hier DORO angeben. Echt stark! Für Fans der Frau will ich hier auch noch die Band BÖRN AGAIN empfehlen, bei der sie singt und unter anderem Björn Daigger (Ex-Majesty) an der Gitarre steht.
Die Studio-Tracks sind allesamt gut, aber nicht überragend. Einzig und allein "The Secrets of Black Water" finde ich sehr stark, da dieser mit einem sehr stampfenden Rhythmus und auch mal mit hörbarem Bass daherkommt. Mit einem sehr hymnischen Refrain zieht der Song den Hörer auf seine Seite, auch die Lyrics verzaubern einen. Die folgenden 3 Songs stehen ganz in der Tradition der meisten CRYSTAL VIPER-Songs: Allein sehr gut, oft hintereinander sehr langweilig. So brennen sich die Melodien schnell ins Ohr, aber der letzte Schliff fehlt. Ich habe das Gefühl, dass die Band diesen vielleicht auf dem kommenden Album dabeihaben werden – "The Secrets of Black Water" klingt perfekt!
So bleibt hier ein gutes Live-Album mit mittelmäßigen Songs, das ein wenig mager ist, aber den Fans der Band sicher genügen dürfte. Besonders der bereits erwähnte neue Song lohnt sich schon.
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