Overmaster - Madness of War
OVERMASTER - Madness Of War
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Italien ist den Meisten wohl durch die Sehenswürdigkeiten, das gute Essen und den großen Opern bekannt. Aber auf der Stiefelförmigen Halbinsel hat sich im laufe der Jahre eine beachtliche Metal Szene entwickelt. Vor allem Power Metal Bands gibt es dort wie Sand am Meer. Nun ist das mit Italienischem Power Metal ja immer so ne Sache. Es gibt einige gute Bands die mit ihren Alben zu überzeugen wissen aber auf 1 Rhapsody (ich weigere mich immer noch das „of Fire“ hinten dran zu hängen) kommen ca. 5 Kaledons. Deswegen bin ich immer skeptisch wenn mir eine Power Metal Band aus Italien empfohlen wird. So war das auch bei Overmaster. Die Band wurde 2006 von Sänger Gus Gabaro gegründet, nachdem er die Band White Skull nach 6 Jahren verlassen hat. Aber Gabaros musikalische Vergangenheit geht bis in die 80er zurück, als der gebürtige Argentinier in der Band Kaiser sang. Nach 1 Demo im letzten Jahr erscheint nun das Debüt der Band. Zu welcher Gruppe gehören Overmaster nun? Zu den Rhapsodys oder zu den Kaledons?
Hören wir mal rein: Das Album beginnt mit dem epischen Intro „Walking Back To Hell”. Eine dramatische aber nicht zu kitschiges Keyboard Melodie gepaart mit Kriegsgeräusche (erst Mittelalterlich, fann Modern) eröffnen das Album. Der erste Song „Marble King“ beginnt mit einem Semi-rhapsodyhaften Riff, die Drums setzen ein und im Up-Tempo brettert die Band lost. Das Keyboard ist nicht übertrieben laut sondern hält sich eher im Hintergrund. Auch Sänger Gus’ Gesang ist angenehm und irgendwo zwischen Stephen Fredrick von Firewind und Edu Falaschi von Angra. Weiter geht es mit „Spartan Warriors“, einem thrashig angehauchten Song der stellenweise an Mystic Prophecy erinnert. Bei den Lyrics muss ich teilweise aber etwas schmunzeln. Das schreit gerade zu nach Dragonforce-Lyrics-Creator. Overlord, ein Song über „Operation Overlord“ der westlichen Alliierten im zweiten Weltrkieg, beginnt mit den Geräuschen von Rotorblättern und einem Intro ähnlich „Walking Back To Hell“ gefolgt von einem wieder sehr trashigen Riff und einem Double-Bass Gewitter. Bis auf den Refrain wird hier gnadenlos aufs Gas gedrückt. Aber irgendwie will der Funke immer noch nicht ganz überspringen. Dennoch muss ich sagen das mir Sänger Gus von Song zu Song besser gefällt. Der nächste Song heißt „Revolution World“ ist die erste Mid-Tempo Nummer des Albums die teilweise etwas an die letzten paar Thunderstorm Alben erinnert. Weiter gehts mit „Jungle Of Madnes“….Moment, das hört sich doch sehr nach „Halloween“ von Helloween an. Hab ich aus Versehen den Song gewechselt? Nein, ich höre immer noch Overmaster. Sehr dreist von den Italienern. Der Song ist so ähnlich aufgebaut wie die ersten 3. Das heißt sehr thrashig mit einem Hymnenrefrain. Langsam wirds eintönig. Nächster Track. „Namless Hero“ beginnt sanft mit akustischer Gitarre. Dann setzen sanft die elektrischen Gitarren ein. Aber die Akustikgitarren dominieren ganz klar bis zur letzten Strophe, in welcher die E-Gitarren wieder einsetzen. Es handelt sich hier um die Ballade des Albums. Nichts wirklich besonderes. „Children Of The Sand“ ist ein Mid-Tempo Stampfer. Der Song selbst ist wieder sehr nichts sagend. Nur der Refrain überzeugt. „Battle Prayer“ bewegt sich eher im klassischen Power Metal Bereich. Eins sehr treibender Song der zu den besseren dieses Albums gehört.. „Prophet Of War“ ist ein weitere. sehr straighte Power Metal Nummer mit eingängigem Refrain. Hier wechseln sich schnelle Passagen mit Mid-Tempo Groovern ab. Der Rausschmeißer des Albums kommt in Form von „Efialths”, was Griechisch ist und Alptraum heißt, und der von einem Krieg in Griechenland handelt. Welcher bleibt unklar. Der Song ist wie erwartet eine weitere, eintönige Nummer. An sich ist er nicht schlecht, aber es gibt zu viele dieser Art auf dem Album.
Potential hat die Band und musikalisches Talent ist vorhanden und Besonders Sänger Gus hat es mir irgendwie angetan. Aber ersteres wird irgendwie nicht wirklich ausgenutzt. Die Songs sind alle gut, hören sich aber teilweise zu gleich and und irgendwie fehlt das gewisse etwas, dass sie wirklich besonders macht. Und auch an den Lyrics müssen die Italiener und der Argentinier noch arbeiten. Das Album ist Solide, aber mehr auch nicht. Trotzdem würde ich es eher zu den guten Alben aus Italien zählen.
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