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Masterplan - Time To Be King

MASTERPLAN - Time to be King

Stil: Power Metal
Label: AFM Records
Songanzahl: 10 Songs
Dauer:

44:65

Webseite: www.master-plan.net
Wertung: 12/15 Punkte
Reviewer: The Duke | 28.4.2010
 




„Gut Ding will Weile haben“. Wenn man die Zeit zwischen dem letzten Masterplan Album „MKII“ und  „Time To Be King“ noch mal Revue passieren lässt. Dann könnte das das Motto der Band sein. Klar, mit den Meistern des "Albumverschiebens" Wintersun oder Guns N’Roses kann die Deutsch-Norwegisch-Amerikanischen Band nicht (zum Glück) mithalten, und 3 Jahre sind nicht viel, aber für einen Hardcore-Fan wie mich war es eine Ewigkeit. Das und Masterplans leider immer noch mangelhafte Newspolitik kann einen da schon zur Weißglut treiben. Okay, vielleicht nicht jeden, aber mich schon. Es ist ja wirklich einiges passiert.

Erst wird im Winter 2007 bekannt gegeben, das man im Januar des nächsten Jahres wieder ins Studio gehen wird. Im Februar war dann von einem Release im Frühjahr 2009 und von einer großen Welttournee inklusive Shows in den USA, Kanada, Südamerika und Australien die Rede. Aber daraus wurde nichts. Denn nach langem Schweigen machte man im Januar 2009 offiziell, das DiMeo raus ist. Man arbeite aber immer noch am Album und habe schon einen Sänger. Und die Spekulationen begannen. Namen wie Beyond Twilight-Sänger Kelly Sundown Carpenter, Stratovarius Barde Timo Kotipelto und natürlich auch ehemaliger Frontmann Jorn Lande wurden in den Gerüchtekessel geworfen und gut durchgerührt.

Im Juli 2009 war es dann endlich so weit und die Sensation war perfekt, denn der „neue“ Sänger war tatsächlich Jorn Lande, der sich wohl einen Ruck gegeben haben muss. Und nach vielen Verschiebungen wird am 21. Mai endlich das neue Masterplan Album „Time To Be King“ erscheinen. Haben Masterplan, nun endlich wieder mit Jorn hinterm Mikro, es geschafft, an ihre Glanzzeiten heranzukommen oder diese sogar zu überbieten?

 

Die Single „Far From The End Of The World“ war ja schon mal sehr viel versprechend und deutete auf ein Album á la dem Debüt oder MKII hin. Und alle, die sich so etwas erhoffen, werden wohl sehr enttäuscht sein. Den mit dem Debüt oder MKII hat das Album recht wenig zu tun sondern orientiert sich eher an Aeronautics. Das komplette Album ist etwas Progressiv angehaucht . Die Stimmung ist wieder Dunkel und teilweise dramatisch. Fröhliche Hymnen wie „Spirit Never Dies“ oder „Keeps Me Burning“ sucht man hier fast vergebens. Die Singleauskopplung ist der einzige Song dieser Gattung. Auch was das Tempo angeht, wurde leider auf die Bremse gedrückt. Generell ist das Album etwas anders, als alles was die Band davor veröffentlicht hat. Die Eingängigen Hooks offenbaren sich erst nach mehrmaligem hören und selbst mir ist es am Anfang recht schwer gefallen mich für das Album zu begeistern.

Keine Sorge, Masterplan haben sich weder komplett verändert noch bekommt ihr hier ein Album a la „Unia“ zu hören. Die Trademarks der Band sind immer noch zu hören. Aber wenn man mal genau darüber nachdenkt, ist diese Entwicklung eigentlich logisch, hat Jorn doch die Band verlassen, weil im die Musik zu Power Metal-lastig wurde. Aber gehen wir doch mal auf ein paar der Song ein:

 

Das Album beginnt mit dem druckvollen „Fiddle Of Time“. Der Song ist gut doch im Vergleich zu Hymnen wie „Spirit Never Dies“, „Crimson Rider“ oder „Warrior’s Crsy“ doch eine etwas merkwürdige Wahl für den Opener. „Blow Your Winds“ ist ein keyboard-lastiger Mid-Tempo Song, in dem Jorn mal seine weichere Seite zeigt. Auf „Far From The End Of The World“ muss ich ja nicht mehr eingehen. Dafür bitte das Review der Single durchlesen.

Mit “Time To Be King” hatte ich die meisten Probleme. Er beginnt sehr majestätisch mit Glocken und einem Chor. Nach etwa 19 Sekunden dieser Glänge setzt die Gitarre ein und aber anstatt einer epischen Melodie wie Warriors Cry beginnt der Song eher gemächlich. Bis auf den Refrain ist der Song aber alles andere als majestätisch. So geht es doch, ähnlich wie beim Opener, sehr druckvoll zur Sache. Und den 1-Satz-Refrain muss man entweder lieben oder hassen. Für „Lonely Winds Of War“ geht das selbe wie für den anderen Single Song auch. „The Dark Road“ ist sehr irreführend, beginnt es doch wie ein typischer Masterplan Song und wird dann zur dramatischen Power-Ballade. Der Refrain ist wie immer zum niederknien. „The Sun Is In Your Hands“ ist eine überraschend grooviege Nummer, die ich so nicht erwartet hätte. Irgendwie erinnert mich der Song ein bisschen an „Love Is a Rock“ vom Aeronautics Album. „The Black One“ beginnt sehr dramatisch, entwickelt sich aber dann auch zu einem eher groovigen Song. „Blue Europa“ ist das Highlight des Albums. Ein sehr epischer, fast schon melodramatischer Song in dem die Band noch mal etwas aufs Gaspedal tritt. Neben "Far From..." der eingänglichste Song des Albums. Mit „Under The Moon“ endet das Album auf einer Balladesken Note. Und hier haben wir auch schon das nächste Problem. Knapp ca. 44 Minuten sind doch etwas arg wenig für Masterplan. Die anderen Alben hatte ohne Bonus Tracks schon ne Laufzeit von der knappen Stunde. Aber es gibt ja immer noch 2 Bonus Tracks.

Wie bereits erwähnt ist es ein sehr schweres Album zum Anhören. Selbst die größten Fans werden einige Anläufe brauchen. Aber wenn man sich die Zeit nimmt, dann bekommt man ein gelungenes Power Metal Album, das zwar nicht so gut ist wie das Debüt oder MKII, aber an dem alle Fans der Band trotzdem Spaß haben werden.


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