Heidevolk - Uit Oude Grond
HEIDEVOLK - Uit Oude Grond
![]() |
|
Trotz auch nicht allzu guter Kritik haben die Niederländer sich immer behaupten können, was vor allem ihrem charakteristischen Gesang zu verdanken ist. Klar und beinahe permanent zweistimmig erzeugt dieser ein altertümliches, episch anmutendes Flair, welches den Hörer in die alten Wälder und Dörfer unserer heidnischen Vorfahren reisen lässt.
Nun ist ihr drittes Album “Uit Oude Grond”, was “Aus alter Erde” bedeutet, erschienen. Leider ist der Name Programm- doch dazu am Ende der Review.
Der erste Track “Nehallenia” eröffnet gleich das Album mit einem typischen Heidevolk Song- im Midtempo Bereich angesiedelt rufen einem die nordischen Stimmen entgegen, untermalt mit den typischen Riffs und Powerchords.
So geht es auch weiter mit “Ostara” und das sich um eine Bestattung handelnde “Vlammenzee”. Leider fehlt dann schon etwas die Variation.
“Gelders Lied”, verlangsamt erstmals das Tempo und die Stimmung wird ruhig und tragend.
Die zwei nachkommenden Songs halten sich dann wieder an die Grundstimmung der ersten drei Songs.
Aber mit “Alvermans Wraak” zeigen die Holländer auf, was sie leisten können. Eines der besten Stücke auf dem Album, obwohl es ohne Gesang auskommt. Jedoch ist die Kombination aus Violine und richtig gut und schnell gespielten Gitarren samt außerordentlichen Solos grandios gelungen.
Dafür ist der nachkommende Song “Karel Van Egmond” kein gelungenes Werk, das bis zur Hälfte eher stockend rüberkommt. Schade für ein Stück, das einen großen Helden, oder sagen wir eher einen der interessantesten Personen der niederländischen Geschichte beschreibt.
“Levenlos” zieht wieder im typischen Heidevolkstil vorüber.
Das nachfolgende “Deestring” ist ein sehr ruhiges, melancholisches Akustikstück, welches jedoch eher als Outro auf das Album gepasst hätte, denn “Best Bij Nacht” hat leider wiederum nichts besonders herausragendes zu bieten.
“Uit Oude Grond” ist bei weiten kein schlechtes Album, jedoch auch kein besonderer Meilenstein in dieser Musikrichtung. Leider haben es die Niederländer verabsäumt den alten Stil etwas zu ergänzen und kommen mit einem eher eintönig klingenden Album daher, welches sich nur durch die ruhigeren Akustikstücke dazwischen auffrischen lässt. Die Richtung stimmt, so hoffen wir, dass Heidevolk auf ihrem nächsten Album auch den Weg dazu einschlägt!
Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:

















