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Hammerfall - No Sacrifice, No Victory

HAMMERFALL - No Sacrifice, No Victory

Stil: Heavy/Power Metal
Label: Nuclear Blast Records
Songanzahl: 11 Songs
Webseite:

http://www.hammerfall.net

Wertung: 15/15, 6/15
Reviewer: Diverse



 


Der Grenzwert … der war allerdings nach dem Album “Threshold” definitiv überschritten, und zwar im negativem Sinne. Ok … das Album war an sich nicht schlecht, jedoch im Vergleich zu “Crimson Thunder” und “Renegade” ein Absturz. Drei Jahre mussten die Fans warten -auch ich- um das neue HammerFall Album in den Händen halten zu können. Drei Jahre lang musste man bangen und hoffen, dass nicht wieder so ein “mysthisch - symphonischer” Fehlgriff produziert wird. Um so interessanter wurde es, als ein neuer Gitarrist mit “Pontus Norgren” vorgestellt wurde.

Am 22. Februar erschien es endlich: “No Sacrifice, No Victory” hieß der neue Kracher, der nebenbei gesagt und meiner Meinung nach das beste Cover von allen Alben hat. Es herrschte eine düstere Atmosphäre und nicht wie bei den Vorgängern die “Tutti- Frutti” Farbenwahl.
Und YES!! Der Opener “Any Means Necessary” ist DER Kracher schlechthin. Beginnend mit einem verzerrten Gitarrensound der die Marschrichtung anzeigt gefolgt von krachenden Drums die knallen und jeden aufwachen lassen. Und los geht’s ! Joacim präsentiert sich dunkler und “böser” den je.  Ein Pluspunkt !  Durch den gesamten Opener, der in einem Mid - Tempo gehalten wurde, zieht sich sowieso ein stampfender Rhythmus. Ein super Solo ergänzt den Song perfekt.

Apropo Solo … Pontus scheint der Band gut getan zu haben. Mr. Dronjak hatte wohl ein gutes Händchen bei der Mitgliederauswahl. Es wirkt alles mehr rockiger und “fester” mit einer klaren Richtung. Zweiter Pluspunkt. Weiter geht es mit “Life is Now” der passender Weise um das Leben handelt, wie man es leben soll, über die eigene Meinung usw. Nettes “Lagerfeuerintro” welches sofort in einem Ohrwurm übergeht. Schöne Riffs, schöne Drums und guter Gesang. Lediglich das Ende ist ETWAS misslungen … drückt die Stimmung jedoch keineswegs.

“Punish and Enslave” ist einfach nur ein geiler Song.  Riffhaltig, böse, stampfend und sowieso geil. Man muss sich wirklich vergucken. Drei Jahre zuvor bekam man Lieder wie “Threshold” und “Carved in Stone”. Alles gute Lieder, aber so nichtssagend und “klinisch” gehalten. “Legion” beginnt mit einer Art Prolog welcher von einem Dämon (?) gesprochen wird. Vielleicht sogar die Stimme Hektors, dem lustigen Maskottchen Hammerfalls. Hier wird aufs Gaspedal gedrückt und alles rausgeholt was geht. Anders durfte sich sprichwörtlich endlich mal austoben und seine Drums ins Jenseits hämmern … sowieso … hämmern -> HammerFall.
Nun denn … ein feines Solo in der Mitte und ein “grollendes” Ende des Dämons. Herrlich !

Wo sind wir nun? Ach ja … ”Between two Worlds” heißt der fünfte Track und richtig! Es ist eine Ballade. Und eine wunderschöne dazu. Nach dem Orgelintro (was meiner Meinung nach richtig unter die Haut geht) hört man klare Gitarren klimpern und etwas später die super Stimme des Joacim Cans. Ich habe das Lied Live genießen dürfen und muss sagen, dass es neben der “Glory to tue Brave” die schönste Ballade ist, die HammerFall je auf eine CD gepresst haben. “Hallowed be my Name” ist eine weitere Mid- Tempo Nummer die, wie ich finde, sehr gut gelungen ist. Nebenbei gesagt enthält dieser Song einen sehr nachdenklichen Text den man sich auf jeden Fall mal anschauen und übersetzen sollte. Nun folgt ein fünfminütiges Gitarrensolo gespielt von Pontus und Oscar. Ich denke, dass man zeigen wollte wen man ins Boot geholt hat. Das Erbe von Stefan Elmgren antreten ist auch wirklich schwierig.

Es folgt das gleichnamige Lied „No Sacrifice, No Victory“. Wieder ein stampfender Song der geradeaus geht ! Super Riffs, geiles Solo und sehr böse Chöre. Sowieso: In fast jedem Lied hört man wirklich geile Chöre, die eventuell etwas an Accept erinnern. Und das folgende Lied „Bring the Hammer down“ könnte sogar fast aus deutschen Händen kommen. Es ähnelt dem Vorgänger, hat jedoch mehr Drums und einen eingängigeren Rhythmus. „One of a Kind“ ist das eigentliche Ende des Albums. Ein etwas über sechs Minuten andauerndes Zeigen der neuen Fähigkeiten: Rockige Gitarren, schreiender Gesang (Joacim KANN es einfach) und schnelle Drums (Anders kann auch). Mit einem ruhigen Innenteil überzeugt dieses letzte Lied ganz und gänzlich. Einfach herrlich !,,My Sharona“ ist ein Cover Song á la HammerFall. Man weiß ja mittlerweile, dass die Schweden die perfekten Coverer sind und hier stellen sie es wieder unter Beweis. Ich weiß ehrlich gesagt nicht von welcher Band das Original kommt, jedoch finde ich das Cover sehr geil. Treibender Rhythmus und ein wirklicher Ohrwurm.

Nun… HammerFall sind definitiv wieder da! Mit einem Album was an die alten Erfolge anknüpft und wie ich finde noch eine halbe Schippe drauflegt. Mit dem neuen Gitarristen haben die sympathischen Musiker aus Sverige (Schweden) gezeigt, dass sie noch viel können. Ich muss gestehen, dass ich HF abgeschrieben habe, sie nun aber wieder ständig laufen lasse. „No Sacrifice, No Victory“ ist sein Geld und die Höhrzeit wert. In diesem Sinne: „Bring the Hammer down slam it down to the ground…“

15 Punkte, Autor: Maik



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HammerFall...HammerFall...ach, HammerFall...Diese 5 Jungs aus Schweden (okay, nicht mehr genau diese, da die Band seit ihrem Debüt einige Line-Up Wechsel mitgemacht hat) sind maßgeblich für den Anstieg der Popularität des Power Metals in den späten 90ern verantwortlich. Die Band um Gitarristen Oscar Dronjak und Joacim Cans hat mit „Glory To The Brave“ und „Legacy Of Kings“ wohl 2 der besten Power Metal Alben veröffentlicht. Vielleicht nicht die anspruchsvollsten, aber die beiden Alben machen einfach Spaß und es gibt nichts, was ich daran bemängeln könnte. Die Band ist mittlerweile sehr erfolgreich und gehört zu den Vorzeige Power Metal Bands. Ihre Alben verkaufen sich gut und sie spielen lange, große Touren. Aber bei der Qualität der letzten Outputs frage ich mich manchmal, ob die Band diesen Nr. 1 Spot im Bereich Power Metal (den sie sich nur mit Edguy teilen) wirklich noch verdienen.

Denn was die Musik angeht, so ging es nach „Legacy Of Kings“ langsam aber stetig Berg ab. „Renegade“ war ein gutes Album, aber es kam nicht ganz an die Klasse und Power der Vorgänger ran. Mit dem 2002 erschienenen „Crimson Thunder“ ebnete man dann den Weg für HammerFall, wie man sie heute kennt. Man ging deutlich von Gaspedal runter und alles wurde irgendwie druckloser. Und auch wenn Songs wie „Crimson Thunder“, „Hearts On Fire“ und „Trailblazers“ noch überzeugen können, wünscht man sich doch wieder die späten 90er zurück. Dann war erstmal Ruhe und die Band machte eine Pause. Dann kam im Jahr 2005 „Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken“ raus. Und was für eine Enttäuschung das war. Von der Power der ersten beiden Alben ist nichts mehr da. Drucklos und gelangweilt reit sich ein eine langweilige und eintönige Nummer an die nächste. Und besonders das unnötig in die Länge gezogene „Knights Of The 21st Century“ fällt negativ auf. Gleich im nächsten Jahr gab es schon das nächste Album „Threshold“, und da war in etwa genau so mager. Und dann war wieder etwas länger Pause. In dieser Pause kam es auch zum erneuten Line-Up Wechsel. Im Jahr 2009 war es dann wieder so weit. Ein neues HammerFall Album kam in die Läden. „No Sacrifice, No Victory“ nannte sich die Platte, auf der sich HammerFall so farblos und langweilig Präsentiert wie eh und jeh.

Das fängt schon beim Cover an. Okay, man sollte vielleicht sagen, dass HammerFall noch nie wirklich Kreativ war, was ihre Cover angeht. Aber das hier ist besonders langweilig und nichts sagend. Und ich sehe nicht, was an diesem Cover so düster sein soll. Es ist nicht mehr oder weniger Düster, wie die anderen Covers davor auch. Und was den neuen Gitarristen angeht: Wenn mir es keiner gesagt hätte, hätte ich den Unterschied nicht bemerkt. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal so dahingestellt. Das Album beginnt mit dem Mid-Tempo Stampfer „Any Means Necessary“. Ein netter Song muss ich sagen. Geht gut ins Ohr und hat nen netten Refrain. Ich verstehe zwar nicht, wieso sich Cans hier böse anhören soll (mal abgesehen davon, das „Cans“ und „böse“ zwei Wörter sind, die grundsätzlich nicht zusammen gehören. Mit so ner Stimme wie seiner kann man sich nicht böse anhören.), verstehe ich nicht. Er hört sich nicht anders an, wie sonst auch.

Weiter geht es mit „Life Is Now“, welches mit einem akustischen Lagerfeuer-Intro beginnt. Nach dem Opener hab ich gehofft, das die Jungs das Niveau halten können. Dem ist aber nicht so. Ein langweiliger Mid-Tempo-Tralala Song der ins eine Ohr rein und durchs andere wieder raus geht. Der Refrain ist besonders nervig. „Punish and Enslave“ war der Opener der letzten Tour. Warum man sich gerade so nen lahmen Song wie den ausgesucht hat, verstehe ich nicht. Eine weitere, eintönige Mid-Tempo Nummer die durch nichts heraus sticht. Ein weiterer Song aus dem HammerFall Einheitsbrei.

Bei „Legions“ tritt die Band wieder richtig aufs Gas. Eine seht gute Nummer. Die Jungs können es also doch nocht. MEHR DAVON! „Between Two World“ ist wohl die gekünsteltste HammerFall Ballade, die ich jeh gehört habe. Nur die Orgel am Anfang sagt mir zu. Irgendwie mag ich Orgeln. Die haben so was episches. Aber um zum Song zurück zu kommen: Die Aussage, das dieser Song die beste Ballade seit „Glory To The Brave“ sein soll, ist eine Lüge. Selbst „Never, Ever“ ist besser als das. „Hallowed Be My Name“ ist ein weiterer Happen aus dem Mid-Tempo Einheitsbrei. Belangloses Riff, belangloser Refrain und generell schon 1000 mal gehört. Und was bei den Lyrics nachdenklich stimmen soll, ist mir ein Rätsel. Es sind nette HammerFall Lyrics, aber nichts,worüber man nen Aufsatz schreiben sollte.

Nächster Song bitte. „Something For The Ages“ ist ein cooles Gitarrensolo, in dem Pontus sein können unter beweis stellen kann. Auch Stratovarius und ehemaliger Malmsteen Keyboarder und Jens Johansson (Bruder von Drummer Anders) hatte hier einen Gastauftritt. Aber wieso ist das ein Instrumental? Hätte man da nicht einen richtigen Song drauß machen können? Dieses Instrumental ist um längen besser als 80% der richtigen Songs hier auf dem Album.

Und weil wir davon noch nicht genug hatten, gibt es noch mal einen Happen aus dem Mid-Tempo Einheitsbrei: „No Sacrifice, No Victory“. Den Song finde ich etwas ansprechender als die anderen, aber das will nichts heißen. Und weil das so schön war, gleich noch ein Song vom selben Kaliber. Aber anstatt einfallsloser Riffst gibt es hier nervige Breakdowns. Nur der Refrain sticht positiv hervor. Dann kommt „One Of A Kind“. Bei diesem Song hat mittlerweile Ex-In Flames Gitarrist Jesper Strömblad mitgeholfen. Ein sehr netter Closer, bei dem wieder etwas mehr Gas gegeben wird. Das „The Knack“ Cover „My Sharona“ ist nicht wirklich der Rede wert.

Das Album hat 1, 2 gute Songs, aber alles in allem ist es auch nicht besser als die Beiden Vorgänger. Im Gegenteil, ich würde sogar sagen, das es schlechter ist. Da hilft selbst ein neuer Gitarrist nichts. Ich würde sagen eher Griff ins Klo anstatt großes Kino. Dem Ding die volle Punktzahl zu geben und es so mit den ersten beiden Alben gleichzustellen, finde ich dreist. Hört euch lieber DreamEvil an.

6 Punkte, Autor: Ulli


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