Orion's Reign Interview

Die griechischen Power Metaller ORION'S REIGN haben aktuell ihr Album "Nuclear Winter" als Re-release über ICEWARRIOR RECORDS am Start - das Album bietet feinsten Symphonic/Power Metal, welcher wohl für alle Freunde dieser Stile ein wahres Fest ist! Im Interview mit uns: Gitarrist Michael. Vorhang Auf!
Hallo Michael! Kürzlich habt ihr euer neues Album “Nuclear Winter” veröffentlicht. Was denkst du über das Album?
Es war ein langer Traum, der endlich wahr wurde. Dieses Album ist das Ergebnis extrem harter Arbeit, endlosen Stunden im Studio und gleichzeitig der Anfang von Etwas, was noch anstrengender wird, aber es ist wirklich ein gutes Gefühl. Aber eigentlich muss ich sagen: Nicht ich soll über das Album denken, sondern der Hörer soll sich sein eigenes Bild machen.

Ihr habt bereits 2008 “Nuclear Winter” veröffentlich, es zeitweise auch auf eurer Homepage zum Gratis-Download angeboten. Warum kommt jetzt ein Re-Release?
Es geht nur um die Musik, nicht wahr? Das Album war fertig; wir konnten nicht warten und gaben eine Version des Albums mit niedriger Qualität zum Download. Ich glaube auch dadurch ist es dazu gekommen, dass IceWarrior Records auf uns aufmerksam geworden sind und nun ein Re-Release kommt. Die Wiederveröffentlichung geschah auf Interesse der Band, des Labels und natürlich der Fans hin. Aber es wäre natürlich sinnlos gewesen, exakt das gleiche Material zu verkaufen. Also bekommt der Käufer jetzt zum einen die Originalen Songs in Hoher Qualität, Remixed und Remastered, andererseits ein neues Booklet und nicht zu vergessen fünf neue Bonus-Songs mit vielen Gastmusikern. Gastmusiker denke ich, werden inzwischen typisch für unsere Songs.
Wie waren die Reaktionen der Fans und der Presse zu dem 2008-er Album, bzw. Zum Re-Release?
Um anzufangen, wir hatten knapp vor dem Album eine EP aufgenommen, bevor das Album auf unserer Webseite zum Kaufen bereit stand. Damals, zu unserer Überraschung, war die erste Auflage sehr schnell ausverkauft, und wir mussten es noch einmal auflegen lassen. Da wir schon großartige Rückmeldungen sowohl von Fans als auch von Magazinen hatten, und die Gast-Musiker das Material so gerne mochten, dass sie ohne Bezahlung spielen wollten, dachten wir uns einfach: Warum das Album nicht für umsonst den fans auf der Seite zur Verfügung stellen? Nichts sprach dagegen. Darum hatten wir auch die Spende-Option auf unserer Webseite, sodass die Leute uns Geld geben konnten, wenn sie die Musik mochten, aber nicht mussten. Ich denke, es war ein guter Plan, und die meisten Leute wussten dies auch zu schätzen, wenn ich mir die Spenden so anschaue. Neben all dem, nur von der Musik her gesehen, bekommen wir von der Presse ausgezeichnetes Feedback was uns froh macht und dazu anstachelt, mit gutem oder sogar noch besserem Material weiterzumachen.
Was ist der Inhalt eurer Lyrics, ist “Nuclear Winter” ein Konzeptalbum?
Nein, es gibt kein Konzept, abgesehen von der “Beyond Eternity”-Trilogie, die von einem Soldaten in der Schlacht erzählt, und dem Vermächtnis, das er hinterlässt. Die anderen Lyrics sind über tägliche Probleme, in einer Metaphorischen Art und Weise eingebracht.
Ihr habt euch Power Metal ausgesucht, um euch musikalisch auszudrücken. Warum das, und nicht, z.b., Black Metal?
Ich denke mal, das ist das Ergebnis der Kombination der musikalischen Vorlieben jedes Einzelnen von uns. Auch wenn ich glaube, dass dieses Album auch andere Einflüsse hat, von Death Metal bis hin zu klassischer Musik.
Auf “Nuclear Winter” arbeitet ihr mit Bob Katsionis von FIREWIND zusammen. Wir kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Bob ist die Verkörperung von Professionalität. Ich rief ihn an, wir haben ein Treffen arrangiert um ihm den Song vorzuspielen, den er singen sollte. Er war schon am nächsten Tag fertig – welcher Neujahr war! Insgesamt glaube ich, hat er die Arbeit sehr genossen, weshalb er auch einige weitere Parts für einen anderen Song aufgenommen hat, für den er eigentlich nicht gedacht war. Beide können auf dem Album gefunden werden.
Ihr kommt ja aus Griechenland, wie steht es dort mit der Szene? Kannst du mir ein paar gute Bands nennen?
Wenn ich ehrlich bin, kenne ich nicht allzuviele Bands aus Griechenland...Rotting Christ, Firewind, W.E.B. und Theodore Ziras fallen mir da spontan ein. Und es war wirklich eine Freude, dass wir es geschafft haben, mit vielen von ihnen auf unserem Album zusammenzuarbeiten!
Wie schwierig war es für euch, Mitteleuropa mit euren Alben zu erreichen? War es überhaupt schwierig?
Es war nicht extrem hart, aber ich würde es auch nicht als leicht bezeichnen. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, aber wenn man etwas genug liebt, hört man einfach nicht auf damit und kämpft weiter, bis man einen Erfolg für sich verbuchen konnte. Harte Arbeit wird früher oder später, auf den ein oder anderen Weg sowieso anerkannt.

Gibt es schon Tourpläne, z.b. Für Gigs in Deutschland?
Ich hoffe, dass wir irgendwann mal vorbeikommen können. Im Moment sind unser Sänger und Keyboarder als Gäste eingeladen, um Manowar, Arch Enemy, Kamelot und Virgin Steele zu unterstützen, und noch ein paar mehr. Also arbeiten wir hart hier im Studio um sie darauf vorzubereiten.
Und was ist mit einem neuen Album? “Nuclear Winter” ist schließlich schon zwei Jahre alt, laufen schon Schreib-Arbeiten an neuem Material?
Wie gesagt, sogar schon auf diesem Album hier gibt es sehr aktuelles Material, welches exklusiv für IceWarrior Records komponiert wurde. Gleichzeitig arbeiten wir aber schon an neuem Material, außerdem sind wir auch dabei, einige Songs zu covern, welche wir kostenlos auf unseren Seiten sowie den Label-Seiten zur Verfügung stellen werden, um unseren aktuellesten Release zu promoten. Angefangen wird mit Kamelot's “Karma”.
Ich bedanke mich sehr für dieses tolle Interview! Viel Glück für die Zukunft!
Die Freude war ganz auf meiner Seite! Ich hoffe, wir können eure hohen Erwartungen weiterhin erfüllen. Metal Regards from Athen!!!
Das Interview wurde geführt von Steelbound
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