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Sabaton




Die Power Metaller Sabaton aus Schweden bringen am 21. Mai ihr neues Album "Coat of Arms" auf den Markt. Bereits mit dem Vorgänger hatte die Band um den sympatischen Frontmann Joakim Brodén viel Erfolg, diesen Herbst folgt eine ausgedehnte World Tour. Wir haben uns Bassist Pär für ein Interview geschnappt.



Hi Pär! Erstmal, Danke das du dir die Zeit genommen hast dieses Interview mit uns zu machen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass jeder, der an diesem Webzine beteiligt ist, die Veröffentlichung eures neuen Albums „Coat Of Arms“ am 21. Mai kaum erwarten kann. Zu allererst: Seit ihr mit dem fertigen Album zufrieden?


Hi Chris! Wir sind sehr zufrieden mit dem neuen Album. Wir fangen gerade an es zu mögen. Um ehrlich zu sein ist es ziemlich merkwürdig. Wenn die Aufnahmen fertig sind, wissen wir nie was wir vom Album denken sollen. Es braucht ein paar Wochen oder Monate bevor wir das Album in vollen Zügen genießen können. Am Anfang gehen uns die Songs ein bisschen auf die Nerven weil wir sie für ne ganze Weile jeden Tag gehört haben. Aber jetzt haben wir etwas Distanz und wir können bestätigen, dass es ein gutes Album geworden ist.





Wie verliefen die Aufnahmen für das Album? Standet ihr unter großem Druck oder konntet ihr den Studioalltag genießen? Besonders im Vergleich zu euren früheren Produktionen.


Wir standen unter großem Druck weil viele Leute uns gesagt haben, dass wir kein besseres Album machen können als „The Art Of War“. Dieser Vorwurf hat uns während den ganzen Aufnahmen verfolgt und uns wahrscheinlich noch dazu angespornt noch härter zu Arbeiten. Es war überhaupt kein lockerer Alltag im Studio. Zu Anfang dachten wir es wäre perfekt aber gegen Ende haben wir gemerkt, das wir unseren Zeitplan unterschätzt haben und wir mussten 24/7 arbeiten.

 

Sagt uns bitte was wir von eurem neuen Album erwarten dürfen. Gibt es erhebliche Änderungen im Sound im Vergleich zu den anderen Alben? Hat sich der Sound überhaupt verändert?

Meine erste Antwort wäre mehr klassischer Heavy Metal, weniger traditioneller Power Metal. Schwer zu erklären, aber ich denke da sind mehr gitarrenlastige Songs auf dem Album als auf „The Art Of War“. Ich glaube wir haben die Songs bei diesem Album auch unkompliziert gehalten. Und auch kürzer. 10 Songs auf 40 Minuten ist bei weitem das kürzeste Album was wir bis jetzt gemacht haben.
Was die Produktion angeht, so hat sich der Sound auch geändert da wir unseren Mixingpartner gewechselt haben. Dieses Mal hat Fredrik Nordgren vom Studio Fredman das Album gemixt. Wir sind sehr glücklich mit dem Sound.



 


Auf welchen Schlachten basieren die Songtexte diesmal? Wenn man sich den „World War Tour“ Teaser auf Youtbe anschaut, kommt es mir so vor, das mindestens 1 Song von der Italienischen Invasion in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs handelt. Ist das richtig?

Ja, du hast recht. Dieser ist über den Widerstand der Griechen währen dem Zweiten Weltkrieg. Und das restliche Album dreht sich auch um WW2. Die Themen basieren alle auf Ideen von Fans und darunter sind auch Songs über die Helden von Telemark in Norwegen, die Belagerung von Bastogne und auch einen über den Holocaust.

 

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben? Viele Fans ordnen euch als Power Metal ein. Aber dem kann ich nicht zustimmen. Ich finde nicht, dass ihr viel mit Bands wie Helloween oder Gamma Ray gemeinsam habt. Es ist sehr schwierig euch einzuordnen.

Dem Stimme ich zu. Es ist kein traditioneller Power Metal. Elemente davon sind vorhanden, aber einen größeren Einfluss haben Bands wie Accept oder Judas Priest. Kombiniere das mit Keyboards und ich glaube du hast unseren Sound.

 

Wie kam der Deal mit Nuclear Blast zu Stande und denkt ihr, dass ihr eure Popularität vergrößern und eure Musik einem noch größeren Publikum zeigen könnt mit Nuclear Blast hinter euch?

Absolut. Black Lodge war eine gutes Label für uns am Anfang. Aber die haben ihren Sitz in Stockholm, agieren nicht weltweit. Bis jetzt haben wir noch nichts außerhalb von Europa verkauft und 75% unserer Umsätze kommen aus Schweden. Ich nehme an, dass sich das ändern wird.

 

Noch eine Frage zu den Lyrics: Offensichtlich schreibt ihr heutzutage hauptsächlich über historische Kriege. Wer hat entschieden, dass das zum Hauptthema eurer Lyrics wird und wieso?


Weil wir denken, dass es ein interessanteres Thema zum Schreiben ist als die üblichen Metal-Themen. Wir sind keine Band wie Mötley Crüe oder Manowar. Wir sind normale Menschen und wir haben mit diesen Leuten nicht viel gemeinsam außer unserer Liebe zum Metal. Wir finden es einfach sehr interessant über diese historischen Themen zu schreiben. Besonders über den Krieg.

Eine weitere Frage von euren Deutschen Fans: Werdet ihr jemals einen Song über den Fall der Berliener Mauer machen? Ich weiß, das ist etwas aktueller als eure normalen Themen, aber ich bin mir sicher dass ihr einen guten Song daraus machen könntet.

Ein interessantes Thema dass uns auch von mehreren Fans vorgeschlagen wurde. Aber wir haben uns dazu entschieden, es nicht auf diesem Album zu machen. Möglicherweise in der Zukunft.

 

Die meisten eurer Songs über Krieg hören sich eher fröhlich an. Und da es viele Moralapostel gibt frage ich mich ob es euch jemals vorgeworfen wurde den Krieg mit eurer Musik zu glorifizieren. Und wenn es passiert ist, wie habt ihr darauf reagiert?

Wir bringen ein paar Leute dazu sich aufzuregen und sich manchmal zu beschweren. Wer sind glücklich dass sie diese Diskussion angefangen haben, da es den Themen der Songs und der Band mehr Aufmerksamkeit bringt. Ich begrüße jeden, der sagt dass wir den Krieg glorifizieren. Lest die Lyrics. Wir „metalisieren“ die Lyrics so dass die zu den Songs und zur Live-Show passen.

 

Im Sommer und Herbst diesen Jahres werdet ihr auf eine große Tour namens „World War Tour“ gehen. Es sieht so aus als ob ihr fast jeden Tag eine Show spielt. Wir werdet ihr das schaffen? Feiert ihr Partys nach der Show oder spart ihr euch das für die showfreien Tage auf?

Es ist wirklich ne lange Tour. Aber sie wäre noch länger und vor allem teurer wenn wir noch mehr Off-Tage mit rein nehmen oder sie in mehrere Hälften aufteilen. Das können wir uns nicht leisten. Wir wissen, dass es sehr hart wird und es steht jedem offen ob er eine Party machen will oder nicht. Aber auf der Bühne ist nie jemand betrunken und wir geben nie weniger als 100%.

Bitte erzählt uns was über den Touralltag von Sabaton.


Ah, Touren sind fantastisch. Wir machen viel oder gar nichts. Es kommt total darauf an, wo wir sind. Manche Städte sind nicht so toll also machen wir so gut wie nichts tagsüber. Andere haben wirklich viele Sehenswürdigkeiten. Je nach Art der Tour variiert unsere Arbeit auch oft. An manchen Touren machen wir alles selber und bei anderen haben wir eine Crew die uns hilft. Normalerweise schlafen wir auf Tour viel länger als normal zu Hause, was sehr nett ist.


 



Habt ihr euch schon eine Supportband für die Tour ausgesucht? Wenn nicht, kennt ihr PowerWolf? Wie wäre es mit denen? Ich glaube ihr passt von der Musik her sehr gut zusammen.

Wir haben gerade Alestorm auf unserer Tour bestätigt. Sie sind gute Freunde von uns und es wird Spaß machen mit ihnen Europa unsicher zu machen. Bezüglich PowerWolf war es deren neues Album welches uns davon überzeugt hat mit Fredrik Nordgren zu Arbeiten weil es sich großartig anhört. Ich bin mir sicher das es cool wäre sie mit auf Tour zu haben. Und sicherlich würden unsere Fans sie auch mögen.

 

Danke nochmals für das Interview und viel Glück für eure Zukunft.

Vielen dank auch euch. Man sieht sich irgendwo da draußen!






Interview geführt von Steelbound

 






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Steelbound, 07.07.2010 11:43:00:
Alles klar...

Kommentar von Ludwig, 07.07.2010 11:33:24:
Sabaton ist geil!!! aldda wacken allda wacken!!° summer breeezzz xD wazzup ..hey apple



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